Frohe Ostern wünscht Ihnen das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

ireland-1971997_1920Psalm 126 (nach Martin Gutl)

Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft,
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht,
das wird ein Fest sein!
Da wird unser Staunen von neuem beginnen.
Wir werden Lieder singen, Lieder, die Welt und Geschichte umfassen.
Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein: denn Er führt uns heim:
aus dem Hasten in den Frieden, aus der Armut in die Fülle.

Wenn Gott uns heimbringt aus den engen Räumen, das wird ein Fest sein!
Und die Zweifler werden bekennen: Wahrhaftig, ihr Gott tut Wunder!
Er macht die Nacht zum hellen Tag; Er lässt die Wüste blühen!

Wenn Gott uns heimbringt aus den schlaflosen Nächten, aus dem fruchtlosen Reden, aus den verlorenen Stunden, aus der Jagd nach dem Geld,
aus der Angst vor dem Tod, aus Kampf und aus Gier,
wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein!
Dann wird er lösen die Finger der Faust,
die Fesseln, mit denen wir uns die Freiheit beraubten.
Den Raum unseres Lebens wird er weiten in alle Höhen und Tiefen,
in alle Längen und Breiten seines unermesslichen Hauses.
Keine Grenze zieht Er uns mehr.
Wer liebt, wird ewig lieben!

Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein.
Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.
Es werden lachen nach langen Jahren der Armut, die Hunger gelitten.
Es werden singen nach langen, unfreien Nächten die von Mächten Gequälten.
Es werden tanzen die Gerechten, die auf Erden kämpften und litten für eine bessere Welt!

Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!
Den Verirrten werden die Binden von den Augen genommen.
Sie werden sehen.
Die Suchenden finden endlich ein Du.
Niemand quält sich mehr mit der Frage „Warum“.
Es werden verstummen, die Gott Vorwürfe machten.
Wir werden schauen, ohne je an ein Ende zu kommen.
Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!

Der Mensch sät in Betrübnis, er leidet und reift!
Es bleibt sein Ende ein Anfang!
Wer sät in Betrübnis, wird ernten in Freude.
Denn Gott, unser Gott, ist ein Gott der ewigen Schöpfung.
Ein Gott, der mit uns die neue Erde, den neuen Himmel gestaltet.
Er lässt uns kommen und gehen, lässt uns sterben und auferstehen.
Der Sand unserer irdischen Mühsal wird leuchten.
Die Steine, die wir zusammentrugen zum Bau unserer Welt, sie werden wie Kristalle glänzen. Wir werden uns freuen wie Schnitter beim Ernten.
Wenn Gott uns heimbringt aus den Tagen der Wanderschaft,
das wird ein Fest sein
Ein Fest ohne Ende

Brief an meine verstorbene Schwester

spring-276014_1920Allerliebste Schwester!

Nun hast du es geschafft und hast all die Mühe und das Leid hinter dir gelassen. Diese heimtückische Krankheit die dich immer hilfloser und zuletzt auch sprachlos gemacht hat, war sehr schlimm, und hat auch uns, die wir um dich bemüht waren, sehr zugesetzt.

Ich bin sehr dankbar, dass ich für dich da sein durfte, miteinander haben wir einiges durch gestanden. So wie du die Krankheit angenommen hast, war für mich bewundernswert.

Wir konnten über alles reden, als es noch möglich war, über dein gutes Leben, das du zu schätzen wusstest, und auch über das Ende, wie es sein könnte.

Die Krankheit hat uns sehr zusammen geschweißt, und als dein Zustand immer schlechter wurde, bekamen wir einen Platz auf der Palliativstation bei den Schwestern. Die Angst die du hattest vorm Ersticken war dann weg.

Du wolltest nicht alleine sterben, und so wie du es dir gewünscht hast, waren wir bei dir, und haben dich auf dem letzten Weg begleitet.

Vielleicht ist es dir leichter gefallen zu gehen —
weil wir bei dir waren,
aber auch weil du darauf vertraut hast,
dass du auf der anderen Seite schon erwartet wirst,
von Menschen die vorausgegangen sind, und die dich sehr lieben
und von einem liebenden Gott.

Vielleicht feiert ihr schon ein Fest – so wie es Martin Gutl schreibt.

Liebe Erika ich freue mich, dass du erlöst bist.
Und ich bin sehr, sehr traurig, weil ich dich jetzt schon sehr vermisse.

In inniger Verbundenheit

deine Schwester Annemarie

________________________________________________________________________________________________

Vielen Dank an unsere ehrenamtlich Blogschreiberin, dass wir diese berührenden Zeilen mit Ihnen teilen dürfen.

 

Benefiz-Kabarett „Satiren in Rot-Weiß-Rot“

austria-flag-2888157_1920Kabarettistische Lesung mit Musik

Kennen Sie St. Johann am Kreisverkehr? Nein? An diesem Abend werden Sie es kennen lernen. Als eine kleine Gemeinde, die ein getreues Abbild der Verhältnisse in Österreich ist. Sei es in Politik, Gesellschaft oder Alltagsleben.

Der Linzer Journalist und Schriftsteller Werner Rohrhofer präsentiert gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde und dem Musiker Charly Schmid Szenen und Dialoge rund um dieses „Klein-Österreich“. Lachen, aber auch Nachdenklichkeit sind erlaubt!

Der Erlös kommt der Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige zugute.

Eintritt:

Vorverkauf: € 10,-
Abendkassa: € 12,-

Kartenverkauf:

Uhrengeschäft Holzinger
Mauthausenerstr. 1
St. Georgen/Gusen

https://www.caritas-linz.at/aktuell/termine-und-veranstaltungen/detail-termine/news/83179-benefiz-kabarett-satiren-in-rot-weiss-rot/

Unsere Veranstaltungen April/ Mai 2019

Wissen, Information und Austausch können den Alltag erleichtern und Sicherheit im Umgang mit der Situation geben. Wir organisieren regelmäßig Vorträge, Seminare und Erholungstage in Oberösterreich, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten!
___________________________________________________________________________

Einladung „Ein Koffer voll Möglichkeiten“
26.04.2019 14:00 Uhr, Rohrbach
Ein Workshop für Angehörige von Menschen mit Demenz.
In diesem Workshop erfahren Sie zum einen grundlegende Informationen zur Krankheit. Zum anderen werden verschiedene Übungen vorgestellt, um den Alltag mit an Demenz erkrankten Angehörigen etwas abwechslungsreicher zu gestalten:

· Bewegungstraining
· Beschäftigung im Alltag
· Gedächtnistraining 


-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

___________________________________________________________________________

Erholungstage für Pflegende und Gepflegte
13.05. – 17.05.2019, Vöcklabruck

Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Was Sie bei den Erholungstagen erwartet:

l Zeit für sich haben
l
Neue Kraft schöpfen
l
Entspannung von Körper, Geist und Seele
l
Ausflüge und Natur genießen
l
Zeit für Gespräche
l Austausch und neue Impulse
l
Lebenslust spüren
l
Sich verwöhnen lassen
l bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Unterkunft: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

Es gibt nur noch Restplätze für Schnellentschlossene.

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

___________________________________________________________________________

P.A.U.L.A.- Kursreihe zum Thema Demenz
15.05.19 und 05.06.19 in Linz

Für Angehörige von Menschen mit Demenz. 

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

___________________________________________________________________________

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Bei Fragen erreichen Sie uns unter 0676/8776 – 2440.
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Mit herzlichen Grüßen,
Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

Caritas_EW1

Herzöffnung – hinschauen, zuhören, still sein

MACH(T) AUF DIE TÜR, DIE TÜR MACH(T) WEIT…. 

(ER)LEBE DEINE SINNE, ÖFFNE DEIN HERZ – HERZÖFFNUNG ist angesagt! 

 bleeding-hearts-55120_1920

Suchen wir nicht alle nach Sinn- und Glückserfahrung im Leben?
Die Bedürftigkeit nach Halt & Geborgenheit ist ein treuer Begleiter auf diesem Weg.
Nicht zu unterschätzen ist die damit einhergehende (schleichende) Gefahr der Vereinsamung; wenn diese Suche vorwiegend im AUSSEN, auf oberflächlichem= vergänglichem Tun & Handeln basiert.

Man sieht nur mit dem Herzen gut… diese Worte von Antoine de Saint Exupèry haben auch in unserer „Hochleistungswelt“ – vielleicht mehr denn  je – ihren Wahrheitsgehalt nicht verloren.

HERZÖFFNUNG – mit offenen Herzen, die Sinne geschärft,
durchs Leben gehen, will heißen:

hinschauen – nicht wegschauen, die Augen verschließen
zuhören – nicht an/erhören oder gar (ver)urteilen
zureden – nicht zerreden oder besserwisserisch seine (ungefragte) Meinung kundtun
still sein, ruhig sein; auch einmal gemeinsam schweigen…
die STIMME DES HERZENS wieder wahrnehmen, spüren, be-achten.

Dem Sinn des Lebens auf die Spur kommen, immer wieder NEU entdecken – um abermals und immer wieder sagen zu können: DAS LEBEN IST SCHÖN.

DAS wünsche ich Ihnen ALLEN von ganzem Herzen, aus tiefstem Seelengrund!

Ihre RosA

 

Der Anruf – eine Geschichte zum Schmunzeln

phone-1610203_1920


Ein älterer Mann in Phoenix ruft seinen erwachsenen Sohn in New York an und sagt am Telefon:
„Ich hasse es, dir deinen Tag zu verderben, aber ich muss dir mitteilen, dass deine Mutter und ich dabei sind, uns scheiden zu lassen. Fünfundvierzig Jahre Elend sind einfach genug!“
„Vater, was redest du denn da?“, schreit der Sohn entsetzt in den Hörer.
„Wir halten gegenseitig unseren Anblick nicht mehr aus,“ sagt der alte Mann.
„Wir sind einander überdrüssig und es macht mich krank auch nur darüber zu erzählen. Also rufe deine Schwester in Chicago an und sag du es ihr!“ und er hängt auf.

Voller Bestürzung ruft der Sohn seine Schwester an, die bei der Nachricht explodiert: „Was um alles in der Welt, glauben sie denn? Sie wollen sich scheiden lassen? Warte, ich regle das!“

Augenblicklich ruft sie in Phoenix an und schreit den alten Vater an:
„Ihr lasst euch NICHT scheiden, hörst du? Ihr tut nichts, bis ich da bin. Ich rufe gleich meinen Bruder zurück und wir werden beide morgen bei euch eintreffen. Bis dahin unternehmt ihr nichts, hast du mich verstanden?“

Während der alte Mann den Hörer auflegt, dreht er sich zu seiner Frau und sagt:
„Sie kommen beide zu Weihnachten, Liebling, und ihren Flug zahlen sie auch selber.“

Aus der Mediathek v. Robert Betz

Frühlingerwachen

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«

O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh‘:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Theodor Fontane

vergiss-mein-nicht

Die Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht Ihnen einen wunderschönen Frühlingsbeginn, Freude an den Geschenken der Natur
und Sonnenschein im Herzen!