Buchtipp: Tipps und Grenzen für Beschäftigung und Training mit Menschen mit Demenz – ein Ratgeber für Angehörige.

Viele Angehörige betreuen zu Hause einen Menschen mit Demenz. Dabei möchte man Betroffene bestmöglich fördern.

Doch wie gelingt das und welche Möglichkeiten gibt es?

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Der Ratgeber der MAS Alzheimerhilfe ist ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle, die sich mit Beschäftigungs- und Trainingsmöglichkeiten mit Menschen mit Demenz auseinandersetzen möchten.

Ein theoretischer Input zum Krankheitsbild zu Beginn des Buches liefert eine wertvolle Grundlage, um Betroffene besser verstehen und ein Beschäftigungsprogramm bestmöglich gestalten zu können. Ziel der Beschäftigung ist die Förderung der noch bestehenden Fähigkeiten der Betroffenen und somit die Steigerung des Selbstwertgefühls. Das gezielte Üben fördert zudem die Selbstständigkeit und Zufriedenheit der Betroffenen. Der Ratgeber enthält hierzu einen sehr umfassenden und anschaulich gestalteten Übungsteil. Angefangen von Wortspielen, Sprichwörtern, Suchbildern bis hin zum Liedertitel raten – es finden sich zahlreiche Anregungen für die Beschäftigung zu Hause für jedes Stadium der Demenz.

Neben den Möglichkeiten zur Förderung und Beschäftigung von Betroffenen zeigt der Ratgeber jedoch auch sehr realitätsnah auf, wo die Grenzen des Trainings liegen. Denn nicht immer gelingt das Training zu Hause und so ist diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet.

„Motivieren. Aktivieren. Stärken. Tipps und Grenzen für Beschäftigung und stadiengerechtes Training mit Menschen mit Demenz“ ist ein sehr gelungener Ratgeber mit hohem Praxisbezug, der auf alle wichtigen Aspekte des Trainings und der Beschäftigung mit Menschen mit Demenz eingeht.

Erhältlich ist der Ratgeber im Facultas-Verlag: https://www.facultas.at/list/9783708916040

Der Nachweihnachtsengel

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Als ich dieses Jahr meine Krippe und die 32 Weihnachtsengel wieder einpackte, behielt ich den letzten in der Hand. „Du bleibst“, sagte ich, „Du kommst auf meinen Schreibtisch.

Ich brauche ein bisschen Weihnachtsfreude für das ganze Jahr.“ „Da hast du aber Glück gehabt“, sagte er. „Wieso?“, fragte ich ihn. „Na, ich bin doch der einzige Engel, der reden kann.“ Stimmt! Jetzt erst fiel es mir ein. Ein Engel, der reden kann? Das gibt es ja gar nicht.

„Wieso kannst du eigentlich reden? Das gibt es doch gar nicht. Du bist doch aus Holz!“ „Das ist so. Nur wenn jemand nach Weihnachten einen Engen zurückbehält, nicht aus Versehen oder weil er sich nichts dabei gedacht hat, sondern wegen der Weihnachtsfreude, wie bei dir, dann können wir reden. Aber es kommt ziemlich selten vor. Übrigens heiße ich Heinrich“. „Heinrich? Bist denn du ein Junge? Du hast doch ein Kleid an.“ Heinrich trägt nämlich ein langes rotes Gewand. „Das ist reine Modefrage. Hast du schon einmal einen Engel in Hosen gesehen? Na also.“

Seitdem steht Heinrich auf meinem Schreibtisch. In seinen Händen trägt er einen goldenen Papierkorb, oder vielmehr einen Müllkorb. Heinrich stand gewöhnlich still an seinem Platz und wenn ich mich über irgendetwas ärgere, hält er mir seinen Müllkorb hin und sagt: „Wirf rein!“ Ich werfe meinen Ärger hinein – und weg ist er! Manchmal ist es ein kleiner Ärger, zum Beispiel wenn ich wieder meinen Kugelschreiber verlegt habe. Es kann aber auch ein großer Ärger sein oder eine große Not oder ein großer Schmerz, mit dem ich nicht fertig werde, zum Beispiel als kürzlich ein Vater und eine Mutter erfahren mussten, dass ihr fünfjähriges Mädchen an einer Krankheit leidet, die nie mehr zu heilen ist. Wie soll man da helfen! Wie soll man da trösten! Ich wusste es nicht. „Wirf rein!“, sagte Heinrich, und ich warf meinen Kummer in seinen Müllkorb.

Eines Tages fiel mir auf, dass Heinrichs Müllkorb immer gleich wieder leer war. „Wohin bringst du das alles?“ „In die Krippe“, sagte er. „ist denn so viel Platz in der kleinen Krippe?“ Heinrich lachte. „Pass auf! In der Krippe liegt ein Kind, das ist noch kleiner als die Krippe. Und sein Herz noch viel, viel kleiner.“ Er nahm seinen Kerzenhalter unter den linken Arm und zeigte mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand – wie klein! „Denn deinen Kummer lege ich in Wahrheit gar nicht in die Krippe, sondern in das Herz dieses Kindes. Verstehst du das?“ Ich dachte lange nach. „Das ist schwer zu verstehen. Und trotzdem freue ich mich. Komisch, was?“ Heinrich runzelt die Stirn. „Das ist gar nicht komisch, sondern die Weihnachtsfreude, verstanden?“ Auf einmal wollte ich Heinrich noch vieles fragen, aber er legte den Finger auf den Mund. „Pst!“, sagte er. „Nicht reden! Freuen!“

Eine Geschichte von Dietrich Mendt

Ein Text zum Nachdenken: „Lebens-Weg“

Lebens-Weg:

Es braucht einen Aufbruch.

Den Beginn von etwas Neuem.

Hervorgebracht aus dem Alten.

Losgelöst aus nicht mehr Funktionierendem.

Hoffnung auf etwas Besseres.

Heraus aus der Komfortzone!

Sich öffnen für den Weg.

Ob gerade oder krumm.

Ich bin nicht allein.

Ich weiß mich geleitet.

Von dem Einen, von den Vielen.

Wir alle sind Weggefährten.

Hin zu dem Ziel, das ich kenne.

Das wir alle kennen.

Weil wir auf dich vertrauen.

Auf deinen Plan für uns.

Du weist uns den Weg.

Diesen Weg nennen wir „Leben“.

Angela Eckerstorfer

winterweg

Die Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht allen betreuenden und pflegenden Angehörigen eine wunderschöne, geruhsame und entspannte Weihnachtszeit mit allen Menschen, die Ihnen wichtig sind.  Eine Zeit, in der sie wieder Kraft sammeln können, um sich für IHREN Weg zu öffnen!

lesenswerter Artikel zur Ungerechtigkeit des Pflegeregresses für pflegende Angehörige

Ein interessanter Artikel von Christine Haiden (erschienen bei Haiden am Donnerstag in den OÖN) beschäftigt sich mit dem Thema Pflegeregress und einer möglichen Ungerechtigkeit für betreuende und pflegende Angehörige. Lesenswert!

Was sagen Sie zu diesem Thema?

Artikel Haiden

 

Mundartgedicht Advent

christmas-2984210__340.jpgSpannung

I kann mas nu guad denga

wias gwen is

de Zeit vor Wheinachtn.

Jedn viertn Tag a Tial

von Adventkalenda aufmocha-

bei vier Kinder und oan Kalenda

geht se des net öfta aus.

Umso mehr hats uns blangt,

dass ma scho beim vierazwoanzga einischaun.

Ma mochats ja eh glei wieda zua

und koana hät was gmerkt.

Und i hea nu mei Muatta sagn :

,,MA MUASS A WOS DAWOATN KINNA !“

Allen Pflegenden Angehoerigen eine friedvolle Adventzeit

(Lydia Neunhäuserer)

Einen herzlichen Dank an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin, Hedwig Koller für diesen Beitrag!

Wir wünschen allen betreuenden und pflegenden Angehörigen einen besinnlichen Advent!