Nachgefragt: Haus- und Heimservice

Rosa M. ist 87 Jahre alt und wohnt alleine in ihrer 65m2 Wohnung in Wels. Die rüstige Pensionistin hat bis zu ihrem Schlaganfall ihren Haushalt völlig ohne fremde Hilfe erledigen können. Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkung braucht sie nun aber Hilfe beim Reinigen der Wohnung. Zuerst hat ihre Tochter das Putzen der Wohnung neben ihrem Vollzeitjob übernommen. Seit einiger Zeit hat Frau M. eine Reinigungsdame über das Haus- und Heimservice und ist damit sehr zufrieden. Auch für ihre Tochter ist das eine Erleichterung. Sie ist auch froh, dass durch das Haus- und Heimservice jemand kommt, der nach dem Rechten sieht.

Wann kann das Haus- und Heimservice in Anspruch genommen werden?

Welche Tätigkeiten übernimmt das Haus- und Heimservice?

Wie sieht der Weg zur Inanspruchnahme eines Haus- und Heimservices aus?

Was kostet das Haus- und Heimservice?

Welche Mitarbeiter*innen kommen beim Haus- und Heimservice zum Einsatz?

Die Antworten zu diesen Fragen finden Sie auf der Pflegeplattform unter dem nachstehenden Link:

https://www.pflegeinfo-ooe.at/news/nachgefragt-haus-und-heimservice

Neue Förderung für Angehörige

Die Betreuung und Pflege von Angehörigen erfordert neben viel Geduld und Einfühlungsvermögen oft auch Fachwissen. Mit dieser Zuwendung soll die Möglichkeit, einen Pflegekurs oder eine Schulung zu besuchen, auch finanziell gefördert werden. Denn Wissen schafft Sicherheit im Tun, soll die Pflege zu Hause erleichtern und physischer und psychischer Überlastung entgegenwirken.

Unter Pflegekursen sind solche Schulungen zu verstehen, die das Wissen und die Kenntnisse in den Bereichen Pflege und Betreuung verbessern. Die Kurse können sich beispielsweise mit Basiswissen, Sturzvermeidung, Umgang mit dementiellen Beeinträchtigungen oder auch mit Tipps zur Körperpflege befassen. Auch für die Teilnahme an Online-Kursen kann ein Zuschuss gewährt werden.

Voraussetzungen für eine Zuwendung zu den Kosten für Pflegekurse sind:

  • der Bezug von Pflegegeld,
  • ein nahes Angehörigenverhältnis und
  • ein Einkommen der*des nahen Angehörigen unter monatlich € 2.000,- netto.

Pro Jahr können Kurskosten bis maximal € 200,- gefördert werden. Der Antrag ist direkt an das Sozialministeriumservice OÖ zu richten. Beizulegen sind aktuelle Einkommensnachweise, die Rechnungen des absolvierten Pflegekurses und ein Nachweis über die Absolvierung des besuchten Kurses.

Den Antrag sowie die Richtlinien finden Sie hier.

Auch wir bieten einige Kurse an, bei denen man die Förderung beantragen kann. Im nachstehenden Link können Sie sich über diese informieren:

https://www.caritas-pflege.at/oberoesterreich/pflegende-angehoerige/veranstaltungen

Unsere Mitarbeiter*innen stellen sich vor

Heute im Interview mit Sonja Zauner

Tätigkeit: Leitung der Servicestelle Pflegende Angehörige

(Foto: Heike Wöckinger, Heidelinde Braier Bewohnerin des Seniorenwohnhauses Karl Borromäus und Sonja Zauner)

Was bedeutet für dich

Gesundheit  – ohne Gesundheit ist alles nichts. Gesundheitsvorsorge und Krankheitsprävention stehen für mich an oberster Stelle. Gesunde Ernährung, Bewegung, Selbstfürsorge und Kräuterheilkunde. Übernahme von Selbstverantwortung für meine Gesundheit. Wissen was meiner Gesundheit zuträglich ist und was nicht.

Freude habe ich wenn es meiner Familie gut geht. Wenn ich  gute Gespräche führen kann, wenn ich helfen konnte, wenn ich ein paar Stunden für mich alleine bin, wenn ich im Wald spazieren gehe, in der Natur sein kann, wenn ich mit meinem Partner gemeinsame Zeit verbringen kann. Wenn mein Enkelkind Matthias mit der Zugposaune spielt. Wenn meine Tochter mich umarmt, wenn mein Sohn glücklich ist. Freude habe ich mit meinem jetzigen Betätigungsfeld in der Caritas.

Freiheit bedeutet für mich jeden Tag zu entscheiden, welchen Weg ich gehen möchte. Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung für meine Entscheidung zu übernehmen.

Zufriedenheit als Grundzustand ist ein erstrebenswerter Zustand, allerdings bringt uns die Unzufriedenheit oft ein Stück weiter, sofern wir die richtigen Schritte setzen.

Wann hast du zum letzten x

Herzlich gelacht:  Mit meinem Enkelsohn im Kino.

Deine Angst überwunden:  Bei mir sind es eher Sorgen, diese versuche ich durch Gespräche in den Griff zu bekommen, damit sie nicht überhand nehmen.

Aus einem Fehler gelernt: laufend versuche ich es besser zu machen, ob man es gleich Fehler nennt,  sei dahingestellt. Mein Sprichwort „Täglich das Bestmögliche versuchen“.

Etwas Neues ausprobiert:  Ich bin eher bestrebt meine Komfortzone zu verlassen und immer wieder mal Neues auszuprobieren. Letztes Jahr hatte ich mit meinen Naturprodukten und Seifen einen Stand am Adventmarkt, das war eine neue Erfahrung. Ich bin dankbar über die vielen interessierten Menschen und den Erfolg den ich verbuchen konnte.

Was ist dir lieber

Mozart oder Elvis:  Elvis

Wein oder Cola: Wein

Sushi oder Schweinebraten: Schweinebraten

Meer oder Bergsee: Bergsee

Hund oder Katze: Katze

Kino oder Theater: Kino

Aufgabenbereich:

Leitung der Servicestelle Pflegende Angehörige

Beruflicher Werdegang / Ausbildung:

Ich habe an der HAK Eferding maturiert und eine kaufmännische Grundausbildung erhalten. Zunächst war ich in der VOEST Alpine Intertrading einige Jahre als Assistentin im Nahrungs- und Futtermittelhandel tätig und  habe nach ca. 5 Jahren beschlossen in den Gesundheits- und Sozialbereich zu wechseln. Ich hab für ein Jahr im Institut Hartheim als Behindertenbetreuerin gearbeitet. Nach der Geburt meines Sohnes und einer einjährigen Karenzzeit habe ich in der pro mente OÖ geringfügig zu arbeiten begonnen. Die Kombination kaufmännische Tätigkeit und Betreuung und Beratung von langzeitarbeitslosen Menschen stellte für mich eine zufriedenstellende berufliche Aufgabe dar. Als Büroleiterin war ich für die Umschulung und Vermittlung von langzeitarbeitslosen KlientInnen im freien Arbeitsmarkt zuständig. Zahlreiche Aus- und Weiterbildungen im psychosozialen Bereich ergänzten meine kaufmännische Grundausbildung. Nach 11 Jahren in der pro mente OÖ wechselte ich zum Verein für Prophylaktische Gesundheitsarbeit in die Geschäftsführung um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Als kaufmännische Leiterin war ich für den Personalbereich, die Buchhaltung, Finanzen und Controlling zuständig. Nach ein paar Jahren übernahm ich die stellvertretende Geschäftsführung und konnte so maßgeblich an der Entwicklung des gemeinnützigen Vereins mitwirken. Zahlreiche Angebote in der Gesundheitsvorsorge konnte ich gemeinsam mit meinen KollegInnen aufbauen und mitgestalten wie z.B. die Zahngesundheitsförderung in WIEN und Kärnten, der Lovetourbus, die GesundheitspsychologInnen in Kindergarten und Volksschulen, Zahngesundheitstheater für Kinder und Jugendliche, Ausbau der kostenlosen Psychotherapie, zahlreiche Aus- und Fortbildungsangebote in der Gesundheitsvorsorge, Aufbau der Gesunden Gemeinden, Finanzierung der Cliniclowns, Aufbau der Gesunden Dörfer im Burgenland, EU Projekt über Komplementärmedizin gemeinsam mit KNEIPP Instituten in Deutschland und Island,.. Was mich besonders freut ist, dass diese Projekte und Angebote immer noch bestehen und im Gesundheitsvorsorgebereich nicht mehr wegzudenken sind.  Im Laufe dieser Zeit habe ich begonnen mich für Naturheilkunde zu interessieren und machte eine Ausbildung zur Kräuterfachfrau in der Traditionellen Europäischen Medizin. Mittlerweile biete ich laufend Workshops über Kräuterheilkunde und Herstellung von Naturprodukten an. Die Beschäftigung mit den Kräutern und das Kräutersammeln in der Natur stellen für mich einen Ausgleich dar und ist für meine eigene Gesundheit und die Gesundheit meiner Familie ein wichtiger Bestandteil geworden.  Im März 2016 bin ich bei der Caritas im Seniorenwohnhaus Karl Borromäus als Büroleiterin gelandet. Eine anspruchsvolle und herausfordernde Tätigkeit, vielseitig und umfangreich, immer spannend mit täglichen überraschenden neuen Anforderungen. Im Februar 2017 habe ich das Diplom für Lebens- und Sozialberatung erhalten, ein weiterer wichtiger Baustein in meinem beruflichen Werdegang. Nebenberuflich bin ich als Lebens- und Sozialberaterin tätig und begleite Menschen in Krisen und herausfordernden Zeiten. Ich bin dankbar mein Wissen und meine Erfahrungen auf diese Art und Weise weitergeben zu dürfen.  Mit diesen Erfahrungen im Rucksack blicke ich zuversichtlich und dankbar auf die neue berufliche Herausforderung als Leiterin der Servicestelle für Pflegende Angehörige in die Zukunft.

Das wichtige und wertvolle an der Arbeit für pflegende Angehörige ist,

Auf die Situation pflegender Angehöriger in der Gesellschaft aufmerksam machen und Erleichterungen und Entlastungen schaffen um Pflegende Angehörige im anstrengenden Alltag zu unterstützen und zu stärken.

Ausgleich finden …

Kann ich

  • in meinem Kräutergarten,
  • bei der Produktion von Naturprodukten,
  • bei einem Waldspaziergang,
  • bei einer Bergwanderung,
  • beim Kreuzworträtseln,
  • beim Lesen,
  • bei der Veranstaltung von Workshops,
  • bei Beratungsgesprächen
  • in meiner Familie
  • mit meinem Lebenspartner
  • in der Steiermark

Wir bedanken uns bei dir, liebe Sonja, für diesen Beitrag und das Interview und ersuchen dich abschließend um dein Lebensmotto oder einen Lieblingsspruch:

„Ich bin – und dass ich bin, ist an sich schon gut“
Viktor Frankl

Die Zeit

Das Märchen von der geschenkten Zeit

Das Märchen von der geschenkten Zeit In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebten einmal ein König und eine Königin mit ihren drei Töchtern. Von der Ältesten sagten die Leute: „Wie klug sie ist!“ Von der Zweiten meinten sie voller Bewunderung: „Seht, wie fleißig sie ist!“ Wenn sie aber von der Dritten sprachen, hellten sich ihre Gesichter auf: “Sie ist so freundlich und sie kann so wunderbar lachen.“

Eines Tages rief die Königin alle drei Töchter zu sich und sprach: „Es ist an der Zeit, meine lieben Töchter, dass ihr uns verlasst und die Welt kennen lernt.“ Einer jeden legte sie eine kunstvoll gewirkte Tasche über die Schulter, die prall gefüllt war. „Das ist eure Wegzehrung. Ich habe jeder von euch einen großen Anteil meiner Zeit geschenkt. Geht sorgsam damit um. Mehr davon kann ich euch nicht geben.“

Nun ging jede Tochter ihres Weges. Die Erste, die Kluge, war noch nicht weit gegangen, da hatte sie schon eine große Berechnung angestellt, wie sie ihre Zeit möglichst gewinnbringend anlegen könnte. „Gönn uns ein bisschen von deiner Zeit“, wisperten die Blumen am Wegrand. “Wo denkt ihr hin?“, sagte die Kluge, „Zeit ist Geld und das wirft man nicht auf die Straße“, und eilte davon, als hätte sie schon jetzt keine Zeit mehr.

Die Zweite, die Fleißige, hatte sofort eine Beschäftigung entdeckt und arbeitete hastig, denn sie wollte die Zeit ausnutzen. Da rollte ihr ein Ball zwischen die Füße und ein Kind rannte herbei und fragte: „Spielst du mit mir?“ „Jetzt nicht“, sagte die Fleißige eilig, „ich habe keine Zeit! Ich muss heute schon die Arbeit von morgen machen.“ „Spielst du morgen mit mir?“, fragte das Kind. „Nein, das geht nicht, da mache ich die Arbeit von übermorgen.“ „Und dann, hast du dann Zeit?“ „Vielleicht, wenn nichts dazwischenkommt. Aber jetzt nimm deinen Ball und stiehl mir nicht meine Zeit!“ Da ging das Kind und wartete auf übermorgen.

Die dritte Tochter aber kam nicht weit. Nur bis zu einer Bank am Ententeich. Da saßen ein paar alte Leute und schwiegen sich an. Sie hatten sich schon alles erzählt und etwas Neues fiel ihnen nicht mehr ein. „Hast du ein bisschen Zeit? Komm, setz dich zu uns!“ „Aber sicher“ sagte die Königstochter mit lachendem Gesicht. „Ich hab viel Zeit geschenkt bekommen. Davon kann ich euch doch abgeben.“ Schon langte sie in ihre Tasche und fragte die alten Leute nach ihrem Leben. Und die erzählten ihr viel und als sie sich verabschiedet hatte, hörte sie die Alten von weitem noch reden und lachen. Nun war ihnen so viel eingefallen, was sie beinahe schon vergessen hatten.

„Nach einem Jahr“, hatte die Königin den drei Töchtern gesagt, „kommt ihr noch einmal zurück und erzählt uns, wie es euch ergangen ist.“ Als das Jahr herum war, schickte die Älteste einen teuren Blumenstrauß mit einem kleinen Gruß daran: „Liebe Eltern, habt Dank, aber ich kann euch nicht besuchen. Es wäre unklug. Der weite Weg zu euch würde mich zu viel Zeit kosten.“

Die Zweite kam in allerhöchster Eile und erzählte von der vielen Arbeit, die nun liegen bleiben musste, und war im Herzen schon wieder abgereist, ehe sie angekommen war.

Die Dritte aber kam etwas zu spät, denn sie hatte unterwegs Blumen gepflückt, die sie der Mutter mitbringen wollte. „Hattest du denn so viel Zeit übrig?“, fragte die Mutter. „Aber sicher“, sagte die Tochter. „Du hattest mir ja gar nicht verraten, dass die Tasche sich immer wieder füllt! Je mehr Zeit ich verschenkt habe, desto mehr fand ich darin.“ „Du bist die Einzige“, sagte die Mutter lächelnd, „die das Geheimnis der geschenkten Zeit erfahren hat.“

Verfasser: Unbekannt

Das Leben ist Schnelllebig geworden. Die Zeit läuft und wir haben noch immer nicht alles erledigt, was wir uns vorgenommen haben.

Kennst du das auch? Wie gehst du mit deiner Zeit um? Schenkst du Zeit an Menschen, die dir wichtig sind? Nimmst du Zeit von Menschen an? Oder eilst du durch die Zeit, um alle Arbeit erledigt zu bekommen? Vielleicht kannst du dir etwas Zeit nehmen und Gedanken dazu machen, was liegen bleiben kann, welche Arbeiten können vernachlässigt werden, um Zeit mit anderen zu verbringen.

Diese gemeinsame Zeit ist nicht nur ein Geschenk und eine Wertschätzung deinem Gegenüber, sie bringt dem Anderen und auch dir Nutzen. Sie gibt Kraft, lässt einen Lachen, Erinnerungen teilen, Neues entdecken. Die Zeit bleibt immer gleich, sie wird nicht mehr und auch nicht weniger. Es liegt in unserer Hand, wie wir sie nutzen. NEHMEN WIR UNS DIESE ZEIT!

Foto: pixabay

Die heilig’n drei Könige

Die heiligen drei Könige mit ihrigem Stern
die kommen gegangen, ihr Frauen und Herrn.
Der Stern gab ihnen den Schein
ein neues reich geht uns herein.


Die heiligen drei Könige mit ihrigem Stern
sie bringen dem Kindlein das Opfer so gern.
Sie reisen in schneller Eil
in dreizehn Tagen vierhundert Meil.


Die heiligen drei Könige mit ihrigem Stern
knien nieder und ehren das Kindlein, den Herrn.
Eine selige, fröhliche Zeit
verleih uns Gott im Himmelreich.

Volkstümliches Lied aus dem 18. Jhdt.

Foto: pixabay

Neujahr

„Das neue Jahr sieht mich freundlich an,

und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und Wolken

ruhig hinter mir.“

Johann Wolfgang von Goethe

Foto: pixabay

Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht Ihnen ein gutes neues Jahr mit vielen schönen Momenten, erfreulichen Begegnungen und wohltuenden Gesprächen!