Buchtipp: „Ich kann doch nicht immer für dich da sein“

Ich kann doch nicht immer für dich da sein
Wege zu einem besseren Miteinander von erwachsenen Kindern und ihren Eltern
Autoren: C. Kazis und B. Ugolini,
Piper-Verlag GmbH, ISBN 978-3-492-26385-6

„Fühlen Sie sich bei ihren alten Eltern nicht zu sehr zu Hause. Fühlen Sie sich eher wie zu Besuch bei alten Bekannten.“
„Wer A sagt, muss nicht immer auch B sagen. Er kann auch aus dem Alphabet aussteigen, wenn die Situation es erfordert.“
„Letzte Wünsche sind auch nur Wünsche. Sie sind niemals Befehle. Sagen Sie es, wenn Ihnen ein Wunsch unerfüllbar erscheint“

Das sind drei Hinweise aus den Rubriken „Guter Rat und gar nicht teuer“ aus dem Buch „Ich kann doch nicht immer für dich da sein“ von Cornelia Kazis und Bettina Ugolini.
Eine Journalistin und eine Gerontopsychologin beschreiben einfühlsam und mit viel Erfahrung die Beziehungen zu Eltern, die älter werden und auf Unterstützung angewiesen sind.

  • Wie schafft man Nähe und gibt Hilfe, ohne das eigene Leben über die Maßen zu belasten?
  • Was bedeutet es, wenn man sich zur Ruhe setzen möchte und die alten Eltern immer mehr Unterstützung benötigen?

Mit diesen und mehr Fragen beschäftigt sich das Buch auf eine sehr realistische und positive Art und Weise.

In 14 Kapiteln wird die Lebenswirklichkeit von alten Menschen und betreuenden und pflegenden Angehörigen beschrieben: Von „Alte Rollen und neue Wege“ bis zu „Zeit und Geld“ reicht dieses Spektrum. Themen wie der scheinbare Rollentausch zwischen alten Eltern und erwachsenen  Kindern, wie Autofahren im Alter, Denkverboten und Gefühlstabus werden aufgegriffen und zur Sprache gebracht. Sachliche Informationen zu den jeweiligen Gebieten wechseln mit „Fallbeispielen“. Es werden Lösungsansätze aufgezeigt, Perspektivenwechsel wird möglich. Insgesamt – bei aller realistischen Schilderung der Problematik der Eltern-Beziehung ein sehr positives Buch, das sicherlich dazu beitragen kann, die Zeit der Betreuung und Pflege zu einer guten Lebenszeit werden zu lassen.

Text: Sophia Palkoska, Mitarbeiterin der Servicestelle Pflegende Angehörige

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s