BUCHtipp „Alzheimer & Demenzen verstehen“

 „Alzheimer & Demenzen verstehen“
Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung.

Autoren: Prof. Dr. Wolfgang Maier, Prof. Dr. Jörg B. Schulz, Prof. Dr. Sascha Weggen, Dipl. –Psych. Stefanie Wolf

Verlag: Trias, März 2011
ISBN: 978-3-8304-6441-9

Dieses Buch ist ein ideales Handwerkzeug und Wegbegleiter für pflegende Angehörige. Die Inhalte sind strukturell aufgebaut und sehr übersichtlich gestaltet. Die Autoren beschreiben die Symptome „Wie zeigt sich die Krankheit“, „Welche typischen Warnzeichen gibt es?“ bis hin zu den unterschiedlichen Demenzformen.

Sehr ausführlich werden Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten angeführt, unter den Überschriften „Kann man einer Demenz vorbeugen“ oder „Trainieren Sie Ihren Körper“ findet man Ansatzpunkte und Möglichkeiten, die jeder einzelne bei sich selbst oder seinen Angehörigen anwenden kann. Wichtige und nützliche Informationen über die medikamentösen und nicht medikamentösen Behandlungsformen sowie ein liebevoller und wertschätzender Umgang mit den Betroffenen werden erläutert.

Die Autoren untermauern und belegen die Theorie mit Beispielen aus der Praxis, wie „Er fand die Toilette nicht mehr“, „Die Kartoffeln werden manchmal sehr klein“ oder „Ein Tandemfahrrad war die Lösung“.

Durch die farbliche Gestaltung  ist dieses Buch meiner Ansicht nach gut aufgebaut. Tipps findet man zu jedem Kapitel zusammengefasst in einem Kästchen. Somit kann man sich schnell einen Überblick verschaffen.

Die unten angeführte Leseprobe zeigt, dass das Gefühlsleben bei Menschen mit Demenz erhalten bleibt.

Leseprobe: „Achten Sie auf Gefühle und Gefühlsregungen“

„Menschen können sich auch auf einer Gefühlsebene austauschen. Denken Sie daran, dass das Gefühlsleben bei Demenzkranken erhalten bleibt. Demenziell erkrankte Menschen registrieren und verarbeiten Stimmungen und Einstellungen ihres Gegenübers auf der Gefühlsebene, auch wenn sie dafür keinen sprachlichen Ausdruck mehr finden können. Versuchen Sie, Vertrauen herzustellen, aufrechtzuerhalten und dieses nicht zu enttäuschen oder infrage zu stellen – auch wenn das manchmal schwer fällt. Achten Sie auf Gefühlsregungen des Kranken und versuchen Sie, darauf einzugehen und einfühlsam zu reagieren.“ (Buch S. 119)

Ich empfehle dieses Buch Angehörigen und Betroffenen, die mehr über die Krankheit, die Behandlungsmöglichkeiten und wie man den Alltag gestalten und  meistern kann, erfahren möchten. Somit wünsche ich Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen.

Mag. (FH) Andrea Anderlik
(Heimleitung Caritas Seniorenwohnhaus St. Anna in Linz)

Nähere Informationen zu diesem Buch auch unter:
https://www.thieme.de/de/presse/alzheimer-und-demenzen-verstehen-29462.htm

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