Von der Schwere und Last zu etwas mehr Leichtigkeit

„Das Leben ist vieles nicht, aber eines mit Sicherheit:
Ein Abzählreim.
Man zählt die Jahre, nimmt Maß, unterteilt, vergleicht,
bewertet, bringt die Saat aus, erntet,
zählt die Erbsen, versucht zu ordnen,
und damit ein bisschen zu beherrschen,
aber immer läuft es auf eine Pointe namens Tod hinaus („raus bist du“).
Unser Dasein ist von vorn bis hinten inkonsequent,
die Pointe scheint die einzige Konsequenz zu sein.
Vorher müssen willkürliche Zusammenhänge hergestellt werden,
was hängt an was wie fest mit welchem Klebstoff,
dass nicht alles gleich aus dem sprichwörtlichen Leim geht?
Wir stochern wie irgendwelche metaphysische Störche im Nebel nach Fröschen in Aspik.
Man möchte das unübersichtliche Chaos nicht so einfach hinnehmen,
das ja bekanntlich auch gar kein Chaos ist, sondern
eine eigene Ordnung mit eigenen Regeln.“

Von Ted Rubinowitz (Der Standard vom 28. Sept. 2013)

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