Heilkräuter 1×1 – Die Schlüsselblume

Die Schlüsselblume

Foto: Julia Wiesenhofer

Die Schlüsselblumen sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr erblühen. Leider wird die Schlüsselblume wegen der Umweltverschmutzung und der modernen Landwirtschaft immer seltener und steht daher auch unter Naturschutz (darf nicht gesammelt werden!). Man kann sie aber im Garten gut selbst anbauen und dann für Heilzwecke einsetzen. Die Schlüsselblume mag die Sonne und schwere Böden.

Heilende Wirkung der Schlüsselblume
Die Schlüsselblume hat eine entkrampfende und schleimlösende Wirkung. Ihre Heilkraft wird zum Beispiel  bei verschleimtem Husten eingesetzt. Darüber hinaus wirkt sie auch bei nervösen Beschwereden, Kopfweh, Migräne und Neuralgien (Nervenschmerzen).

Die Schlüsselblume soll auch ein geschwächtes Herz stärken und ist in der Naturheilkunde für ihre harn- und schweißtreibende, blutstillende und -reinigende sowie für ihre schmerzlindernde Wirkung bekannt. Zudem hilft sie gegen Wasseransammlungen in den Füßen.

Sagenhaftes
Die heilige Hildegard von Bingen bezeichnete die Schlüsselblume als Himmelsschlüssel, der den Himmel aufzuschließen vermag. Sie setzte sie gegen depressive Zustände und als wärmende Pflanze ein.
Pflanzt man Schlüsselblumen in den Vorgarten so sollen sie angeblich ungewollte Besucher fernhalten.

Die Wirkung gegen Husten ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt.

Anwendungen
Die Schlüsselblume kann zur Zubereitung von Tees, Sirups sowie für Umschläge bei Gliederschmerzen verwendet werden.

Schlüsselblumentee

  • 2 TL Schlüsselblumenwurzeln oder Schlüsselblumenblüten
  • 250 ml kochendes Wasser

Wurzeln oder Blüten mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Pro Tag können mehrere Tassen davon getrunken werden.

Für einen Frühjahrs-Tee können Sie Schlüsselblumen-Blüten mit folgenden Kräutern mischen: Birkenblätter, Brennesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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