Vom guten Sterben!

Sterben ist Teil unseres Lebens.
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Sowie Geburt ein besonderes Ereignis ist, kann auch das Hinübergehen als solches angenommen werden. Viele fürchten nicht den Tod, eher das Leiden.

Meine Erfahrungen mit Sterbenden sind sehr vielfältig, so vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen sind. Das gute Sterben ist nicht für alle Menschen dasselbe Sterben.

Der Tod ist universal, das Sterben individuell.
Gut sterben heißt den je eigenen Tod sterben.

Jeder Mensch stirbt anders, so dass man nie sagen kann – „Ich weiß wie es geht“.
Schon der nächste Sterbende belehrt mich eines Besseren.

Es ist ein  komplexer, für uns nie ganz durchschaubarer Vorgang.
Es wird immer ein Mysterium bleiben.

Sterben heißt „Loslassen“ – ob ein Sterbender loslassen kann,
hängt im hohen Maße von seiner Beziehung zu den Angehörigen,
und seiner Lebensgeschichte ab.
Loslassen ist ein Lebensthema und jeder Abschied ist ein kleiner Tod.
Er ermahnt uns an den Letzten – das sollten wir ein Leben lang lernen.

Text: Annemarie Aichinger, Pensionierte Altenheimseelsorgerin
Ehrenamtl. Mitarbeiterin der Servicestelle Pflegende Angehörige

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