„Gutes Sterben erfordert mehr als die Respektierung der Autonomie“

Foto: Heinz Häubl

Foto: Heinz Häubl

„Gutes Sterben erfordert mehr als die Respektierung der Autonomie“ – Giovanni Maio, ein deutscher Mediziner, Philosoph und Universitäts-professor für Bioethik.

Kernaussage aus einem Artikel 2011 – Zur Bedeutung der Gelassenheit am Ende des Lebens:

„Jeder Mensch wird nicht anders können, als sich irgendwann in die Helfende Hand eines anderen Menschen zu begeben. Wer diese Hand kategorisch ablehnt und das Leben lieber vorher abbrechen möchte, macht sich selbst zum Opfer eines lebensverneinenden Kontrollimperativs.“

.. die Patientenverfügung suggeriert, dass die Würde im Sterben nur gewahrt werden kann, wenn die Kontrolle über das Leben erhalten bleibt.
.. dabei wird verkannt, dass das Sterben gerade dadurch charakterisiert ist, dass es sich der absoluten Kontrollierbarkeit entzieht.

„Nur wenn man sich von dem Bestreben freimacht, auch im Sterben alles unter Kontrolle zu halten, wird man erst befähigt sein, das Sterben als Teil des Lebens anzunehmen.“
Maio spricht von der Notwendigkeit einer Kultur der Angewiesenheit.

„Eine humane Medizin müsste letzten Endes eintreten für eine Kultur, in der das Angewiesensein nicht als Defekt, sondern als Ausgangspunkt und Bestandteil
einer humanan Medizin und Welt erfahren werden kann.“

Fazit
„Je mehr die Medizin das Sterben technisiert und zuweilen sterbende Menschen am Sterben hindert, desto mehr prägt die Angst vor dem Sterben in der Medizin das Bewusstsein der Menschen.“

Herzlichen Dank an Heinz Häubl für diesen Beitrag!

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