Ausgleich von Geben und Nehmen: Danken

DSCN0458Im letzten Beitrag war vom fehlenden Danke die Rede, das oft den Grund in der Beziehungsgeschichte der betroffenen Menschen hat. Wenn es möglich ist, stellt das Danken aber tatsächlich auch eine Möglichkeit des Ausgleichs beim Nehmen und Geben dar.

Ein Text von Bert Hellinger formuliert das in sehr treffender Weise: „Mit dem Danken drücke ich mich nicht vor dem Geben. Doch es ist manchmal die dem Nehmen einzig angemessene Antwort. Zum Beispiel für einen Behinderten, oder für einen Kranken, oder für einen Sterbenden und, manchmal, auch für einen Liebenden.

Hier kommt neben dem Bedürfnis nach Ausgleich auch jene elementare Liebe mit ins Spiel, welche die Mitglieder eines sozialen Systems anzieht und zusammenhält, ähnlich wie die Schwerkraft die Körper im All. Diese Liebe begleitet das Nehmen und Geben und geht ihm voraus. Beim Nehmen zeigt sie sich als Dank.

Wer dankt, erkennt an: „Du gibst mir unabhängig davon, ob ich es je vergelten kann, und ich nehme es von dir als ein Geschenk.“ Und wer den Dank annimmt, sagt: Deine Liebe und die Anerkennung meiner Gabe sind mir mehr wert als alles, was du sonst noch für mich tun magst.“
Im Danken bestätigen wir uns daher nicht nur mit dem, was wir einander geben, sondern auch mit dem, was wir füreinander sind.“ (Bert Hellinger, Die Mitte fühlt sich leicht an.)

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