Vom LosLASSEN und „Ja“ sagen

LosLASSEN ist mein Thema.

Am besten kann man das Wort LOSLASSEN mit „Abschied“ und „lösen“ verbinden. Im Volksmund verwendet man dieses Wort  sehr oft.
Sich von etwas zu lösen ist meist schwer, ganz besonders beim Loslassen von geliebten Menschen.

Ich habe auch schon gehört, wie Angehörige sterbender Menschen dieses Wort verwendet haben – in der Hoffnung, diesem das Abschied nehmen zu erleichtern.Unser Leben kennt aber sehr viele Abschiede und Los-Lass-Situationen. Ob von der Heimat, Freunden, Kindern, geliebten Menschen, vertrauten Dingen usw.

Ich meine, dass das ganze Leben mit Abschieden und loslassen zu tun hat. Wichtig ist dabei, den richtigen Zeitpunkt zu finden um etwas los zu lassen, damit das Leben im Augenblick gelingen kann.

Foto: Heinz Häubl

Foto: Heinz Häubl

Besonders denke ich an Pflegende Angehörige für die es oft nicht einfach ist, sich los zu lösen von schwierigen Pflegesituationen.
Aber meine Frage ist: Wie geht Loslassen? Kann man das lernen?

…sagst du schon Ja
zu den Tränen des Abschieds,
sagst du Ja zu Hoffnungen,
die sich nicht erfüllen,
zu Anfängen, die unvollendet bleiben.
Wenn du beginnst zu lieben,
sagst du schon Ja
zu den Schmerzen des Loslassens.
Wenn du beginnst zu lieben, sagst du schon Ja zu jemanden,
der seinen eigenen Weg geht,
den du nicht halten kannst, der sein eigenes Ziel hat.
Wenn du beginnst zu lieben, sagst du schon Ja.
–  Ruth Rau

Text: Hedwig Koller, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Servicestelle für pflegende Angehörige

Ein Gedanke zu „Vom LosLASSEN und „Ja“ sagen

  1. Loslassen beginnt mit dem ersten Atemzug – ich lasse vom geschützten Mutterleib los – und endet mit dem letzten Atemzug – ich lasse los von dieser Welt. Loslassen gehört zu unserem Leben und ist notwendig, um gesund zu bleiben. Menschen, die immer alles krampfhaft festhalten wollen, verkrampfen sich und werden krank oder sie bemerken, dass man sich trotzdem von Menschen oder Dingen verabschieden muss. Und das ist gut so, denn nur wenn sich eine Türe schließt, kann sich eine neue Türe öffnen, nur wenn ich mein Seelenhaus entrümple und ich mich von alten Dingen trenne, kann ich Platz für etwas Neues schaffen.
    Vor allem Angehörigen von Menschen mit Demenz fällt dieses loslassen schwer. Es gelingt kaum zu akzeptieren, dass die Erkrankung geänderte Verhaltensweisen und eine neue Form des Miteinanders bedarf. Für alle jene möchte ich gerne einen Gedanken mitgeben „nicht traurig sein, dass es vorüber, sondern dankbar sein, dass es gewesen“ und die Chance leben lassen, dass eine neue Qualität der Beziehung entstehen kann.

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