„Meine Oma hat Demenz“ – eine Enkelin erzählt…

hands-1209337_1920Hallo, mein Name ist Jasmin.

Wir haben vor ca. drei Jahren die Diagnose Demenz bei meiner Oma erhalten. Ich arbeite selber in dem Beruf Fachsozialbetreuerin Altenarbeit und für mich war und ist es nur ganz schwer zu akzeptieren, dass meine geliebte Großmutter nie wieder so sein wird wie sie einmal war.

Seit der Diagnose hat sich der geistige Zustand meiner Oma ziemlich verschlechtert, wir haben seit ungefähr einem halben Jahr eine 24-Stunden Betreuung, weil wir unbedingt Unterstützung brauchten. Mittlerweile geht es Oma schon ganz schlecht. Obwohl wir die Pflegerinnen haben, sind wir fast jeden Tag bei ihr und versuchen sie ein bisschen aufzuheitern. Sie genießt es sichtlich, wenn ich und meine Mutter bei ihr sind. Ich könnte noch so viel erzählen und berichten aber dann würde ich bis morgen früh sitzen. Ich kann nur sagen, dass ich enormen Respekt vor pflegenden Angehörigen habe, da ich jetzt beide Seiten kenne und es nicht einfach ist, seine Eltern oder Großeltern zu pflegen.

Nehmt euch trotzdem viel Zeit für euch selber und unternehmt was mit Freunden, weil ihr genau so wichtig seid wie eure Eltern oder Großeltern.

Alles Gute und viel Glück, Jasmin

Wir sagen ein ein herzliches DANKESCHÖN an Jasmin für diesen Beitrag!

2 Gedanken zu „„Meine Oma hat Demenz“ – eine Enkelin erzählt…

  1. Hat dies auf 24-STUNDEN-BETREUUNG rebloggt und kommentierte:
    …Jasmin hat es richtig erkannt. Man darf über die Liebe und Fürsorge für einen Angehörigen sich selbst nicht vergessen!
    Wenn man sich die Zeit für sich selbst nimmt, um zu regenerieren und um Energie zu sammeln, haben auch pflegebedürftige Angehörige viel davon. Nämlich wenn man ihnen wieder ausgeruht und entspannt begegnen kann.
    Vielen Dank, Jasmin

  2. Hallo mein Name ist Gregor. Ich pflege meine an Demenzerkrankte Ehefrau, stufe 3 mittlerweile fast vier Jahre. Freunde und Famielienmittglieder wanten sich ab weil sie nicht mit der Situation zurechtkamen. Das alles war schon zum verzweifeln. Eines abens fand ich im Netz ein Forum, pflegende Angehörige von Demenzkranken. Dort werden viele, sehr schwere Schicksale geschildert und gute Hilfestellungen gegeben.
    Das gute ist, man ist mit seinen Ängsten und Sorgen nicht alleine.
    Dort lernte ich eine Frau kennen, die ihren Mann pflegt. Bei unseren Partnern, die immer im Vordergrund stehen, verläuft die Krankheit identisch, wenn auch zeitversetzt. Durch diese herzliche Verbindung sehen wir „Licht am Ende vom Tunnel. Wir beide tauschen uns täglich aus und können auch wieder lachen. Das kommt unseren Lieben auch zugute, denn eine positive Einstellung zum Leben, macht die Pflege nicht einfacher, aber leichter. Wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
    Alles Gute für die, die in unseren „Schuhen“ gehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s