Vergänglichkeit

In zerbrechlichen Gefäßen

Alles, was lebt, ist vergänglich.
Zerbrechlich und endlich
wie der Löwenzahn im Wind.

Vieles von dem,
was wir in dieser Welt
als kostbar erachten,
ist zerbrechlich und vergänglich,
Windhauch nur
und flüchtiges Sein.

Doch hab keine Angst.
Was zerbricht, ist nur die Schale.
Was vergeht, ist nur der Leib,
die Form nur, das Gefäß,
in dem das Leben sichtbar
sich ausdrückt für kurze Zeit.

Das Leben selbst, das bleibt.
Es kann nicht sterben.
Es lebt sich weiter
in immer neuen Gefäßen,
sucht stets neue Heimat
in neuem Sein.
Gebiert sich fort
von Leben zu Leben,
durch Verwandlung hindurch
ersteht es stets neu.

Auch der Mensch ist zerbrechlich,
vergänglich und endlich
wie ein Wesen im Wind.

Vieles von dem,
was wir in dieser Welt darstellen,
was wir scheinen und schaffen,
ist zerbrechlich und vergänglich,
Windhauch nur
und flüchtiges Sein.

Doch hab keine Angst.
Was zerbricht, ist nur die Schale.
Was vergeht, ist nur der Leib,
die Form nur, das Gefäß,
in dem unsere Seele sichtbar sich ausdrückt in dieser Welt.

Wir aber bleiben.
Wir können nicht sterben.
Wir leben weiter
in der Unendlichkeit Gottes,
in der ewigen Heimat,
im neuen Sein.

Verwandelt im Sterben,
neu geboren im Tod,
zu Grunde gegangen
erstehen wir neu.

Aus dem Heft v. Marianne Pichlmann
Eigenverlag, Redlham2015
Druck u. Herstellung: Moserbauer, 4910 Ried/I

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