Im GLEICHGEWICHT bleiben-trotz Betreuung und Pflege

Das Betreuen und Pflegen von Angehörigen kann eine herausfordernde Aufgabe darstellen.

Die Mehrfachbelastung durch Pflege, Beruf und eigener Familie ist für pflegende und betreuende Angehörige eine große Herausforderung. Die Lebensplanung der Pflegenden tritt in den Hintergrund, der Tagesablauf ist von der Versorgung der Familienmitglieder geprägt. Im Laufe der Pflegezeit, dabei sind 10 bis 15 Jahre keine Seltenheit, kann die Belastung erdrückend werden und Menschen immer wieder an die persönlichen Grenzen führen. Das wirkt sich auch auf deren Gesundheit aus.

Etwa 70% der betreuenden und pflegenden Angehörigen leiden unter körperlichen und psychischen Belastungen (Quelle: ÖBIG, 2005) .Laut eines Studienprojektes „Gesprächsgruppen für Pflegende Angehörige“ der FH OÖ werden pflegende Angehörige häufiger krank als die Durchschnittsbevölkerung und sind anfälliger für stressbedingte Krankheiten:

Im körperlichen Bereich sind Kreuzschmerzen, Schmerzen im Schulter-und Nackenbereich und Gelenksschmerzen die am häufigsten auftretenden Symptome. Seelisch kann  Ermüdung, Unruhe oder das Gefühl der Monotonie in den Vordergrund treten.

Um seelisch und körperlich gesund zu bleiben ist es als betreuender und pflegender Angehöriger wichtig, nicht nur gut für den Angehörigen sondern auch gut für sich selbst zu sorgen, denn: „Geht es Ihnen gut, geht es der Familie gut.“

(Einen herzlichen Dank an Helene Kreiner-Hofinger für diesen Beitrag!)

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In unserer neuen Reihe „Im Gleichgewicht bleiben-trotz Betreuung und Pflege“ widmen wir uns ab jetzt in regelmäßigen Abständen verschiedenen Möglichkeiten, gut auf sich zu schauen: in dem man bpw. seinen Perfektionismus runter-schraubt, regelmäßige Pausen macht, sich positive Aktivitäten nicht nehmen lässt, Nein-sagen lernt oder ohne schlechtes Gewissen Hilfe von außen hinzuzieht und Urlaubs-Auszeiten einlegt,…! Das nächste Mal widmen wir uns ausführlicher dem Thema der Entspannung. Im GLEICHGEWICHT bleiben- trotz Betreuung und Pflege Teil 2: Entspannung

Ganz wichtig ist es außerdem,  sich vorab- oder auch während der Übernahme einer Pflegesituation immer wieder eine Frage zu stellen:

Will ich, kann ich, muss ich pflegen? Es ist auch in Ordnung, Betreuung und Pflege abzugeben oder aufzuteilen.

Dazu ein schon veröffentlichter, interessanter Beitrag von unserem BLOG:

Will ich, kann ich, muss ich pflegen?

 

 

Ein Gedanke zu „Im GLEICHGEWICHT bleiben-trotz Betreuung und Pflege

  1. Pingback: Im GLEICHGEWICHT bleiben- trotz Betreuung und Pflege Teil 2: Entspannung | Pflegende Angehörige

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