Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege: Teil 2 achtsames Denken

Im zweiten Teil unserer Reihe „Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege“ steht das achtsame Denken im Mittelpunkt.

dandelion-2997724_1920Täglich kreuzen 40- 60 tausend Gedanken unseren Geist!

Gehirnforscher fanden heraus, dass wir nur
3% aufbauende Gedanken haben
25% destruktive, negative Gedanken
72% unbedeutende Gedanken haben.

Das bedeutet konkret pro Minute
43 unbedeutende Gedanken,
15 negative Gedanken und
2 positive Gedanken.

Achtsames Denken! Leichter gesagt als getan. Aber wir können lernen, die Verantwortung über unsere Gedanken zu übernehmen.

Wir machen die Erfahrung, dass unsere Gedanken von einer Sache zur nächsten springen, manchmal drehen sie sich auch nur um eine Sache –sie drehen sich im Kreis. Es ist als hätten unsere Gedanken ein Eigenleben. Manche lassen uns nicht mehr los, wenn Dinge geschehen, die uns sehr nahe gehen. Wir sind nicht mehr Herr im eigenen Haus! Sollten wir doch meinen, wir bestimmen was wir denken! Wenn es unangenehme Wahrnehmungen, Erinnerungen od. Zukunftsvorstellungen sind die sich ständig wiederholen – zerrt das an den Nerven, es macht uns fertig.

Was können wir tun um aus diesem Gedankenkarussel auszusteigen?

  • Man kann das Gehirn gezielt auf positive Ansätze trainieren.
  • Menschen meiden die bewusst nur von Negativem reden (Erdbeben, Krankheiten…)
  • Bewahren sie sich ihr Kindsein, Lachen und Blödeln, probieren sie mutig Neues aus.
  • Bei wiederkehrenden dunklen Gedanken und Ängsten kann man sich eine “Stopptafel“ vorstellen
  • an etwas Erfreuliches denken wie z.b. ein schöner Ausflug, Reise, positive Bilder herholen, meine Katze streicheln, …

Auch die Selbstliebe ist ein wunderbares Instrument um unsere Gedanken positiv zu beeinflussen.

  • Selbstliebe ist wichtig, denn wer sich selbst mag, geht auch positiv auf andere zu und erhält selbiges zurück.
  • Betrachten sie jeden Tag drei Minuten lang ihr Spiegelbild und lächeln sie (sagt dem Gehirn es geht mir gut).
  • Lächeln vor dem Einschlafen.
  • In die Natur gehen.
  • Gehen sie lächelnd spazieren oder einkaufen und strahlen dabei alle Menschen um sich an.
  • Musik hören – Lieblingsmusik! (Singen od. summen – kann uns in eine andere Stimmung bringen.)

Ein großes Danke an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Annemarie Aichinger für diesen Beitrag und allen neugierigen pflegenden Angehörigen spannende Erfahrungen beim Blödeln und Kindsein, vielleicht ja auch mit ihrem Angehörigen gemeinsam.