Brauchen Sie Erholung?

Im Pflegealltag kommen viele pflegenden Angehörigen an ihre Belastungsgrenzen. Die Servicestelle bietet jetzt im Frühling die Möglichkeit die eigenen Energiespeicher unter Gleichgesinnten wieder aufzufüllen.

Es gibt noch Restplätze für die Erholungstage in Vöcklabruck, vielleicht fühlen sie sich angesprochen und möchten die Chance nützen, etwas für sich selbst zu tun.

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Wann: 14.05.18 – 18.05.18

Wo: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

Pflegende und Pflegebedürftige können in Vöcklabruck gemeinsam Urlaub machen. Sie sind eingeladen, gemeinsam oder auch alleine, einige Tage mit uns im Seminarhaus St. Klara zu verbringen.

Unser Angebot an diesen Tagen:

  • Zeit für sich haben
  • neue Kraft schöpfen
  • Entspannung von Körper, Geist und Seele
  • Zeit für Gespräche
  • Lebenslust spüren
  • sich verwöhnen lassen
  • Ausflüge und Natur genießen
  • Austausch und neue Impulse
  • bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Kontakt und nähere Infos finden sie hier.

 

Pflegeheim – Was spricht dafür?

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Grundsätzlich ist die Entscheidung für einen Heimplatz meistens keine leichtfertige, außer der zu Betreuende entscheidet selbst. Aus Erfahrung weiß man, dass das nur selten passiert. Klar ist, die meisten möchte so lange als möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. So lange es verantwortbar ist, sollte das auch geschehen. Meist ist dann eine Erkrankung oder ein Unfall der entscheidende Auslöser für die große Frage: Pflegeheim oder eine andere Form der rund um Betreuung.

Für pflegende Angehörige geht es auch um Verantwortung. Sie müssen sich fragen: „Will ich die Pflege übernehmen? Kann ich das aus physischen und psychischen Gründen und hab ich die Zeit und die Ressourcen ??“ Nicht jeder kann und will Pflege übernehmen, daraus kann niemandem ein Vorwurf gemacht werden.

Die Vorteile einer Pflege im Heim liegen klar auf der Hand Betreuung rund um die Uhr, Verpflegung, Gefahren sind verringert, Gemeinschaft wer will.

Fallbeispiel
Hr. A. 70 Jahre alt, lebt seit dem Tod der Mutter alleine in seinem alten Haus. Eigeninitiative war noch nie seine Stärke, außerdem fehlte das Kurzzeitgedächtnis immer mehr und der Alkohol tat das übrige dazu. Drei seiner Schwestern übernahmen die Betreuung und Organisation seines Lebens. Hr. A. lehnte anfangs eine Betreuungshilfe ab. Das ging nicht lange gut. Das Rote Kreuz wurde für die Körperpflege und Essen auf Räder organisiert. Da seine Geschwister im Umkreis von 10 km wohnten, waren die Nachbarn sehr wichtig. Immer wieder hat Hr. A. alle gegen einander ausgespielt, das war keine schöne Zeit. 10 Jahre ging das ganz gut. Nach einer schweren Erkrankung von Hr. A. war an alleine wohnen nicht mehr zu denken. Auch Hr. A. äußerte Bedenken und Ängste gegenüber den Geschwistern und Ärzten. Noch im Krankenhaus wurde mit dem Einverständnis von Hr. A. ein Heimantrag gestellt. Hr. A. lebt nun seit einem Jahr in einem Pflegeheim ganz in der Nähe seiner Geschwister .Nach anfänglichen Problemen ist es jetzt sein zu Hause. Für alle Beteiligten ist jetzt Ruhe eingekehrt-und das ist gut so.

Wir sind nicht nur Verantwortlich für das, was man tut ,sondern auch für das was man nicht tut. – wahrscheinlich Molière (1622- 1673)

Ein großes Dankeschön an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Hedwig Koller für diesen bereichernden Blogbeitrag.

Was denken sie persönlich über die Pflege und Betreuung im Heim, kommentieren sie und lassen sie andere an ihren Gedanken teilhaben?

Veranstaltungen für pflegende Angehörige April/ Mai 2018

Frühling Gänseblümchen PixabyWissen, Information und Austausch kann im Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag helfen. Deswegen bietet die Servicestelle für Pflegende Angehörige im April/Mai 2018 Veranstaltungen in ganz Oberösterreich zu verschiedenen Themen an. Wir hoffen es ist etwas dabei für Sie!

Vortrag „Burnout-Prophylaxe oder: Wie kocht man einen Frosch?“  11.04. 2018, 19:30, Zwettl an der Rodl (RO)
Eine Veranstaltung für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte


Pflegende Angehörige, die mit ihren Herausforderungen und Schwierigkeiten alleine bleiben,
sind aufgrund der zunehmenden körperlichen und emotionalen Belastung in deutlich
stärkerem Ausmaß von Burnout betroffen.
Die Referentin Gisela Trobisch präsentiert die grundsätzlich sehr ernsthafte Thematik der
Burnout- Prävention mit viel Charme und Humor. 

–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz

23.4., 07.05. und 28.05. 2018, Vöcklabruck

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.
 

Erfahrene und ausgebildete Demenz- Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation


–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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Begleitung von pflegenden Angehörigen in der häuslichen P
flege, 27.04. 2018, Steyr
Eine Veranstaltung für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte
 

l Die TeilnehmerInnen lernen das Verhalten der Angehörigen aus einer anderen
Perspektive kennen.

l
Bedürfnisse der desorientierten alten Menschen werden erkannt, aber auch auf die
Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen werden eingegangen

l
Wie kann eine sichere Tagesstruktur und Rituale helfen, Stress abzubauen?
l
Was ist bei der Kommunikation zu beachten?

Dauer: 3 Stunden
Kontakt: Petra Radinger 0676 87762442

–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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Ein Nachmittag für mich – Spüren, zentrieren, auftanken.
04.05. 2018, Rohrbach Caritas Kompetenzzentrum  

An diesem Nachmittag erlernen Sie verschiedene einfache Techniken zur Entspannung und
zum Kraft sammeln im Alltag, wie etwa:


l
Atemtechniken
l
Muskelentspannungsübungen
l
Zentrierung
l
Einfache Strömgriffe
l
Entspannungsübungen  


Kontakt: Mag.a Ute Maria Winkler 0676 / 87 76 24 43
Kursbeitrag: € 25,-Anmeldung erforderlich

–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz

09.05., 16.05 und 30.05 2018, Linz

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.
 

Erfahrene und ausgebildete Demenz- Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation


–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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Erholungstage für Pflegende und Gepflegte

14.05. – 18.05.2018, Vöcklabruck

Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Was Sie bei den Erholungstagen erwartet:
 

l Zeit für sich haben
l
Neue Kraft schöpfen
l
Entspannung von Körper, Geist und Seele
l
Ausflüge und Natur genießen
l
Zeit für Gespräche
l
Austausch und neue Impulse
l
Lebenslust spüren
l
Sich verwöhnen lassen
l
bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Unterkunft: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

 

Weitere Informationen zu Vorträgen, Seminaren und Treffpunkten finden Sie hier:

                                                   Veranstaltungen 2018

 

Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege: Teil 3 Bewertung

Im dritten Teil unserer Reihe „Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege“ steht unsere eigene Bewertung im Fokus.

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Was machen meine Bewertungen mit mir? Wir bewerten den ganzen Tag lang alles Mögliche.
Wie fühle ich mich? – Ist das gut oder schlecht?
Wie geht es mir finanziell? – Ist das gut oder schlecht?
Das Verhalten von mir oder anderer? – Wo ordne ich es ein (Gut oder schlecht?)
Die Bewertung passiert meistens automatisch, gibt uns Sicherheit und hat in vielen Situationen ihre Berechtigung. Doch manchmal kann sie uns noch tiefer in den Abgrund ziehen und sogar handlungsunfähig machen. 

Eine Geschichte aus der Pfad des friedvollen Kriegers (Dan Millmann) macht deutlich, dass wir oft nicht wissen ob etwas gut oder schlecht ist bzw. Glück oder Unglück.

Glück oder Unglück? Wer weiß das schon! Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten nur ein Pferd, das den Pflug zog.
Eines Tages lief das Pferd fort. „Wie schrecklich!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Unglück.“
„Wer weiß, ob Glück oder Unglück“, erwiderte der alte Bauer. Eine
Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück. Es brachte fünf wilde Pferde mit  in den Stall. „Wie wunderbar!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Glück.“
„Glück oder Unglück? Wer weiß“, sagte der Alte.
Am nächsten Morgen wollte der Sohn eines der wilden Pferde zähmen. Er stürzte und brach sich ein Bein.
„Wie schrecklich!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Unglück!“
Der Bauer antwortet nur: „Glück oder Unglück?“ Drei Tage später kamen die Soldaten ins Dorf und holten alle jungen Männer in den Krieg. Den Sohn des Bauern konnten sie nicht brauchen. Er blieb als einziger verschont.
Glück oder Unglück. Wer weiß das schon!

Viele Dinge, die wir schwer genommen haben, stellten sich hinterher als Segen heraus. Wir kennen doch auch Beispiele, eine Kündigung, die zu einem viel besseren Job geführt hat. Ein Mann, der mich verließ, um Platz für einen viel Netteren zu machen. Umsonst gesorgt! Nur leider ist es so, dass uns alles Mögliche einfällt was passieren oder sein könnte! Unser Kopf- Kino spielt am liebsten Grusel. Es ist so, dass unser Gehirn evolutionsbedingt auf Überleben fokussiert ist, daher merkt es sich Gefahren und Probleme am besten.

Ein chinesisches Sprichwort besagt:
„Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über deinem Haupt kreisen. Aber du kannst sie daran hindern, Nester in deine Haare zu bauen.“

Ein großes Danke an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Annemarie Aichinger für diesen Beitrag und vielleicht können sie probieren ihre Situation einmal aus einem anderen Blickwinkel zusehen und sie möglicherweise auch anders bewerten.