Tagebucheintrag: Vergessliche Urgroßmutter und Urenkelin

Vielen lieben Dank für diesen erfrischenden Erfahrungsbericht einer anonymen Schreiberin. Es ist schön zu lesen, wie sich Jung und Alt annähern und gemeinsam lachen und es völlig egal ist, dass die Uroma Sachen vergisst.

Senirenehepaar

Meine Großmutter lebt zu Hause, ist dement und körperlich eingeschränkt. Mein Großvater und eine Haushaltshilfe, die kocht und putzt, betreuen sie.

Ich besuche meine Großmutter gerne mit meiner 4 jährigen Tochter. Beim Begrüßen sagt meine Großmutter liebevoll: „Ich bin deine Urlioma, brauchst dich nicht fürchten. Komm her, ich bin deine Urli und schauen wir uns ein Buch an.“ Währenddessen flüstere ich ihr den Namen meiner Tochter zu, da sie ihn nicht mehr weiß. Und sie strahlt über das ganze Gesicht, wenn meine Tochter nach kurzem Zögern zu ihr geht und sich aufs Bett setzt. Ich genieße es den beiden beim gemeinsamen Blödeln zu zusehen. Meistens ist das Buch nicht wichtig und sie machen Fingerspiele und Singen gemeinsam. Es ist schön zu sehen, welch Freude meine Großmutter hat, wenn sie alte Kinderlieder gemeinsam mit ihrer Urenkelin singen kann. Beim Verabschieden ist sie dann jedes Mal total glücklich, wenn sie einen Kuss auf die Wange bekommt.

Noten mit Vögel

Was ist ihre Geschichte? Schreiben Sie ein Mail an johanna.messmer@caritas-linz.at und wenn Sie wünschen, veröffentlichen wir Ihre ganz persönliche Geschichte in einem der nächsten Blogbeiträge anonym.

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