BuchTipp: Warum wir unseren Eltern nichts schulden

Warum wir unseren Eltern nichts schulden

Heute möchte ich Ihnen keinen Erfahrungsbericht oder Ratgeber vorstellen, sondern eine philosophische Untersuchung, die dazu anregt seine eigenen Handlungen und Vorurteile zu hinterfragen und zum selbstständigen Denken auffordert.

Für viele pflegenden Angehörigen, die ihre Eltern pflegen oder kurz davor stehen,  steht die Schuldfrage im Raum. Was muss ich alles machen? Wie weit darf ich mich abgrenzen von meinen Eltern? Ich bin ja dankbar für sehr vieles, möchte jedoch mein Leben weiter leben. Muss ich mich um meine Eltern kümmern, weil ich ihr Kind bin?

Im Buch „Warum wir unseren Eltern nichts schulen“ diskutiert die Moralphilosophin Barbara Bleisch klar und gut begründet  von verschiedenen Gesichtspunkten die Eltern- Kind Beziehung im Bezug auf Schuld und Dankbarkeit. Sie vertritt die These, dass Kinder keine filalen Pflichten gegenüber ihren Eltern haben. Barbara Bleisch meint damit, dass  wir unseren Eltern nichts Besonderes schulden, nur weil sie unsere Eltern sind. Sie zeigt auf transparente Weise, dass es eine Elternpflicht zur Versorgung der Kinder gibt, jedoch nicht umgekehrt. Alleine die Qualität der Eltern- Kind Beziehung ist wichtig, ob und wie Kinder sich um ihre Eltern kümmern wollen.

Durch die vielen Fragen, die einem persönlich gestellt werden. Ist es hilfreich das Buch öfters wegzulegen und erst dann, wenn man die Fragen verdaut hat, weiterzulesen. Ich kann das Buch allen empfehlen, die selbst von Schuldgefühlen geplagt sind, mit Menschen arbeiten, die in einem solchen Dilemma stecken und jedem der sich für dieses Thema interessiert und seine eigene Beziehung zu den Eltern reflektieren möchte.

hospice hände

 

 

Einladung zum Vortrag: „Vergesslich, dement? – Wie verhält man sich richtig?“

Vortrag: „Vergesslich, dement?- Wie verhält man sich richtig?“

Ein Vortrag für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte

Im Betreuungs- und Pflegealltag von Angehörigen von Menschen mit Demenz stellen sich oftmals viele Fragen:

– Kann ich in Beziehung bleiben- auch wenn der Gepflegte mich kränkt?

– Was passiert in seiner Welt und wie kann ich es verstehen?

– Kann ich Gefühle wie Angst und Trauer lindern, was steckt dahinter und wie gehe ich damit um?“

Das Prinzip der Validation, einer Gesprächsmethode nach Naomi Feil, kann hilfreich sein das Verhalten alter, desorientierter Menschen zu verstehen, den Umgang mit ihnen konfliktfreier zu gestalten und zeigt Möglichkeiten des einfühlsamen Gesprächs auf.

Vortrag „Vergesslich, dement?- Wie verhält man sich richtig?“Sonnenblume_DRUCK

Wann: Montag, 26. November 2018, 19:30 Uhr 

Wo: Pfarrsaal St. Florian, Stiftsstraße 1, 4490 St. Florian

Eintritt frei, freiwillige Spenden sind erbeten

Information: Caritas-Servicestelle Pflegende Angehörige, Johanna Messmer
weiter Informationen finden Sie hier.
Tel.: 0676 / 87 76 24 47, http://www.pflegende-angehoerige.or.at

Wir freuen uns über Ihr Kommen!

 

 

 

 

Alltagstipps im Umgang mit Demenz für viele konkrete Situationen des täglichen Lebens

alter Mensch mit Ball

Es gibt so viele verschiedene und oft neue Situationen mit denen Sie als pflegender Angehöriger täglich konfrontiert sind. Es wurden auf der Homepage https://www.caritas-pflege.at/ratgeber/demenz/alltagstipps/ viele alltägliche Situationen und Tipps von Fachpersonen gesammelt, auf die Sie zurückgreifen können.

Sie können auf der Homepage folgenden Kategorien auswählen:

Möglicherweise kennen Sie die eine oder andere Situation und bekommen gleich einen Tipp von einer Fachperson, der ihnen beim nächsten Mal behilflich sein kann. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Situationen zum Positiven verändern können.

 

 

 

Erholung in Windischgarsten für Pflegende Angehörige 2018

Grat vor Hofalm 1

In Windischgarsten haben 14 pflegende Angehörige Auszeit und Erholung bei herrlichem Wetter in der wunderschönen herbstlich gefärbten Umgebung genossen.

Bei vielen Wanderungen auf die Höss, das Rohrauerhaus, die Hofalm, zum Schiederweiher und Pießling Ursprung sowie rund um den Gleinkersee konnten nicht nur viele berührende Gespräche geführt werden, sondern hatte auch vieles andere Platz und Raum: Humor und Lachen, Durchatmen, sich aufrichten und die Seele baumeln lassen, das AHA Erlebnis über erreichte Wanderzeile, Genießen und Zuhören.

In den sonnigen, warmen Tagen haben die TeilnehmerInnen der Erholungstage ihre Trauer, Erschöpfung, Sorge, Müdigkeit und viele Emotionen ablegen können und wieder Kraft und Energie getankt um sich den täglichen Anforderungen der Pflege zu Hause stellen zu können.

Zitate von TN der Erholungstage

„Die Erholungstage waren liebevolle, sinndurchflutete, erlebnisreiche und zauberhafte Wandertage. Ich nehme mir die Kraft, die Wunder der Natur und die heilsame Wirkung von Menschen mit, die einander liebevoll und respektvoll begegnen. Ich habe jede Minute genossen.“

„Die Erholungstage waren einfach super. Menschen mit Gefühl und Herz, Feingespür und Nächstenliebe geben Kraft zum Weiterpflegen. Ich nehme mir mit, dass ich Hilfe annehmen und Schwäche zeigen darf und dass ich auf mich selber achte.“

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