Respektvolles Abwarten- Wann wird es gefährlich? Und wann muss ich eingreifen?

people-1394377_1920„Ich verstehe nicht, dass meine Eltern/ mein Partner, sich so schwer tut, Hilfe anzunehmen!“ ist ein Satz, den ich immer wieder in meinen Beratungen höre.

Stolz, Scham, falsche Rücksichtnahme, Verdrängen der Hilfebedürftigkeit, Wunsch nach Selbständigkeit etc. werden dann als Gründe festgemacht.
Bei genauerem Hinsehen wird aber oft deutlich, dass Betroffene Zeit brauchen sich auf eine veränderte Situation einzustellen: Verluste (nachlassende Kräfte, Vergesslichkeit, Schmerzen, …) müssen betrauert werden – Trauern ist auch eine Frage der Zeit. Betreuende Angehörige müssen dann lernen, die Eltern, den Partner in respektvollem Abstand zu begleiten und sie auch an ihre Grenzen kommen zu lassen, ihnen die Verantwortung nicht abzunehmen, sondern auf einen Auftrag der Unterstützung und Hilfe zu warten. Die Beziehungsgeschichte mit den Betroffenen, spielt da ganz gewiss eine große Rolle bei der Gestaltung dieser neuen Beziehungssituation.

Angehörige möchten oft auch aus Liebe ihrer Verantwortung nachkommen und nichts übersehen. Herausgefordert wird dieses  Verantwortungsgefühl besonders dann, wenn die Einschätzung der Betroffenen durch Depression, Demenz und Vergesslichkeit beeinträchtig scheint. Hier ist es gut mit der Klärung der Verantwortung nicht alleine zu bleiben und sich in Beratung zu begeben, die Situation mit einem Arzt besprechen oder Pflegefachkräfte beizuziehen.

 

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