Wir sagen euch an eine heilige Zeit …

christmas-1125147_1920

pixabay.com

Der Advent ist eine besondere Zeit im Lauf des Kirchenjahres. Mit seinen vielen Symbolen und Lichtern will er unsere Sinne ansprechen und die guten Kräfte unseres Herzens neu wecken.
So gesehen ist der Advent
keine trübe und traurige Zeit,
sondern eine Zeit der Zuversicht
und der gläubigen Hoffnung.
Denn es ist kein Trost
bei der Weisheit der Weisen
und bei der Macht der Mächtigen.
Denn der Herr kam nicht in die Welt,
damit die Menschen stärker und klüger,
sondern damit sie sanfter und gütiger würden.

Und darum sind es allein die Kräfte des Herzens,
die uns vielleicht noch einmal werden retten können.

v. Karl Heinrich Waggerl

Quellen der Kraft – in der Betreuung und Pflege: Teil 1

Kraftquellen, auch genannt Ressourcen, sind unheimlich wichtig, um in guten Zeiten genießen zu können und um in schweren Situation genug auftanken zu können, um gesund zu bleiben.

Doch gerade in  schwierigen Situationen weiß man oft nicht mehr was einem Kraft gibt oder hat zu große Schuldgefühle, seine/n Angehörige/n, für eine kurze Zeit alleine zu lassen und sich selbst etwas Gutes zu tun.

mountain-3185047_1920

Image by Simon Matzinger from Pixabay

Ich möchte Ihnen zur Abkühlung in der Sommerhitze eine Geschichte über die Schneeflocken erzählen, die zeigt, wie wichtig es ist, darauf zu achten, wenn unser Körper oder unsere Psyche eigentlich schon gar nicht mehr kann.

Wie viel wiegt eine Schneeflocke?
 Es war Winter. Überall schneite es. Eine Taube saß auf einem Asten und betrachtete das Schneetreiben. Plötzlich setzte sich eine kleine Meise  dazu.  „Guten Tag“, sagte die Meise
„Ich grüße dich,“ erwiderte die Taube. „Was gibt es Neues im Wals?“
„Nichts als Schnee“, sagte die Meise. „Da kommen mir die seltsamsten Gedanken. Was glaubst du, wie viel eine Schneeflocke wiegt?“
Die Taube überlegte und beobachtete dabei, wie die Schneeflocken langsam und leise zur Erde sanken. „Eine Schneeflocke wiegt…nicht mehr als ein Nichts“, meinte sie.
„Nein, das stimmt nicht. Denn höre einmal, was ich vor kurzem erlebt habe: Ich saß auf einem Ast, ganz dicht am Stamm, als es zu schneien begann. Es schneite so wie heute, langsam aber immerzu. Vor lauter Langeweile begann ich, die Schneeflocken zu zählen. Du musst wissen, ich bin sehr flink. Genau dreimillionensiebenhundertvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig Flocken zählte ich. Als die nächste Flocke niederfiel nicht mehr als ein Nichts – brach der Ast. Die Schneelast war ihm zu schwer geworden.“ Ja und dann  davon.
Verfasser Unbekannt  

Es ist so wichtig, nicht zu warten bis die eine Schneeflocke auf ihren Schultern landet, die sie zusammenbrechen lässt. Unsere Ressourcen können uns stärken und sind immens wichtig für den Erhalt ihrer Gesundheit.

Im nächsten Teil „Quelle der Kraft“ wird es darum gehen, ein Stück weit herauszufinden, was für Ressourcen sie haben bzw. früher hatten und Möglichkeiten zu finden, ihnen mehr Raum in ihrem Leben zu geben.

Wenn Sie sich beim Lesen der Geschichte dachten, dass Sie sich fast so fühlen, wie ein Ast, der bald abbricht, zögern Sie nicht und rufen Sie uns an.

Hier finden Sie alle Standorte in OÖ:
https://www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/service-fuer-pflegende-angehoerige/servicestelle/standorte/

 

 

Maßstab der Liebe

baby-2416718_1920Maßstab der Liebe

vor Gott zählt nicht
was du kannst
was du machst
was du leistest
was du hast
wer und was du bist,

sondern, ob du der Mensch bist,
als den dich Gott
erdacht und geschaffen hat

bei Gott kommt es auf die kleinen
aber wesentlichen Dinge des Lebens an
da zählt jeder kleine Schritt des Friedens, den du setzt
jede Tat der Liebe, und sei sie noch so klein
jedes Lächeln, mit dem du deinen Nächsten erfreust
jedes herzliche Wort, das du für andere übrig hast
die Zeit, die du mit deinem Nächsten weinst
jeder Augenblick der Freude, den du teilst

es gelten nicht die Maßstäbe
mit denen die Welt misst
sondern es geht um Hingabe und Achtsamkeit
Barmherzigkeit und Gerechtigkeit
Denn Gottes Maßstab ist die Liebe

(v. Christine Gruber-Reichinger)

Licht von Gott

Komm zu uns, du heiliger Geist!Taube
Licht von Gott, das Liebe heißt,
strahl ins Dunkel unsrer Welt!

Ohne dass du in uns webst,
ohne dass du uns belebst,
sind die Herzen tot und leer.

(Aus mit Kranken am Tisch des Herrn)

Hl. Geist, woher kommt das Wort, und was bewirkt er?

Lat.spiritus—Geist, Heb. Ruach- weibl.- Geist
Griech. Pneuma—Luft ,Atem. Lehre vom Hl. Geist- Pneumatologie

Ursprüngl. Wortbedeutung: überraschende heftige Luftbewegung (Wind, Atemstoß)

Auf den Menschen bezogen: Lebenskraft, Gemüt, Wille.

Theol. Bedeutung: göttliche Geisteskraft, Geist Gottes, prophetische Kraft.

Wandel im II. Vatikanum – der Hl. Geist wirkt in allen Gläubigen, er verbindet alle Menschen mit dem Christusereignis.

Der Hl. Geist ist eine Eigenschaft Gottes.

Gegenwart des Geistes Gottes in Schöpfung und Geschichte, wird als unaussprechliche Nähe Gottes im alltäglichen Leben wahrgenommen, als liebende Lebensbegleitung Gottes empfunden.

Hl. Geist ist das sich Verschenken Gottes in Person, die verströmende Liebe Gottes!

Auch wenn der Vergleich vielleicht hinkt, können wir uns den Geist Gottes wie unseren Atem vorstellen, der uns lebendig macht, selbstverständlich da, und gleichzeitig geschenkt ist, oft unbewusst— und manchmal spürbar und doch nicht greifbar.

Ein herzliches Dankeschön an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Annemarie Aichinger für diesen Beitrag!

Gedanken zum Muttertag

Das folgende Gedicht schrieb mir meine Mutter vor ca 55 Jahren ins Stammbuch:

gypsophila-1716747_1920

Ob reiches Glück dir zugemessen,

  ob kummervoll dein Schicksal ist.

 Die Mutter darfst du nicht vergessen,

 damit du dich nicht selbst vergisst.

                         

Treu sollst im Herzen du sie halten,

wie dir es auch im Leben geht.

Sie lernte dir die Hände falte

Und sprach dir vor dein erst Gebet.

Damals fand ich diese Zeilen nicht sehr erbauend, nicht cool würde der heutige Jugendliche sagen. Aber mit zunehmendem Alter und eigener Mutterschaft bekamen diese Zeilen immer mehr Bedeutung für mich.

Von Liebe wurde in meinen Kinderjahren nicht gesprochen. Die Mutter war einfach für uns da. Sie hat uns acht Kinder zur Welt gebracht, gut versorgt, zu durchwegs tollen Menschen erzogen und sie war ein großes Vorbild, besonders für uns Mädchen. In Liebe und Dankbarkeit denk ich sehr oft an meine Mutter. Sie ist 2006 verstorben, aber nicht aus dem Herzen verbannt. Respekt und Anerkennung für ihr TUN. Gott sei Dank hab ich Ihr das auch zu Lebzeiten oftmals sagen können.

Danke an alle Mütter für Ihr TUN .

Von Herzen einen schönen Muttertag.

 

Es ist Mai und für Katholiken steht dieser Monat besonders im Zeichen Marias.

Nicht an Maria, sondern mit Maria glauben, ist der Kern der Marienfrömmigkeit.

hops-3414373_1920

Es gibt immer etwas worüber wir uns Sorgen machen, auch bei Maria war es nicht anders.
Die Bibel spricht davon. Zwei ganz unterschiedliche Sorgen verdeutlichen was Maria wichtig ist.
Da ist die Hochzeit zu Kana, Maria sorgt sich um den Wein.
Der Wein, das Symbol der Lebenslust und Lebensfreude könnte nicht reichen.
Das ist eine Sorge der Gottesmutter, eine lebensoffene, göttliche Sorge.
Die zweite Sorge, die ohnmächtige Sorge am Kreuzweg.
Der geliebteste Mensch ist in Gefahr. Sie trachten ihn nach dem Leben. Er stirbt.

Der Blick Marias, ihre doppelte Sorge eröffnet uns einen Weg, eine Lebensweise die auch für uns gut wäre.
Vor dem Leid nicht die Augen zu verschließen und zugleich den Sinn für die Lebensfreude zu bewahren.
Das hilft dem Leben besser zu begegnen.
Die Sorge um das Leid allein macht bitter, bei der Lebenslust stehen zu bleiben, egoistisch.
Beides zu verbinden lehrt uns Maria, Freude und Leid!

Frohe Ostern wünscht Ihnen das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

ireland-1971997_1920Psalm 126 (nach Martin Gutl)

Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft,
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht,
das wird ein Fest sein!
Da wird unser Staunen von neuem beginnen.
Wir werden Lieder singen, Lieder, die Welt und Geschichte umfassen.
Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein: denn Er führt uns heim:
aus dem Hasten in den Frieden, aus der Armut in die Fülle.

Wenn Gott uns heimbringt aus den engen Räumen, das wird ein Fest sein!
Und die Zweifler werden bekennen: Wahrhaftig, ihr Gott tut Wunder!
Er macht die Nacht zum hellen Tag; Er lässt die Wüste blühen!

Wenn Gott uns heimbringt aus den schlaflosen Nächten, aus dem fruchtlosen Reden, aus den verlorenen Stunden, aus der Jagd nach dem Geld,
aus der Angst vor dem Tod, aus Kampf und aus Gier,
wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein!
Dann wird er lösen die Finger der Faust,
die Fesseln, mit denen wir uns die Freiheit beraubten.
Den Raum unseres Lebens wird er weiten in alle Höhen und Tiefen,
in alle Längen und Breiten seines unermesslichen Hauses.
Keine Grenze zieht Er uns mehr.
Wer liebt, wird ewig lieben!

Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein.
Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.
Es werden lachen nach langen Jahren der Armut, die Hunger gelitten.
Es werden singen nach langen, unfreien Nächten die von Mächten Gequälten.
Es werden tanzen die Gerechten, die auf Erden kämpften und litten für eine bessere Welt!

Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!
Den Verirrten werden die Binden von den Augen genommen.
Sie werden sehen.
Die Suchenden finden endlich ein Du.
Niemand quält sich mehr mit der Frage „Warum“.
Es werden verstummen, die Gott Vorwürfe machten.
Wir werden schauen, ohne je an ein Ende zu kommen.
Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!

Der Mensch sät in Betrübnis, er leidet und reift!
Es bleibt sein Ende ein Anfang!
Wer sät in Betrübnis, wird ernten in Freude.
Denn Gott, unser Gott, ist ein Gott der ewigen Schöpfung.
Ein Gott, der mit uns die neue Erde, den neuen Himmel gestaltet.
Er lässt uns kommen und gehen, lässt uns sterben und auferstehen.
Der Sand unserer irdischen Mühsal wird leuchten.
Die Steine, die wir zusammentrugen zum Bau unserer Welt, sie werden wie Kristalle glänzen. Wir werden uns freuen wie Schnitter beim Ernten.
Wenn Gott uns heimbringt aus den Tagen der Wanderschaft,
das wird ein Fest sein
Ein Fest ohne Ende