Um einen Heimplatz zu bekommen braucht man Pflegestufe 4 – am Beispiel von Frau W. wollen wir schildern wie belastend es für einen alten Menschen sein kann, darauf zu warten seinen guten Platz zu bekommen.

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„Hier hab ich jetzt meinen guten Platz bis ich abberufen werde, es fehlt mir nichts. Das Personal ist freundlich, auch meine Kinder und Enkelkinder kümmern sich um mich. Obwohl die körperlichen Gebrechen mehr werden, bin ich sehr zufrieden.“

 

Foto: pixabay

Frau W. wohnte allein in einem Haus im Bezirk Perg, war zu diesem Zeitpunkt 87 Jahre alt und es war ihr Wunsch solange wie möglich in ihrem Haus zu wohnen.

Im Herbst 2018 stürzte sie jedoch mehrmals und kam ins Krankenhaus. Sie konnte leider nicht mehr gehen und im Krankenhaus hieß es dann sie sei ein Pflegefall. Sie wollte in ein Heim, aber da Frau W. nur Pflegestufe 1 hatte, sagte man ihr, auch wenn gleich angesucht wird, was vom KH auch übernommen wurde, hat sie keine Chance Pflegestufe 4 zu bekommen.

Von Pflegestufe 1 auf 4 geht nicht! Wohin aber mit ihr?

Frau W. hat zwei Töchter, eine wohnt in Wels und eine in Linz.

Ihre Tochter in Wels hat sich bereit erklärt die Mutter zu sich zu nehmen.

Die Wohnung ist sehr klein, so dass die Mutter ihren Rollator nicht nutzen konnte und sich nur mit Hilfe von Krücken fortbewegen konnte.

Zum Duschen fuhren sie ins Haus der Mutter, das 50 Kilometer entfernt ist.

Es stand für beide fest, das war keine Lösung auf Dauer.

Im Februar suchte die Tochter im Heimatort der Mutter um Kurzzeitpflege an und sie konnte ab Mitte Juni für 2 Monate dort bleiben. In dieser Zeit verschlechterte sich der Zustand von Frau W. und sie bekam an den Extremitäten ein unkontrolliertes Reißen, welches ihr ziemlich zu schaffen machte. Das Heim organisierte, dass Frau W. zu einer Neurologin kam, und suchte um Erhöhung der Pflegestufe an. Frau W. wäre gerne im Heim geblieben, aber sie musste wieder nach Wels zu ihrer Tochter und war sehr deprimiert. Ende August kam eine Ärztin zur Begutachtung für die Pflegegeldeinstufung.

Die Tochter musste sich im November 2019 einer Operation unterziehen, also hat sie die Mutter wieder zur Kurzzeitpflege angemeldet. Frau W. hat im November die Kurzzeitpflege angetreten und konnte dann auf einen Dauerpflegeplatz übernommen werden. Sie musste noch für 9 Tage die Kurzzeitpflege bezahlen, aber sie sagte:

„Ich war nur froh, endlich einen Platz zu bekommen. Es war für mich eine sehr schwierige Zeit mit meinen fast 89 Jahren keinen geeigneten Wohnraum zu haben. Eine 24-Stundenpflege kam für mich nicht in Frage, bei Bekannten habe ich da sehr viel Negatives miterlebt. Hier hab ich jetzt meinen guten Platz bis ich abberufen werde, es fehlt mir nichts. Das Personal ist freundlich, auch meine Kinder und Enkelkinder kümmern sich um mich. Obwohl die körperlichen Gebrechen mehr werden, bin ich sehr zufrieden.“

Wir bedanken uns bei unserer ehrenamtlichen BLOG- Schreiberin Annemarie für diesen Beitrag.

 

Erholungstage Schlierbach 2020

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Fotos: Mayr

Wer pflegebedürftige Angehörige versorgt, leistet wertvolle, gleichzeitig aber auch kräftezehrende Arbeit. Tag und Nacht stehen Angehörige ihren pflegebedürftigen Menschen zur Seite. Oftmals fehlt den pflegenden Angehörigen die nötige Zeit und Selbstsorge, um sich um die eigenen Anliegen, Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle zu kümmern. Selten fragt wer, wie es ihnen in der Betreuungssituation geht.

Umso größer ist die Freude auf bevorstehende Urlaube oder Erholungstage. Es erfordert Mut, Kraft und Selbstbewusstsein, um sich aus dieser Situation hinaus zu wagen. Manches Mal bedarf es auch eines Anstoßes durch die Familie oder durch Freunde, um sich zu erlauben ein paar Tage Auszeit zu nehmen. Um vom Pflegealltag weg zu gehen, ist vorab noch eine sorgfältige Planung nötig, um den Pflegebedürftigen zurückzulassen und gut versorgt zu wissen.

So schaffte es eine Gruppe pflegender Angehöriger in den Semesterferien bei den Caritas Erholungstagen in Schlierbach dabei zu sein. Wir haben die pflegenden Angehörigen begleitet und versucht mit den Teilnehmerinnen richtig durchzuatmen, bereichernde Gespräche zu führen, die Natur zu erwandern, neue Energien zu tanken, zu lachen, zu genießen und durch vielfältige andere Anregungen wieder Kraft zu schöpfen und positive Gedanken zu formulieren.
Es ist uns gut gelungen und wir wünschen den Teilnehmerinnen, dass sie den Herausforderungen zu Hause wieder mit neuer Kraft und Energie entgegentreten können.

Gelassenheit

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Foto: Kreiner-Hofinger

„Ich möchte gerne gelassener sein“, höre ich in meinen Beratungsgesprächen mit pflegenden Angehörigen immer wieder. Ein sehr verständlicher Wunsch und doch nicht ganz einfach. Es braucht Zeit und Übung, um in herausfordernden Situationen bei mir zu bleiben, um wahrnehmen zu können, was ich in dieser Situation brauche, was ich zu tun habe oder vielleicht auch lassen muss.

In der Zeitschrift „Welt der Frauen“ Ausgabe 5/2019 gibt es einen Beitrag von Petra Klikovits mit einem Text von Schwester Teresa Hieslmayr zum Thema „Üben Sie sich in Gelassenheit?“

Wir bekamen die Zusage, diesen Beitrag hier auf unserem BLOG veröffentlichen zu dürfen und vielleicht ist auch für Sie einer der „Wege“ geeignet, um sich in Gelassenheit zu üben.

Helene Kreiner-Hofinger

(Psychosoziale Beratung Servicestelle pflegende Angehörige Vöcklabruck und Linz)

 

Üben Sie sich in Gelassenheit?

„Gelassenheit gründet immer auf der Erfahrung, gehalten zu werden“, sagt Schwester Teresa Hieslmayr. Diese Haltung müsse erarbeitet werden. Hier beschreibt sie vier Wege, die helfen, auch in herausfordernden Situationen innere Ruhe zu bewahren.

Weg 1: In Ruhe das Gute tun

Jede und jeder von uns kennt das: den Ärger, wenn jemand unfair behandelt oder ausgenützt wird, die Ohnmacht, wenn wir gegen Ungerechtigkeiten nichts ausrichten können. Wir müssen mit unserer Aufmerksamkeit nicht daran hängen bleiben, sondern können unsere Gedanken auf die vielen guten Dinge lenken, die wir bewirken können. Auch uns selbst tut es gut, Gutes zu tun. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie durch Ihren persönlichen Einsatz die Welt ein Stück menschlicher machen. Indem Sie in Ruhe das Gute tun, werden auch Sie innerlich ruhig. Tun Sie daher das Notwendige, das gerade vor Ihnen liegt. Tun Sie, was Ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht. Tun Sie nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Weg 2: Last abgeben

Gelassenheit hat etwas mit „Seinlassen“ zu tun. Diese Erfahrung des „Seinlassens“ können Sie auch mit Ihrem Körper machen – in fast allen Lebenslagen. Jetzt gerade sitzen Sie vielleicht in einem Sessel. Lehnen Sie sich bewusst zurück und richten Sie Ihre Wahrnehmung auf Ihren Körper. Spüren Sie, wie Sie die Last Ihres Körpers an die Lehne und die Sitzfläche abgeben. Lassen Sie auch Arme und Hände mit deren gesamten Gewicht im Schoß ruhen. Verweilen Sie so einen Moment. Dann gehen Sie mit der Aufmerksamkeit zu Ihrem Rücken und überprüfen Sie, ob Sie sich tatsächlich alles Gewicht von der Sessellehne abnehmen lassen. Wenn nicht, richten Sie sich kurz auf, sodass Ihr Rücken frei ist. Spüren Sie, wie Sie nun Ihren Rücken selbst halten, spüren Sie die Kraft, die Sie dafür brauchen. Nun lehnen Sie sich wieder zurück und nehmen Sie wahr, wie Sie Ihr Gewicht an die Lehne abgeben, wie Sie sich entlasten. Was verändert sich dadurch?

Weg 3: Die Natur wahrnehmen

Die Natur trägt ihre Gelassenheit immer schon in sich. Sie überlässt sich ganz dem unvorhersehbaren Prozess von Werden und Vergehen. Stellen Sie sich ans Fenster und schauen Sie hinaus: in die Wolken oder in die verzweigten Äste eines Baumes. Nützen Sie mindestens einmal am Tag die Gelegenheit und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Natur. Haben Sie die Möglichkeit, sich zwischen einem Spaziergang oder Kinobesuch zu entscheiden, wählen Sie öfter den Spaziergang! Indem Sie die Natur bewusst wahrnehmen, überträgt sich deren Gelassenheit auf Sie. Aber auch wenn Sie nur das Muster auf dem Blatt Ihrer Zimmerpflanze betrachten oder in die Sichel des Mondes über Ihnen blicken, werden Sie etwas von der Ruhe in sich bemerken, die der Natur innewohnt.

Weg 4: Beten

Der gesamte Kosmos funktioniert nach einer undurchschaubaren Ordnung. Bis hin zu den kleinsten Teilchen fügt sich alles auf unbegreifliche Weise ineinander. Diese Welt und unser Leben liegen letztlich nicht in unserer Hand, aber wir können und dürfen annehmen, dass es eine gute, vielleicht sogar gütige Hand ist, die hinter alldem steckt. Beten heißt, sich dieser guten Hand anzuvertrauen. Suchen Sie sich dazu einen ruhigen Ort. Es kann hilfreich sein, die Augen zu schließen und die Hände im Schoß ruhen zu lassen. Rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass Sie, obwohl Sie es vielleicht gerne möchten, viele Probleme in dieser Welt nicht lösen können, auch nicht lösen müssen! Tun Sie das immer wieder, bis es Ihnen in Fleisch und Blut übergeht. Dann wird sich langsam auch in Ihnen etwas lösen.

Sr. Teresa Hieslmayr (43) ist Dominikanerin im Kloster Kirchberg am Wechsel. Die Psychotherapeutin und geistliche Begleiterin hat Germanistik und katholische Theologie studiert und ist seit vielen Jahren in der Caritas tätig. „Regelmäßige Meditations- und Gebetszeiten helfen dabei, gelassener zu werden“, sagt sie.

erschienen in Welt der Frauen 5/19 von Petra Klikovits (www.welt-der-frauen.at)

 

 

 

 

 

Unsere Veranstaltungen Winter/Frühling 2020

Caritas_EW1Wissen, Information und Austausch können den Alltag erleichtern und Sicherheit im Umgang mit der Situation geben. Wir organisieren regelmäßig Vorträge, Seminare und Erholungstage in Oberösterreich, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten!

P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
01.02.2020 und 22.02.2020 in Braunau

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte
•vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
•zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
•geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation
–> Nähere Informationen zur Veranstaltung

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Workshop „Raum zum Sein – ein Nachmittag für mich“
12.02.2020 im Caritas Kompetenzzentrum Rohrbach
Ein Workshop für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte

Angehörige zu betreuen und zu pflegen stellt eine herausfordernde Aufgabe dar. Um gesund zu bleiben, ist es wichtig nicht nur gut für andere, sondern auch für sich selbst zu sorgen. Nur wer sein Glas stets füllt, kann anderen zu trinken geben.

An diesem Nachmittag bekommen Sie Werkzeuge in die Hand, mit denen Sie ihr Glas immer wieder befüllen können.

Cranio Sakrale Körperarbeit mit handherzhirn ist eine sehr sanfte aber effektive Möglichkeit den harmonischen Gleichklang von Körper, Geist und Seele wieder zu finden. Selbstbehandlungsgriffe, halten und gehalten werden und einfach Raum für Ihr Sein bringen Ihre Lebenskräfte zurück in Harmonie. Mit der Hand tun was das Herz weiß und das Hirn begreifen darf was ist.

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
12.02.2020, 09.03.2020, 02.04.2020 im Alten- und Pflegeheim Rainbach

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte
•vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
•zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
•geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation
-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

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Erholungstage für betreuende & pflegende Angehörige
17.02.-21.02. 2020 Schlierbach
Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Unser Angebot an diesen Tagen:
– Zeit für sich haben
– Neue Kraft schöpfen
– Entspannung von Körper, Geist und Seele
– Natur genießen
– Zeit für Gespräche
– Austausch und neue Impulse
– Lebenslust spüren
– Sich verwöhnen lassen

Unterkunft: SPES-Hotel Schlierbach, Panoramaweg 1, 4553 Schlierbach

-> Nähere Informationen zu den Erholungstagen Schlierbach

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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
09.03.2020, 23.03.2020, 06.04.2020 in Linz

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte
•vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
•zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
•geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation
–> Nähere Informationen zur Veranstaltung

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Nützliche Hilfsmittel für den Pflegealltag

16.03.2020 um 19 Uhr im Treffpunkt Hartkirchen

Nähere Informationen erhalten Sie bei:

Caritas – Servicestelle Pflegende Angehörige

Betlehemstraße 56-58, 4020 Linz

E-Mail: gerlinde.kaltseis@caritas-linz.at

Tel. 0676/8776 2446

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Veranstaltung „Gestärkt in der Liebe Gottes“

18.03.2020 im Caritas Kompetenzzentrum Rohrbach

Eine Veranstaltung für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte

„Werde dir jeden Tag einen Moment lang bewusst, dass Gottes Liebe dich durchdringt, dass sie mit jedem Einatmen in dich strömt, damit sie in deinem Ausatmen hineinströmen kann in diese Welt.“ (Anselm Grün)

Dieser Nachmittag lädt ein zum Innehalten inmitten der Herausforderungen des Alltags und will durchatmen lassen.

Referent: Mag. Maximilian Pühringer, Pfarrer in Oberkappel und Neustift
-> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Vortrag „In schweren Zeiten trotzdem lachen dürfen“

27.03.2020 in Braunau

Eine Veranstaltung für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte

Dieser Vortrag handelt vom Leben und Sterben. Es gibt kein Leben ohne das Sterben.
Es geht um die Bedeutung des eigenen Humors und dem Bewusstsein, dass dieser der
Schwimmgürtel des Lebens in schweren und belastenden Zeiten werden kann und ist. Humor
bedeutet Leben und gleichzeitig eine intensive Auseinandersetzung mit uns selbst.

Der Vortrag soll ermutigen, den persönlichen Humor als Kraftquelle bewusst zu nutzen, ohne
die Realität zu verlieren.
–> Nähere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze hier:
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Vortrag „Erwachsenenschutzrecht und Vorsorgevollmacht“

23.04.2020 in Hagenberg

Eine Veranstaltung für betreuende und pflegende Angehörige und Interessierte

Jede Person soll so lange wie möglich selbständig und selbstbestimmt über ihre Angelegenheiten bestimmen. Diese Selbstbestimmung wird auch im neuen Erwachsenenschutzrecht in den Mittelpunkt gerückt.

Doch spätestens bei Eintritt von Pflegesituationen werden wir unweigerlich mit Fragen konfrontiert, wie:

  • Wer soll einmal Entscheidungen treffen, wenn es die betroffene Person aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr kann?
  • Darf ich medizinische Entscheidungen für meine/n Angehörige/n treffen?
  • Darf ich Anschaffungen anstelle von ihm/ihr tätigen?
  • Welche Konsequenzen hat es, wenn es keine Vorsorgevollmacht gibt?
  • Was hat sich durch das neue Erwachsenenschutzrecht verändert?

–> Nähere Informationen zur Veranstaltung

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Einladung „Ein Koffer voll Möglichkeiten“

25.04.2020 im Caritas Kompetenzzentrum Rohrbach
Ein Workshop für Angehörige von Menschen mit Demenz.

In diesem Workshop erfahren Sie zum einen grundlegende Informationen zur Krankheit.
Zum anderen werden verschiedene Übungen vorgestellt, um den Alltag mit an Demenz
erkrankten Angehörigen etwas abwechslungsreicher zu gestalten:

– Bewegungstraining

– Beschäftigung im Alter

– Gedächtnistraining

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

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Vortrag „Pflege-Lebens-Balance“– Selbstfürsorge im Pflegealltag

am 28.04.2020 um 19:30 Uhr im Dominikanerhaus Steyr
Eine Veranstaltung für betreuende und pflegende Angehörige

Am Vortragsabend spricht die Dipl. Lebens- und Sozialberaterin Sabine Eiblwimmer unter anderem
über:

– Was kann ich im Vorfeld schon bedenken, wenn das Thema „Pflege daheim“ im Raum steht.

– Wenn der Körper spricht – psychosomatische Symptome

– Umgang mit Gefühlen

– Lebensbalance erhalten oder wieder finden (Kraftquellen,eigene Stärken, Abgrenzung)

– Unterstützungsmöglichkeiten von außen


-> Nähere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze hier:
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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
09.05.2020 und 20.06.2020 in Haslach

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

•vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
•zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
•geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation
–> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Erholungstage für Pflegende und Gepflegte
25.05. – 29.05.2020, Vöcklabruck

Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Was Sie bei den Erholungstagen erwartet:

  • Zeit für sich haben-
  • Neue Kraft schöpfen
  • Entspannung von Körper, Geist und Seele
  • Ausflüge und Natur genießen
  • Zeit für Gespräche
  • Austausch und neue Impulse
  • Lebenslust spüren
  • Sich verwöhnen lassen
  • bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Unterkunft: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Wir sind im Jahr 2020 auch auf folgenden MESSEN vertreten:

Integra

22.04.-24.04.2020 Messe Wels

-> Nähere Informationen zur Messe Integra

 

50plus

18.04-19.04.2020 Messe Ried

-> Nähere Informationen zur Messe 50plus

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Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Bei Fragen erreichen Sie uns unter 0676/8776 – 2440.
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Mit herzlichen Grüßen,
Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

 

Ratgeber „Demenz – Impulse und Ideen für pflegende Partner“

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Foto: Pixabay

Demenz bedeutet Veränderung in vielen Bereichen. Nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für den Angehörigen und deren gemeinsame Beziehung. Gewohnte Rollenmuster lösen sich auf, Aufgaben und Verantwortlichkeiten müssen neu verteilt werden. Beide sind gezwungen Stück für Stück von der bisher gelebten Beziehung Abschied zu nehmen. Gerade für den pflegenden Angehörigen stellt dies oft eine große Herausforderung dar. Jede Beziehung, auch die Beziehung mit einem Menschen mit Demenz, ist individuell. Für ein gelingendes Miteinander gibt es keine allgemein gültige Lösung.

Der Ratgeber „Demenz – Impulse und Ideen für pflegende Partner“ (v. Zentrum für Qualität in der Pflege) gibt Anregungen und Hinweise, wie ein gutes Zusammenleben funktionieren könnte. Ziel ist es, pflegende Angehörige zu ermutigen, die Herausforderungen des Alltags mit dem Partner durch Wissen, Kreativität und Intuition zu meistern.

Sie können den Ratgeber als PDF downloaden oder bestellen. Hier geht’s zum Ratgeber: https://www.zqp.de/ratgeber/

 

Schuldgefühle

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Aus der Beratung:

„Ich müsste meiner Mutter mehr Zeit schenken, sie tut mir so leid!“ Wenn ich einen Tag nicht bei ihr bin, habe ich ein schlechtes Gewissen!“ „Ich genieße den Theaterabend und mein Mann liegt allein zu Hause, da habe ich dann Schuldgefühle.“
Schuldgefühle sind oft ständige Begleiter bei der Sorge um betreuungs-und pflegebedürftige Angehörige und stellen eine große Belastung dar.  Die Hintergründe dieser negativen Gefühle sind aber häufig sehr verdeckt. Apelle aus der Umgebung, wie: „Schaue mehr auf dich! Du musst doch nicht so viel tun! Du bist viel zu besorgt! Mach einmal etwas für dich!“ sind nicht hilfreich und kränken eher.

So zum Beispiel schildert eine noch berufstätige Frau: „ Meine Mutter verlangt immer nach meiner Nähe. Wenn ich nach Hause komme, ist mein erster Weg zu ihr. Wenn es ihr schlecht geht, tut sie mir sehr leid und ich tu mich dann schwer, wegzugehen. Dabei wartet auch mein Partner, der schon in Pension ist auf mich. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich einmal mit ihm ein paar Tage wegfahren will. Er spürt meinen Zwiespalt und ist sehr geduldig und dann habe ich ihm gegenüber Schuldgefühle, weil ich mir so wenig Zeit für ihn nehme. Die Mutter hat eine 24 Stundenbetreuung- diese verstärkt das schlechte Gewissen noch, wenn sie erzählt, dass die Mutter auf mich wartet und wie wichtig es ist, dass ich Zeit mit ihr verbringe, weil es ihr dann viel besser geht. Manchmal fühle ich mich ziemlich erschöpft und traurig.“

Beim genaueren Hinschauen auf die Beziehungsgeschichte von Mutter und Tochter ergab sich dann folgendes Bild: Die Mutter war zum einen eine schöne, stolze, beruflich erfolgreiche Frau, nach deren Pfeife alle zu tanzen hatten, zum anderen aber eine über Zeiträume hinweg depressive, sensible reizbare und unerreichbare Frau. Der Vater ging in seinem Beruf auf und floh in seine Hobbies. Die Tochter beschreibt ihre Kindheit traurig. Sie hatte immer das Gefühl, dass sie nicht so ganz den Vorstellungen der Mutter entsprach: zu wenig schön, gescheit, sportlich. Sie vermisste die Anerkennung und letztendlich auch die Liebe der Mutter. Vom Vater kam der Auftrag – vor allem in den depressiven Phasen der Mutter: Reize sie nicht, tue was sie sagt, nimm Rücksicht, unterstütze sie! Sein letzter Auftrag lautete: Kümmere dich um sie und schau dass es ihr gut geht.
Das Hinschauen und auch schmerzliche Wahrnehmen des inneren bedürftigen und gekränkten Kindes, das vergeblich die Anerkennung und Liebe der Eltern suchte und immer noch sucht, die Klärung des Auftrages, der vom Vater kam, war der Beginn eines Weges heraus aus dem Schuldkreislauf und hin zu einer guten Sorge für sich selbst.

Es ist gut, nicht mit den negativen Gefühlen oder Schuldgefühlen alleine zu bleiben und sich mitzuteilen. Möglichkeiten von Beratung und Therapie, genauer hinzuschauen, gibt es. Zum Beispiel kann psychosoziale Beratung in unseren Servicestellen für Pflegende Angehörige kostenlos und vertraulich in Anspruch genommen werden. Unter http://www.pflegende-angehoerige.or.at finden Sie die Servicestelle in Ihrer Nähe.

 

Mag. Martin Eilmannsberger, Psychosoziale Beratung der Servicestelle Pflegende Angehörige

Nun tragt eurer Güte hellen Schein………………

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Güte ist ein warmes, helles Licht.

Sie verbreitet Wärme und Erbarmen,

Angenommensein und Verständnis,

Geborgenheit und Weisheit.

Der gütige Mensch fragt und rechnet nicht,

sondern er ist gut um der Liebe willen

und weil er vom Guten erfühlt ist.

„Wer seine Seele als gut erfährt,

der glaubt an das Gute im anderen Menschen.

Weil er das Gute im anderen sieht,

wird er ihn auch gut behandeln.

Er lockt durch sein gütiges Verhalten den guten Kern im anderen hervor.“

V .Anselm Grün