Heilkräuter 1×1 – Der Rotklee

P1000862Der Wiesenklee ist uns allen als Glückssymbol bekannt. In der Heilkunde findet der Klee immer mehr Bedeutung, vor allem der Rotklee, denn er enthält Isoflavone, die in den Wechseljahren gegen den Östrogenmangel helfen.

Der rote Wiesenklee wächst vor allem in nährstoffreichen Wiesen und an Weg- und Feldrändern. Die beste Sammelzeit für Blätter und Blüten ist Mai bis September.

Wirkungsweise

  • Blutreinigend
  • Erweichend
  • Fiebersenkend
  • Hormonell ausgleichend

Heilzwecke

  • Östrogenmangel
  • Hitzewallungen
  • Rheuma und Gicht
  • gegen Verstopfung
  • Appetitlosigkeit
  • Leberschwäche
  • Rekonvaleszenz

Anwendung

Die wichtigste Anwendung des Rotklees ist wohl als Tee zum hormonellen Ausgleich in den Wechseljahren. Außerdem fördert er die Lebertätigkeit, die Verdauung und die Gallensaftproduktion.

Ansonsten können Teeumschläge aus Rot- und Weissklee gegen rheumatische Schmerzen und Milchdrüsen-Entzündung helfen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Die Schafgarbe

SchafgarbePfarrer Kneipp sagte: „Viel Unheil blieb den Frauen erspart, würden sie zur Schafgarbe greifen.“

Die Schafgarbe ist auch bekannt als Augenbraue der Venus (Supercilium Veneris), Bauchwehkraut, Bereitgestelltes Wundkraut, Herrgotts Rückenkraut, Frauendank, Mutterkraut, Blutstillkraut, Heil der Welt, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut oder Margaretenkraut.

Sie wirkt heilend auf die Atemwege, sowie auf den gesamten Verdauungstrakt. Sie hilft unter anderem bei Entzündungen, verbessert und reinigt das Blut und fördert den Kreislauf – so stärkt sie das venöse System und schützt vor Krampfadern. Die Schafgarbe fördert die Durchblutung – besonders der Unterleibsorgane – was sie zu einer der wertvollsten Frauenheilkräuter gemacht hat.

Die Wirkung der Schafgarbe ist heute wissenschaftlich anerkannt:

  • stärkend (tonisierend)
  • blähungslösend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • wundheilungsfördernd
  • appetitfördernd
  • galleflussfördernd

Anwendung
Als Tee getrunken, reguliert die Schafgarbe den Zyklus und tut dem Verdauungstrakt gut. Er hilft bei starken Blutungen oder Bauchkrämpfen.  Die frischen Triebe und Blätter können außerdem als Beigabe zu Salaten verwendet werden.

Äußerlich angewendet wird die Schafgarbe als Badezusatz oder in Form von Umschlägen. Diese helfen bei Regelschmerzen, Bauchkrämpfen, Wunden und Verletzungen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Der Spitzwegerich

Spitzwegerich 2014Der Spitzwegerich gehört zu den am häufigsten eingesetzten Heilpflanzen, was seiner antibiotischen Wirkung zu verdanken ist. Er wächst unauffällig auf Wiesen und Wegrändern.

Bereits in der Steinzeit wurde Spitzwegerich als Wundheilmittel angewandt. Wenn man sich in der freien Natur verletzt, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Er kann aber auch gegen Probleme der inneren Häute, wie beispielsweise der Verdauungsorgane oder der Harnwege helfen.

Zudem entfaltete er seine Heilwirkung bei Husten, Lungen- und Bronchialleiden sowie bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Folgende Wirkungen sind inzwischen offiziell anerkannt:

  • antibiotisch
  • antibakteriell
  • wundheilend
  • reizmildernd
  • hustendämpfend
  • auswurffördernd
  • blutstillend
  • schmerzlindernd

Spitzwegerich gibt es als Saft, Tinktur oder Sirup zu kaufen. Spitzwegerich wird häufig in Mischtees gegen Husten eingesetzt.

Zur Hautbehandlung kann man ihn frisch oder als Tee verwenden. Wenn Sie Spitzgwegerich-Saft mit Kamillen-Tee verdünnen, haben Sie einen wirksamen Umschlag für wunde und müde Füße.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Der Giersch

Giersch 2014-04Der Giersch zählt zu den
ältesten und meistverwendeten Wildgemüsearten.

Der Giersch, auch bekannt als Erdholler, Geißfuß, Gichtkraut, Zipperleinkraut, ist an seinen dreikantigen Blattstielen und seinem typischen petersilähnlichen Geruch und Geschmack zu erkennen.

Den meisten Gartenbesitzern gilt der Giersch als lästiges Unkraut, das man schwer wieder los wird. Dabei war Giersch früher in der Volksheilkunde sehr geschätzt um Gicht und Rheuma zu behandeln. Der Giersch hat Heilkräfte und wirkt appetitanregend, blutstillend, entgiftend und harntreibend. Giersch enthält sehr viel Vitamin C, Carotin, Eisen und wurde schon von der Äbtissin Hildegard von Bingen seiner Lebenskraft schenkenden Eigenschaften wegen gelobt.

Der Giersch wächst bevorzugt in Auwäldern, Hecken und in Gärten. Die jungen Blätter schmecken gut in Suppen, Aufstrichen, Saucen, Salaten, Strudel, Kräutersalz oder verfeinern Petersilienkartoffel.

Anwendungen
Giersch-Tee
Giersch-Tee wird als hilfreich beschrieben bei Gicht, Rheuma, Husten und Lungenkatarrh.

2-3 TL frische Gierschblätter oder
1 TL getrockneter Giersch
250 ml Wasser
Blätter mit heißem Wasser übergießen und 5-10 Minuten ziehen lassen.
Täglich 3 Tassen trinken.

Giersch eignet sich gut auch als Badezusatz. Ein Giersch-Bad sowie Giersch-Umschläge wirken schmerzstillend bei Gicht, Rheuma und Ischias.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Die Schlüsselblume

Die Schlüsselblume

Foto: Julia Wiesenhofer

Die Schlüsselblumen sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr erblühen. Leider wird die Schlüsselblume wegen der Umweltverschmutzung und der modernen Landwirtschaft immer seltener und steht daher auch unter Naturschutz (darf nicht gesammelt werden!). Man kann sie aber im Garten gut selbst anbauen und dann für Heilzwecke einsetzen. Die Schlüsselblume mag die Sonne und schwere Böden.

Heilende Wirkung der Schlüsselblume
Die Schlüsselblume hat eine entkrampfende und schleimlösende Wirkung. Ihre Heilkraft wird zum Beispiel  bei verschleimtem Husten eingesetzt. Darüber hinaus wirkt sie auch bei nervösen Beschwereden, Kopfweh, Migräne und Neuralgien (Nervenschmerzen).

Die Schlüsselblume soll auch ein geschwächtes Herz stärken und ist in der Naturheilkunde für ihre harn- und schweißtreibende, blutstillende und -reinigende sowie für ihre schmerzlindernde Wirkung bekannt. Zudem hilft sie gegen Wasseransammlungen in den Füßen.

Sagenhaftes
Die heilige Hildegard von Bingen bezeichnete die Schlüsselblume als Himmelsschlüssel, der den Himmel aufzuschließen vermag. Sie setzte sie gegen depressive Zustände und als wärmende Pflanze ein.
Pflanzt man Schlüsselblumen in den Vorgarten so sollen sie angeblich ungewollte Besucher fernhalten.

Die Wirkung gegen Husten ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt.

Anwendungen
Die Schlüsselblume kann zur Zubereitung von Tees, Sirups sowie für Umschläge bei Gliederschmerzen verwendet werden.

Schlüsselblumentee

  • 2 TL Schlüsselblumenwurzeln oder Schlüsselblumenblüten
  • 250 ml kochendes Wasser

Wurzeln oder Blüten mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Pro Tag können mehrere Tassen davon getrunken werden.

Für einen Frühjahrs-Tee können Sie Schlüsselblumen-Blüten mit folgenden Kräutern mischen: Birkenblätter, Brennesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

HERZSTÄRKENDER GENUSStipp für den Oktober

KräuterDie Vogelmiere, ein Helfer bei vielen Leiden.
Pfarrer Kneipp empfiehlt die Vogelmiere gegen Hämorrhoiden, bei Lungenleiden und bei Verschleimungen der Nieren und der Blase. Sie soll auch die Sehkraft stärken und herzschwachen Menschen helfen. Gepflückt werden kann sie das ganze Jahr über.

VOGELMIERE-SUPPE

Zutaten

  •     3 Handvoll Vogelmiere
  •     1 Zwiebel (fein gehackt)
  •     1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
  •     1 l Gemüsebrühe

Zubereitung
Etwas Butter oder Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anrösten, Vogelmiere zugeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen, ein paar Minuten kurz aufkochen lassen. Eventuell mit Sauerrahm oder Schlagsahne, Joghurt oder Kefir verfeinern.

Wir wünschen einen gesunden Appetit!

VITAMINREICHER GENUSStipp für den September

Fotolia_48234775_XSDie Natur beginnt ihr Gewand zu wechseln und die Nächte werden länger und kälter. Bereiten auch Sie sich auf die herbstliche Jahreszeit vor.  Die Hagebutte, eine kleine Vitamin-C-Bombe, hilft Ihnen dabei. Sie stärkt das Immunsystem und beugt Erkältungen und Bronchitis vor. Sie wirkt gegen Schmerzen und ist auch gut gegen Gicht und Arthrose einzusetzen.

HAGEBUTTENsuppe

Zutaten

  • 375 g Hagebutten
  • 1 Apfel
  • 1 l Wasser
  • 30 g Speisestärke
  • 30 Zitronensaft
  • 30 Zucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung
Hagebutten waschen, von den Blüten befreien, halbieren, Kerne und Härchen entfernen. Äpfel waschen und in Stücke schneiden. Hagebutten und Äpfel mit Wasser ankochen und 60 bis 90 Minuten fortkochen. Suppe passieren, wieder aufkochen und mit angerührter Speisestärke binden. Mit Zitronensaft, Zucker und Salz abschmecken.
Einlage: Grieß- oder Schneeklößchen.

Wir wünschen einen guten Appetit!

(gefunden auf: http://www.schnu1.com)