GENUSS: Wann habe ich zum letzten Mal, etwas zum ersten Mal gemacht???

barefoot-1985858_1920Als ich diese Frage zum ersten Mal hörte, musste ich zuerst meine Gedanken sortieren und ich fragte mich, was genau diese Frage den jetzt bedeutet. Möglicherweise geht es Ihnen ähnlich und Sie fragen sich, ist ja ganz interessant, aber was soll die Frage? Was bringt mir die Frage?

Es ist eine sehr wichtige Frage um  möglicherweise mehr Genuss in sein Leben zu lassen und zu leben.


GENUSS braucht Zeit und geht nicht nebenbei.

GENUSS müssen wir uns erlauben.

GENUSS-förderlich kann heißen „weniger ist mehr“.

GENUSS braucht Erfahrungen, um herausfinden zu können was einem gut tut.

Seien Sie mutig und vor allem interessiert und fragen Sie sich, wann habe ich zum letzten Mal, etwas zum ersten Mal gemacht?

Und dann gibt es noch eine viel spannendere Frage:
„Was möchte ich in meinem Alltag/ in meinem Leben machen und habe es noch nie gemacht?“ (oder es ist schon viele, viele Jahre her)

Manchmal sind es große Dinge, die uns bei solch einer Frage einfallen, vielleicht ein Fallschirmsprung, eine besondere Reise,….
Genuss kann jedoch auch ein kleiner Moment sein. Vielleicht einen Kaffee trinken, mit einem Menschen, den ich schon ganz lange nicht gesehen habe, ein schön gedeckter Tisch für mich ganz alleine im Kerzenschein oder ich probiere es aus, einen Baum im Wald zu umarmen und genieße den Moment.

Viel Freude beim Genießen.

Gedanken zum Muttertag

Das folgende Gedicht schrieb mir meine Mutter vor ca 55 Jahren ins Stammbuch:

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Ob reiches Glück dir zugemessen,

  ob kummervoll dein Schicksal ist.

 Die Mutter darfst du nicht vergessen,

 damit du dich nicht selbst vergisst.

                         

Treu sollst im Herzen du sie halten,

wie dir es auch im Leben geht.

Sie lernte dir die Hände falte

Und sprach dir vor dein erst Gebet.

Damals fand ich diese Zeilen nicht sehr erbauend, nicht cool würde der heutige Jugendliche sagen. Aber mit zunehmendem Alter und eigener Mutterschaft bekamen diese Zeilen immer mehr Bedeutung für mich.

Von Liebe wurde in meinen Kinderjahren nicht gesprochen. Die Mutter war einfach für uns da. Sie hat uns acht Kinder zur Welt gebracht, gut versorgt, zu durchwegs tollen Menschen erzogen und sie war ein großes Vorbild, besonders für uns Mädchen. In Liebe und Dankbarkeit denk ich sehr oft an meine Mutter. Sie ist 2006 verstorben, aber nicht aus dem Herzen verbannt. Respekt und Anerkennung für ihr TUN. Gott sei Dank hab ich Ihr das auch zu Lebzeiten oftmals sagen können.

Danke an alle Mütter für Ihr TUN .

Von Herzen einen schönen Muttertag.

 

Es ist Mai und für Katholiken steht dieser Monat besonders im Zeichen Marias.

Nicht an Maria, sondern mit Maria glauben, ist der Kern der Marienfrömmigkeit.

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Es gibt immer etwas worüber wir uns Sorgen machen, auch bei Maria war es nicht anders.
Die Bibel spricht davon. Zwei ganz unterschiedliche Sorgen verdeutlichen was Maria wichtig ist.
Da ist die Hochzeit zu Kana, Maria sorgt sich um den Wein.
Der Wein, das Symbol der Lebenslust und Lebensfreude könnte nicht reichen.
Das ist eine Sorge der Gottesmutter, eine lebensoffene, göttliche Sorge.
Die zweite Sorge, die ohnmächtige Sorge am Kreuzweg.
Der geliebteste Mensch ist in Gefahr. Sie trachten ihn nach dem Leben. Er stirbt.

Der Blick Marias, ihre doppelte Sorge eröffnet uns einen Weg, eine Lebensweise die auch für uns gut wäre.
Vor dem Leid nicht die Augen zu verschließen und zugleich den Sinn für die Lebensfreude zu bewahren.
Das hilft dem Leben besser zu begegnen.
Die Sorge um das Leid allein macht bitter, bei der Lebenslust stehen zu bleiben, egoistisch.
Beides zu verbinden lehrt uns Maria, Freude und Leid!

NEUes Angebot: Kur +

treatment-1327811_1920Hier finden Sie alle Infos zur neuen Kur +. Sie sind im Kurhotel Vitana in Bad Hall untergebraucht und Ihr/e Angehörige/r im Caritas-Seniorenwohnhaus Schloss Hall.

Genauere Informationen finden sie unter:

https://www.pflegeinfo-ooe.at/news/neues-angebot-k-u-r

Frohe Ostern wünscht Ihnen das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

ireland-1971997_1920Psalm 126 (nach Martin Gutl)

Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft,
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht,
das wird ein Fest sein!
Da wird unser Staunen von neuem beginnen.
Wir werden Lieder singen, Lieder, die Welt und Geschichte umfassen.
Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein: denn Er führt uns heim:
aus dem Hasten in den Frieden, aus der Armut in die Fülle.

Wenn Gott uns heimbringt aus den engen Räumen, das wird ein Fest sein!
Und die Zweifler werden bekennen: Wahrhaftig, ihr Gott tut Wunder!
Er macht die Nacht zum hellen Tag; Er lässt die Wüste blühen!

Wenn Gott uns heimbringt aus den schlaflosen Nächten, aus dem fruchtlosen Reden, aus den verlorenen Stunden, aus der Jagd nach dem Geld,
aus der Angst vor dem Tod, aus Kampf und aus Gier,
wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein!
Dann wird er lösen die Finger der Faust,
die Fesseln, mit denen wir uns die Freiheit beraubten.
Den Raum unseres Lebens wird er weiten in alle Höhen und Tiefen,
in alle Längen und Breiten seines unermesslichen Hauses.
Keine Grenze zieht Er uns mehr.
Wer liebt, wird ewig lieben!

Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein.
Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.
Es werden lachen nach langen Jahren der Armut, die Hunger gelitten.
Es werden singen nach langen, unfreien Nächten die von Mächten Gequälten.
Es werden tanzen die Gerechten, die auf Erden kämpften und litten für eine bessere Welt!

Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!
Den Verirrten werden die Binden von den Augen genommen.
Sie werden sehen.
Die Suchenden finden endlich ein Du.
Niemand quält sich mehr mit der Frage „Warum“.
Es werden verstummen, die Gott Vorwürfe machten.
Wir werden schauen, ohne je an ein Ende zu kommen.
Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!

Der Mensch sät in Betrübnis, er leidet und reift!
Es bleibt sein Ende ein Anfang!
Wer sät in Betrübnis, wird ernten in Freude.
Denn Gott, unser Gott, ist ein Gott der ewigen Schöpfung.
Ein Gott, der mit uns die neue Erde, den neuen Himmel gestaltet.
Er lässt uns kommen und gehen, lässt uns sterben und auferstehen.
Der Sand unserer irdischen Mühsal wird leuchten.
Die Steine, die wir zusammentrugen zum Bau unserer Welt, sie werden wie Kristalle glänzen. Wir werden uns freuen wie Schnitter beim Ernten.
Wenn Gott uns heimbringt aus den Tagen der Wanderschaft,
das wird ein Fest sein
Ein Fest ohne Ende

Brief an meine verstorbene Schwester

spring-276014_1920Allerliebste Schwester!

Nun hast du es geschafft und hast all die Mühe und das Leid hinter dir gelassen. Diese heimtückische Krankheit die dich immer hilfloser und zuletzt auch sprachlos gemacht hat, war sehr schlimm, und hat auch uns, die wir um dich bemüht waren, sehr zugesetzt.

Ich bin sehr dankbar, dass ich für dich da sein durfte, miteinander haben wir einiges durch gestanden. So wie du die Krankheit angenommen hast, war für mich bewundernswert.

Wir konnten über alles reden, als es noch möglich war, über dein gutes Leben, das du zu schätzen wusstest, und auch über das Ende, wie es sein könnte.

Die Krankheit hat uns sehr zusammen geschweißt, und als dein Zustand immer schlechter wurde, bekamen wir einen Platz auf der Palliativstation bei den Schwestern. Die Angst die du hattest vorm Ersticken war dann weg.

Du wolltest nicht alleine sterben, und so wie du es dir gewünscht hast, waren wir bei dir, und haben dich auf dem letzten Weg begleitet.

Vielleicht ist es dir leichter gefallen zu gehen —
weil wir bei dir waren,
aber auch weil du darauf vertraut hast,
dass du auf der anderen Seite schon erwartet wirst,
von Menschen die vorausgegangen sind, und die dich sehr lieben
und von einem liebenden Gott.

Vielleicht feiert ihr schon ein Fest – so wie es Martin Gutl schreibt.

Liebe Erika ich freue mich, dass du erlöst bist.
Und ich bin sehr, sehr traurig, weil ich dich jetzt schon sehr vermisse.

In inniger Verbundenheit

deine Schwester Annemarie

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Vielen Dank an unsere ehrenamtlich Blogschreiberin, dass wir diese berührenden Zeilen mit Ihnen teilen dürfen.