Wie kann ich mir als pflegender Angehöriger wertvolle kurze Momente, die nur mir gehören, erschaffen?

 

Wenn die Tage länger werden, wachsen auch die Kräfte, sie zu füllen.

Waltraud Puzicha Quelle: Puzicha, Kurz belichtet, Klappe 1, 1997

 

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  • Wie kann ich meine Kräfte, meine Energietanks auffüllen?
  • Kann mir das immer länger werdende Tageslicht dabei helfen?
  • Und wie fühl es sich für mich an, wenn mir wieder mehr Licht zur Verfügung steht?
    Vielleicht nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, lesen sich die die Fragen selbst vor, schließen die Augen und atmen tief durch. Warten sie 1 -2 Minuten und nehmen wahr, was aufgetaucht ist. Es ist völlig egal ob Sie es positiv oder negativ bewerten. Nehmen Sie die Gefühle und Gedanken für diesen Augenblick genau so an, wie sie sind.

    Diese kurze, kleine Übung können Sie mehrmals durchführen, es kann gut sein, dass jedes Mal verschiedenste Gefühle und Gedanken hochkommen. Kurz für 2 Minuten auszusteigen und zu mir zukommen, kann manchmal so einiges bewirken. Versuchen Sie es.

    Ich wünsche Ihnen jeden Tag einige Augenblicke die ganz alleine Ihnen gehören, wodurch Sie neue Kraft für ihre wertvolle Arbeit schöpfen können.

Rechtliche Änderungen für pflegende Angehörige

questions-1014060_1920Wenn eine Pflegesituation eintritt oder man mittendrin ist,  steht man oft vor einem Haufen mit vielen Fragen. Hier finden Sie die neuesten bundesweit rechtlichen Änderungen für pflegende Angehörige.

Folgende Neuerungen finden Sie unter Wissenswertes:

  • Erhöhung Fördersumme für Pflegehilfsmittel und Wohnraumadaptierung
  • und die neue Novelle des Patientenverfügungsgesetzes

https://www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/service-fuer-pflegende-angehoerige/wissenswertes-und-tipps/

Respektvolles Abwarten- Wann wird es gefährlich? Und wann muss ich eingreifen?

people-1394377_1920„Ich verstehe nicht, dass meine Eltern/ mein Partner, sich so schwer tut, Hilfe anzunehmen!“ ist ein Satz, den ich immer wieder in meinen Beratungen höre.

Stolz, Scham, falsche Rücksichtnahme, Verdrängen der Hilfebedürftigkeit, Wunsch nach Selbständigkeit etc. werden dann als Gründe festgemacht.
Bei genauerem Hinsehen wird aber oft deutlich, dass Betroffene Zeit brauchen sich auf eine veränderte Situation einzustellen: Verluste (nachlassende Kräfte, Vergesslichkeit, Schmerzen, …) müssen betrauert werden – Trauern ist auch eine Frage der Zeit. Betreuende Angehörige müssen dann lernen, die Eltern, den Partner in respektvollem Abstand zu begleiten und sie auch an ihre Grenzen kommen zu lassen, ihnen die Verantwortung nicht abzunehmen, sondern auf einen Auftrag der Unterstützung und Hilfe zu warten. Die Beziehungsgeschichte mit den Betroffenen, spielt da ganz gewiss eine große Rolle bei der Gestaltung dieser neuen Beziehungssituation.

Angehörige möchten oft auch aus Liebe ihrer Verantwortung nachkommen und nichts übersehen. Herausgefordert wird dieses  Verantwortungsgefühl besonders dann, wenn die Einschätzung der Betroffenen durch Depression, Demenz und Vergesslichkeit beeinträchtig scheint. Hier ist es gut mit der Klärung der Verantwortung nicht alleine zu bleiben und sich in Beratung zu begeben, die Situation mit einem Arzt besprechen oder Pflegefachkräfte beizuziehen.

 

Ratgeber Hautreinigung- und pflege

treatment-1327811_1920Die Haut ist unser größtes Organ und Bedarf im höheren Alter besonderer Pflege. Oft kann die Körperpflege nicht mehr völlig selbstständig bewerkstelligt werden und pflegende Angehörige unterstützen dabei oder übernehmen einen Großteil der Körperpflege.

Die Haut wird im Alter sensibler und heilt nicht mehr so gut. In diesem Ratgeber finden Sie Grundinformationen, Tipps und Anleitungen zur Körperpflege.

https://www.pflegeinfo-ooe.at/news/ratgeber-hautreinigung-und-pflege

Das Team der Servicestelle wünscht Ihnen viel Kraft für die Betreuung und Pflege ihres Angehörigen.

UNSERE VERANSTALTUNGEN Jänner/ Februar 2019

Wissen, Information und Austausch können den Alltag erleichtern und Sicherheit im Umgang
mit der Situation geben. Wir organisieren regelmäßig Vorträge, Seminare und Erholungstage
in Oberösterreich, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten!

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P.A.U.L.A.- Kursreihe zum Thema Demenz
09.01.2019 und 30.1.201, Altenheim Ried im Traunkreis

Für Angehörige von Menschen mit Demenz. 

Erfahrene und ausgebildete Demenz- Fachkräfte
• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.- Kursreihe zum Thema Demenz
19.01.2019 und 23.2.2019, Rohrbach

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte
• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation 


–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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Vortrag „Im Haus der Demenz“
29.01. 2019, 19.30, Oberkappel
Eine Veranstaltung für pflegende Angehörige und Interessierte

Um Menschen mit Demenz würdig begegnen zu können, ist es besonders wichtig, ihr
Gefühlsleben zu kennen und zu verstehen. Die Anwendung von Validation kann helfen,
sowohl bei der betroffenen Person, als auch bei Pflegenden Stress zu reduzieren. Bei
diesem Vortrag lernen Sie Grundlagen und Techniken der Validation kennen und schaffen so
eine andere Sichtweise und Beziehungspflege.

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.- Kursreihe zum Thema Demenz
11.02, 25.02 und 11.3 2019, Vöcklabruck

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte
• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.- Kursreihe zum Thema Demenz
13.02., 27.02. und 13.03. 2019, Linz
Für Angehörige von Menschen mit Demenz.


Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte
• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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Erholungstage für betreuende & pflegende Angehörige
15.02. – 18.02. 2019 Schlierbach
Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Unser Angebot an diesen Tagen: 

l Zeit für sich haben
l
Neue Kraft schöpfen
l
Entspannung von Körper, Geist und Seele
l
Natur genießen
l
Zeit für Gespräche
l Austausch und neue Impulse
l
Lebenslust spüren
l
Sich verwöhnen lassen 

Unterkunft: SPES-Hotel Schlierbach, Panoramaweg 1, 4553 Schlierbach

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Bei Fragen erreichen Sie uns unter 0676/8776 – 2440.
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Mit herzlichen Grüßen,
Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

 

Die Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht ein gutes neues Jahr!

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Rezeptvorschlag für ein ganzes Jahr

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
sodass der Vorrat für ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet.
Aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit
und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee….

Freue dich des Lebens,
suche keine Dornen
und hasche die kleinen Freuden.

Sind die Türen niedrig, so bücke dich.
Kann ein Stein aus dem Weg geräumt werden,
trag ihn fort,
ist er zu schwer,
so gehe um ihn herum.

Finde alle Tage etwas, das dich freut,
versuche glücklich zu sein.

frei nach Catherina Elisabeth Goethe

Gibt es ein Christkind?

Die 8jährige Virginia aus New York schrieb der Tageszeitung „Sun“ diesen Brief:

„Ich bin acht Jahre. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt kein Christkind.
Papa sagt, was in der “Sun“ steht, ist wahr. Bitte sagen Sie mir: Gibt es ein Christkind?“

decorating-christmas-tree-2999722_1920Chefredakteur Francis Church antwortete auf der Titelseite seines Blattes:

„ Virgina“, deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschen Geist ist klein; ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.

Ja, Virgina, es gibt ein Christkind. Es gibt es so gewiss, wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Es gäbe dann auch keine Virgina, keinen Glauben, keine Poesie- gar nichts, was das Leben erst erträglich macht. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.

Es gibt ein Christkind. Sonst könntest du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme es zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen, zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn, sie zu suchen – das vermag nicht der Klügste auf der Welt.

Was du auch siehst: Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter.

Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube, Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein.

„Ist das denn auch wahr“, kannst Du fragen: Virgina, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Das Christkind lebt, und ewig wird es leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virgina.

Dein Francis  P. Church.“

Der Briefwechsel zwischen Virgina und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde bis zur Einstellung der „Sun“ 1950 alle Jahre zu Weihnachten auf der Titelseite der Zeitung abgedruckt.

Frohe und besinnliche Weihnachten wünscht Ihnen das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige.