Ein Danke für die Pflege: Kommentar des Direktors der Caritas in OÖ

Am 12. Mai war der Tag der Pflege. An diesem Tag wird nicht nur professionellen Pflegekräften sondern auch der oftmals „versteckten“ Hilfe aller betreuenden und pflegenden Angehörigen gedacht und gedankt.

Lesen Sie einen interessanten Kommentar zum Tag der Pflege von Franz Kehrer, MAS, Direktor der Caritas in Oberösterreich nach, der in den Oberösterreichischen Nachrichten erschienen ist.

Ein Dank an die Pflege. Gastkommentar des Caritasdirektors

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Ein herzliches DANKESCHÖN an alle betreuenden und pflegenden Angehörigen auch von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Servicestelle Pflegende Angehörige- für Ihre unentgeltliche Mühe und Ihr ständiges außerordentliches Engagement. 

Veranstaltungen für betreuende und pflegende Angehörige MAI und JUNI 2017

Wissen, Information und Austausch kann im Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag helfen. Deswegen bietet die Servicestelle für Pflegende Angehörige im MAI und JUNI 2017 Veranstaltungen in ganz Oberösterreich zu verschiedenen Themen an. Vielleicht ist etwas für Sie dabei?

Vortrag „Recht haben, Recht bekommen, Recht behalten“
23.05.2017, Helfenberg

An diesem Abend informiert Juristin Mag.a Angela Senzenberger kostenfrei über Möglichkeiten für Vertretungsbefugnis, Vorsorgevollmacht, Sachwalterschaft, Testament, Pflegekarenz, Pflegeteilzeit sowie Familienhospizkarenz.

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
12.06.- 03.07.2017, Linz
Für Angehörige von Menschen mit Demenz.
Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

Zeit zwischen den Kurstreffen bietet die Möglichkeit, Gelerntes und Erfahrenes zu erproben.

–>nähere Informationen zur Veranstaltung

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Beachten Sie auch einen Rückblick auf unseren Auftritt auf der „Messe 50+“in Ried. Zum Nachlesen:  –> Rückblick Messe 50+

DSC_1477Weitere Informationen zu Vorträgen, Seminaren und Treffpunkten im Frühjahr 2017 finden Sie hier:

Veranstaltungen Frühjahr 2017

Die MitarbeiterInnen der Servicestelle Pflegende Angehörige freuen sich auf Sie!

Aus dem Tagebuch einer pflegenden Angehörigen: „So wars nicht geplant“

Meine Mutter vollendete kürzlich ihren 95er. Ihr Geschenk von uns war, dass wir sie tagebuchzum Essen „ausführten“. Und weil der Tag ein besonderer war, sollte auch das Lokal Außerordentliches bieten. Wir entschieden uns für das Aerest in Hörsching. Meine Enkelin holte ihre Urli – ich blieb bei Burli (Ururenkel).

Als Mutter kam, überraschte mich ihr Äußeres: Fahler Teint u. der Blick irgendwo in unergründlicher Region…

Beim Eingang zum Flughafen teilte uns ein Herr mit, dass der Aufzug schon zwei Wochen außer Betrieb ist. Neiiiiiiiiiin…! Trotzdem schafften wir es – mit vereinten Kräften – Mutter die Stiegen hochzubringen. Endlich bei der Restauranttür angelangt, stand dort zu lesen: Ab 11:30 offen. Na toll, jetzt war es 11:20 und…. im ganzen Obergeschoß kein Sessel im Blickfeld. So bemühten wir Mutter wieder bis zur Stiege. Auf einer Stufe sitzend, verbrachte Mutter die unangenehme Wartezeit. Sie sprach eigentlich sehr, sehr wenig. Für ihren Ur-Ur-Enkel hatte sie hin u. wieder ein Lächeln übrig.

Endlich auf dem Restaurant-Sessel Platz genommen, genoss sie die Aussicht auf zwei Flugzeuge u. die Sonnenstrahlen, die durch die Riesenscheiben außerdem wärmten. Essen? So konnte man Mutters Herumstochern in den Speisen wirklich nicht nennen. Sie brauchte tatkräftige u. mentale Unterstützung hierfür

Nach dem Essen mussten wir die Stiegen mit Urli wieder hinunter gehen. Bis zur 3. Stufe ging sie. Auch diese paar Schritte glichen einem Hindernislauf. Plötzlich – so war mein Eindruck – wusste Mutter nichts mehr mit Ihren Beinen anzufangen. Jetzt war guter Rat mehr als alles Gold der Erde wert!!! Ich bemühte mich beim AUA-Schalter um einen Tragsessel. Man bot mir – freundlich wäre anders gewesen – an, einen Sanitäter zu holen. Das diesbezügliche Herumtelefonieren zerrte immens an meinen angespannten Nervenkostüm. Unverrichteter Dinge ging ich wieder zur Enkelin. Die rief mittlerweile das Rote Kreuz zwecks Hilfe an. Es erschien tatsächlich ein Sanitäter. Er frage mich, was er hier soll. Er ist auch alleine zum Helfen. Ich erläuterte ihm die Situation. Wahrscheinlich meinte er es gut in seiner Antwort, die lautete: Wenn ich den Notarzt hole u. den Hubschrauber müssen Sie es selber zahlen. Mutter sah zwar blass aus, war aber keinesfalls für den Notarzt. Die Situation war angespannt. Trotzdem gab ich nicht klein bei. Und siehe da, jetzt erfolgte die Lösung: Ein Kollege des Rotkreuz-Mitarbeiters brachte einen Tragsessel. Darauf wurde Mutter festgeschnallt. So getragen, gelangte sie heil zum Auto.

Als meine Enkelin ihre Urli (nach den wirklichen Strapazen) ins Bett brachte und vom Ausflug nochmals mit ihrer Urli redete, war alles Geschehene in der Versenkung entschwunden. Bis zum abendlichen Anruf im Senioren-Wohnheim fand ich keine Ruhe an diesem Tag. Am Abend teilte mir die Stationsschwester mit, dass es Mutter gut gehe. Nur wird sie halt von Tag zu Tag „müder!“ Gott weiß, was damit gemeint ist….

Und ich ärgere mich bis heute, dass u. warum ich am Aerest Hörsching festhielt. Ich wollte Mutter Freude und keine unliebsame Überraschung, schon gar keine Schmerzen bereiten. Sofern es einen 96er gibt, wird ALLES anders – das weiß ich heute schon!

Dass die Sonnenstrahlen unser aller Dasein „erwärmen“  wünscht Ilse, Tagebuchschreiberin und pflegende Angehörige

Experteninterview: Burnout-Signale bei betreuenden Angehörigen

Burnout ist ein Begriff der aktuell in aller Munde ist. Das Vollbild eines Burnout-Syndroms ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die sich in unterschiedlichen körperlichen (Schlafstörungen, Müdigkeit,…) und psychischen Symptomen (Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Freudlosigkeit,…) zeigen kann und oftmals eine langdauernde Behandlung benötigt.

Pflegende Angehörige, die mit ihren Herausforderungen und Schwierigkeiten alleine bleiben, sind  aufgrund der zunehmenden körperlichen und emotionalen Belastung in deutlich stärkerem Ausmaß von Burnout betroffen.

Psychotherapeut Jens Wittpoth erklärt in diesem Video, woran man als betreuender und pflegender Angehöriger erste Signale eines Burnouts frühzeitig erkennen kann und wie man gegensteuern kann.

(Das Video darf mit freundlicher Genehmigung von Aktion Das Sichere Haus- Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. (DSH) geteilt werden. Zur Wiedergabe muss auf den Link „Schau dir dieses Vido auf Youtube an“ geklickt werden.)

Sie finden sich in den Schilderungen wieder? Sie fühlen sich antriebslos, freudlos das Gefühl, dass Ihnen der Betreuungsalltag zu viel wird beschleicht sie immer öfter? Dann scheuen Sie sich nicht und nehmen Sie Kontakt mit einem Berater/ einer Beraterin von einer Servicestelle Pflegende Angehörige in Ihrer Nähe auf!

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Frühling- Aufbruch- Neubeginn

Frühling – Aufbruch – Neubeginn

Jeder Frühling trägt den Zauber eines Anfangs in sich.

Die Natur zeigt uns vor wie es geht. Nach dem Stillstand im Winter ist mit Licht, Wärme und Kraft ein neuer Aufbruch möglich.

Veränderungen,welcher Art auch immer fallen im Einklang mit der Natur leichter.

Die Entscheidung ,,für oder gegen “ etwas – braucht all die Fähigkeiten und Eigenschaften eines Frühlings.

Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am Nötigsten braucht.

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Allen betreuenden und pflegenden Angehörigen wünschen ich und auch die Servicestelle Pflegende Angehörige eine schöne Frühlingszeit- sowohl in der Natur als auch in Ihrem Herzen!

Vielen herzlichen Dank an Hedwig Koller, ehrenamtliche Mitarbeiterin für diesen Beitrag!

Veranstaltungen für betreuende und pflegende Angehörige im MAI 2017

Wissen, Information und Austausch kann im Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag helfen. Deswegen bietet die Servicestelle für Pflegende Angehörige im MAI 2017 Veranstaltungen in ganz Oberösterreich zu verschiedenen Themen an. Vielleicht ist etwas für Sie dabei?

Workshop „Im Haus der Demenz“
05.05.2017, Linz

Um Menschen mit Demenz würdig begegnen zu können, ist es besonders wichtig, ihr Gefühlsleben zu kennen und zu verstehen. Die Anwendung von Validation kann helfen, sowohl bei der betroffenen Person, als auch bei Pflegenden Stress zu reduzieren. Bei diesem Workshop lernen Sie Grundlagen und Techniken der Validation kennen und schaffen so eine andere Sichtweise und Beziehungspflege.
–> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Erholungstage für Pflegende und Gepflegte
15.05. – 19.05.2017, Vöcklabruck

Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Was Sie bei den Erholungstagen erwartet:
-Zeit für sich haben
– Neue Kraft schöpfen
– Entspannung von Körper, Geist und Seele
– Ausflüge und Natur genießen
– Zeit für Gespräche
– Austausch und neue Impulse
– Lebenslust spüren
– bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Unterkunft: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

–> Nähere Informationen zur Veranstaltung

DSC_1477Weitere Informationen zu Vorträgen, Seminaren und Treffpunkten im Frühjahr 2017 finden Sie hier:

Veranstaltungen Frühjahr 2017

Die MitarbeiterInnen der Servicestelle Pflegende Angehörige freuen sich auf Sie!

Gedanken zu Ostern

Auferstehung

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Ihr fragt wie ist die Auferstehung der Toten?

Ich weiß es nicht

Ihr fragt wann ist die Auferstehung der Toten?

Ich weiß es nicht

Ihr fragt gibt’s eine Auferstehung der Toten?

Ich weiß es nicht

Ich weiß nur wonach ihr nicht fragt: die Auferstehung derer die leben

Ich weiß nur wozu Er uns ruft:

Zur Auferstehung heute und jetzt

(Aus: Kurt Marti, Leichenreden)

 

Die Servicestelle für Pflegende Angehörige wünscht allen pflegenden und betreuenden Angehörigen konkrete Erfahrungen von Auferstehung, von Aufstehen und Aufgerichtet-Werden. In diesem Sinne allen ein gesegnetes Osterfest!