Tagebucheintrag: Meine Schwester hat endlich eingewilligt ins Heim zu gehen!

Vielen Dank für diesen Mut machenden Erfahrungsbericht einer anonymen Schreiberin, die ihre Schwester begleitet.

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Meine Schwester hat eine unheilbare Krankheit (ALS). Sie wohnt alleine in ihrem Haus, und wird seit fast einem Jahr von der 24 Stunden Pflege betreut.
Ihr Gesundheitszustand wird immer schlechter und wir haben ständig Probleme mit den Betreuerinnen. Wir, das sind ihre Söhne mit Familie, ihre Freundinnen, ich und meine andere Schwester, die wir alle mithelfen damit sie im Haus sein kann.

Ich habe schon einige Male das Thema Heim angesprochen, aber sie möchte im Haus bleiben. Probieren wir noch eine andere Agentur, bittet sie. Wir sind einverstanden und vereinbaren mit ihr eine zeitgleiche Anmeldung im Seniorenheim. Nach ereignisreichen Wochen (Probleme mit den Betreuerinnen), wir waren alle schon ziemlich am Ende unserer Kräfte, bittet sie mich nachzufragen ob ein Platz frei ist im Heim. 14 Tage mussten wir warten, dann war es so weit. Mit vielen persönlichen Dingen haben wir das Zimmer für sie hergerichtet. Der Abschied vom Haus war verständlicherweise sehr schmerzlich, auch für mich war es schwer sie ins Heim zu bringen.

Sie hat ein Zimmer bekommen mit einem besonders schönen Ausblick. Die erste Konsequenz war, sie musste in der Nacht keine Windelhose mehr tragen, die zu Hause notwendig war, weil die Betreuerinnen höchstens 2 mal in der Nacht aufgestanden sind.

Ich hatte etwas Bauchweh und war gespannt wie sie die Übersiedlung annehmen wird. Ich war sehr erleichtert, als sie mir sagte: „Es geht mir besser als daheim, ich darf in der Nacht ohne schlechtem Gewissen läuten, so oft ich jemanden brauche.“
In weiterer Folge hat sie jetzt viel mehr Kontakte, viel mehr Besuche als zu Hause. Auch Besucher der anderen Bewohner gingen ihr zu und freuten sich sie zu sehen, weil sie vielen bekannt war. Mit dem Rollstuhl ausfahren ist jetzt sehr einfach. Zu Hause brauchten wir den Treppensteiger, und dann konnten wir 200 Meter hin und her fahren, weil ihr Haus auf einem Berg steht.
Meine Schwester erzählt jedem der sie fragt, es geht mir besser als daheim, vielleicht hätte ich doch schon früher gehen sollen.

Und wir können jetzt die Zeit, die wir bei ihr sind, auf ihre persönlichen Wünsche eingehen. Im Haus gab es immer Vieles zu tun, einkaufen Medikamente besorgen,…. Es war ihr auch sehr wichtig, dass Haus und Garten halbwegs in Ordnung waren, und oft blieb wenig Zeit für sie!

Es ist nicht immer so, das nur daheim das Beste ist!

Entlastungsmöglichkeiten bei der Betreuung und Pflege Zuhause

Senior and young holding handsViele Menschen sehen es als selbstverständlich an, dass sie ihre Angehörigen betreuen oder/und pflegen. Was am Anfang einer Betreuung noch selbstverständlich gemacht wird, kann aber mit der Zeit zur seelischen und körperlichen Belastung und Herausforderung werden. Die Betreuung steigert sich anfangs oft unmerklich und wird stetig intensiver. Besonders wenn sich aber nach unvorhergesehenen Ereignissen wie z.B. nach Stürzen oder insbesondere nach einem Schlaganfall das gewohnte alltägliche Leben mit einem Schlag verändert, stehen viele Angehörige vor großen Problemen.

Hilfestellung in diesen Situationen können die Mobilen Dienste, die in ganz Oberösterreich flächendeckend arbeiten, anbieten. Dazu stehen 3 Berufsgruppen (Diplomiertes Krankenpflegepersonal, Fachsozialbetreuung für Altenarbeit sowie die  Heimhilfe) zur Verfügung. Beratungs- und Anlaufstellen sind hierfür die Sozialhilfeverbände der Bezirke und die Magistrate in den Städten. Ebenso erhalten sie hier Informationen über Essen auf Rädern, Kurzzeitpflege, Remobilisationsstätten, Tageszentren für ältere und/oder demente Menschen sowie mobile Hospiz und Palliativteams. Diese Angebote sind aber regional verschieden.

Eine besondere Form der individuellen Versorgung zuhause, bietet die 24-Stunden Betreuung, die ausschließlich von ausländischem Betreuungspersonal angeboten wird. Es gibt derzeit eine Vielzahl an Agenturen die diese sehr kostspielige Betreuung anbieten.

Die Caritas Wien „Verein Rundum Zuhause betreut“ hat sich diesem Thema angenommen und vermittelt in den Bundesländern, Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Salzburg und Oberösterreich die 24-Stunden Betreuung an. Die ausländischen Betreuer und Betreuerinnen kommen aus der Slowakei und aus Ungarn. Voraussetzungen für diese individuelle Betreuungsarbeit sind: solide Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift, eine heimhilfeähnliche Grundausbildung, ein bis zwei Jahre Praxiserfahrung und der Gewerbeschein für selbstständige Personenbetreuung.

Die Personenbetreuer/innen werden sobald sie im Einsatz sind, von diplomiertem Krankenpflegepersonal der Caritas in die Betreuung eingeführt und durch regelmäßige Qualitätsvisiten überprüft.

Kontaktaufnahme und Informationen zur Caritas 24-Stunden Betreuung:
Info Telefon: 0810-24 25 80
E-mail: office@caritas-rundumbetreut.at
Homepage: www.caritas-rundumbetreut.at

Text: Franziska Gaigg (Dipl. Gesundheits- und Krankenschwester, ehrenamtliche Mitarbeiterin Servicestelle Pflegende Angehörige)

„Recht haben – Recht bekommen – Recht behalten“

DSC_0233Ein Informationsabend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Wenn die Betreuung und/oder Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind alle Beteiligten mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert.

  • Welche persönlichen oder technischen Entlastungshilfen gibt es? Wo bekomme ich sie und wie finanziere ich diese?
  • Ist eine Wohnraumadaptierung nötig bzw. möglich und wie kann ich sie finanzieren?
  • Ist ein Heimplatz erforderlich? Was ist dabei zu beachten?
  • Wie kann ich Mobile Dienste organisieren und wie finanzieren?
  • Wie organisiere ich eine 24-Stunden-Betreuung und was ist dabei zu berücksichtigen?

Zudem können Fragen in Bezug auf Pflegegeld, Erbrecht bzw. Vertretung / Sachwalterschaft auftauchen. Finanzielle und rechtliche Aspekte sind ein wichtiges Fundament, damit Pflege und Betreuung für alle gut gelingen kann.

Mag.a Christine Brunhuber gibt einen Überblick über diese Grundlagen und steht darüber hinaus auch für die Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Referentin: Mag.a Christine Brunhuber, Linz

Donnerstag, 21. November 2013
18.00 Uhr
Betreubares Wohnen 2
Kirchengasse 4, 4221 Steyregg (OÖ)

Freiwillige Spenden erbeten.

Veranstalter:
Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in
Kooperation mit der Stadtgemeinde Steyregg

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel. 0676 / 87 76 24 40
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at
www.facebook.com/pflegendeangehoerige

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

ERINNERUNG: Infoabend rund um die Themen finanzielle und rechtliche Aspekte in der Pflege

Ein Informationsabend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Wenn die Betreuung und/oder Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind alle Beteiligten mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert.

  • Welche persönlichen oder technischen Entlastungshilfen gibt es? Wo bekomme ich sie und wie finanziere ich diese?
  • Ist eine Wohnraumadaptierung nötig bzw. möglich und wie kann ich sie finanzieren?
  • Ist ein Heimplatz erforderlich? Was ist dabei zu beachten?
  • Wie kann ich Mobile Dienste organisieren und wie finanzieren?
  • Wie organisiere ich eine 24-Stunden-Betreuung und was ist dabei zu berücksichtigen?

Zudem können Fragen in Bezug auf Pflegegeld, Erbrecht bzw. Vertretung / Sachwalterschaft auftauchen. Finanzielle und rechtliche Aspekte sind ein wichtiges Fundament, damit Pflege und Betreuung für alle gut gelingen kann.

Mag.a Christine Brunhuber gibt einen Überblick über diese Grundlagen und steht darüber hinaus auch für die Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Referentin: Mag.a Christine Brunhuber, Linz

Dienstag, 25. Juni 2013
18.00 Uhr
Pfarrheim Garsten, Kleiner Saal
Am Platzl 2, 4451 Garsten (OÖ)

Freiwillige Spenden erbeten.

Veranstalter:
Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in Kooperation mit der Pfarre und RegionalCaritas

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 44
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

VERANSTALTUNGSTIPP: „Recht haben, Recht bekommen, Recht behalten“

DSC_0233Ein Informationsabend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Wenn die Betreuung und/oder Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind alle Beteiligten mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert.

  • Welche persönlichen oder technischen Entlastungshilfen gibt es? Wo bekomme ich sie und wie finanziere ich diese?
  • Ist eine Wohnraumadaptierung nötig bzw. möglich und wie kann ich sie finanzieren?
  • Ist ein Heimplatz erforderlich? Was ist dabei zu beachten?
  • Wie kann ich Mobile Dienste organisieren und wie finanzieren?
  • Wie organisiere ich eine 24-Stunden-Betreuung und was ist dabei zu berücksichtigen?

Zudem können Fragen in Bezug auf Pflegegeld, Erbrecht bzw. Vertretung / Sachwalterschaft auftauchen. Finanzielle und rechtliche Aspekte sind ein wichtiges Fundament, damit Pflege und Betreuung für alle gut gelingen kann.

Mag.a Christine Brunhuber gibt einen Überblick über diese Grundlagen und steht darüber hinaus auch für die Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Referentin: Mag.a Christine Brunhuber, Linz

Dienstag, 25. Juni 2013
18.00 Uhr
Pfarrheim Garsten, Kleiner Saal
Am Platzl 2, 4451 Garsten (OÖ)

Freiwillige Spenden erbeten.

Veranstalter:
Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in Kooperation mit der Pfarre und RegionalCaritas

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 44
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!