Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege: Teil 3 Bewertung

Im dritten Teil unserer Reihe „Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege“ steht unsere eigene Bewertung im Fokus.

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Was machen meine Bewertungen mit mir? Wir bewerten den ganzen Tag lang alles Mögliche.
Wie fühle ich mich? – Ist das gut oder schlecht?
Wie geht es mir finanziell? – Ist das gut oder schlecht?
Das Verhalten von mir oder anderer? – Wo ordne ich es ein (Gut oder schlecht?)
Die Bewertung passiert meistens automatisch, gibt uns Sicherheit und hat in vielen Situationen ihre Berechtigung. Doch manchmal kann sie uns noch tiefer in den Abgrund ziehen und sogar handlungsunfähig machen. 

Eine Geschichte aus der Pfad des friedvollen Kriegers (Dan Millmann) macht deutlich, dass wir oft nicht wissen ob etwas gut oder schlecht ist bzw. Glück oder Unglück.

Glück oder Unglück? Wer weiß das schon! Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten nur ein Pferd, das den Pflug zog.
Eines Tages lief das Pferd fort. „Wie schrecklich!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Unglück.“
„Wer weiß, ob Glück oder Unglück“, erwiderte der alte Bauer. Eine
Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück. Es brachte fünf wilde Pferde mit  in den Stall. „Wie wunderbar!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Glück.“
„Glück oder Unglück? Wer weiß“, sagte der Alte.
Am nächsten Morgen wollte der Sohn eines der wilden Pferde zähmen. Er stürzte und brach sich ein Bein.
„Wie schrecklich!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Unglück!“
Der Bauer antwortet nur: „Glück oder Unglück?“ Drei Tage später kamen die Soldaten ins Dorf und holten alle jungen Männer in den Krieg. Den Sohn des Bauern konnten sie nicht brauchen. Er blieb als einziger verschont.
Glück oder Unglück. Wer weiß das schon!

Viele Dinge, die wir schwer genommen haben, stellten sich hinterher als Segen heraus. Wir kennen doch auch Beispiele, eine Kündigung, die zu einem viel besseren Job geführt hat. Ein Mann, der mich verließ, um Platz für einen viel Netteren zu machen. Umsonst gesorgt! Nur leider ist es so, dass uns alles Mögliche einfällt was passieren oder sein könnte! Unser Kopf- Kino spielt am liebsten Grusel. Es ist so, dass unser Gehirn evolutionsbedingt auf Überleben fokussiert ist, daher merkt es sich Gefahren und Probleme am besten.

Ein chinesisches Sprichwort besagt:
„Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über deinem Haupt kreisen. Aber du kannst sie daran hindern, Nester in deine Haare zu bauen.“

Ein großes Danke an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Annemarie Aichinger für diesen Beitrag und vielleicht können sie probieren ihre Situation einmal aus einem anderen Blickwinkel zusehen und sie möglicherweise auch anders bewerten.

Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege: Teil 1 Selbstmitgefühl

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Im ersten Teil unserer Reihe „Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege“ steht das Selbstmitgefühl im Mittelpunkt.

Liebevolle Gedanken und Handlungen sich selbst gegenüber, werden von vielen pflegenden Angehörigen, hinten angestellt. Es geht ja darum, dass es meinem Angehörigen gut geht und dafür gebe ich alles. Wenn der Fokus fast ausschließlich bei anderen liegt, bleibst du selbst auf der Strecke und es kann schneller zu Überlastungen, Missstimmungen und längerfristigen Daueranspannungen im Alltag kommen.

Ein achtsamer Umgang mit sich selber kann mithelfen eine positive Veränderung für sich selbst und die ganze Situation zu erreichen. Heute schauen wir uns an, wie das Selbstmitgefühl unterstützt werden kann.

Was ist Selbstmitgefühl eigentlich? Brauche ich das? Und wie kann mir Selbstmitgefühl helfen?

Folgender Artikel aus „Welt der Frau“ beschreibt alltagstaugliche Übungen für mehr Selbstmitgefühl.

Artikel Welt der Frau Bild
Auszug aus „Das Engagement des Herzens“, Welt der Frau 06/2017,
Text: Christa Spannbauer, Foto: Tom Zilker
www.welt-der-frauen.at

 

4 Minuten für Ihr Wohlbefinden

Was macht nicht zu viel Aufwand und führt im Fernen Osten (China, Japan…) zu geringeren Demenz-Erkrankungen?
Es sind die dort sehr verbreiteten Vertiefungsübungen wie Chi Gong oder Tai Chi, die jede/n in eine Ausgeglichenheit bringt, die sich für Körper und Geist als förderlich erweist.

Fotolia_43589858_XSHaben Sie 4 Minuten Zeit am Morgen?
Je 2 Minuten auf einem Bein stehen – das sollte zu machen sein. Die Arme und Hände können dabei seitlich weggestreckt sein, oder über dem Kopf gehalten werden.

Die Wirkung leitet sich ab von der Aufmerksamkeit des Geistes und des Körpers, das Gleichgewicht herzustellen. Und dabei wird die Leistung des Gehirns trainiert und stabilisiert.

In der Ruhe liegt die Kraft!

Wir danken Heinz Häubl für diesen Beitrag.