Ihr Anliegen ist uns wichtig!

Sie sind betreuender oder pflegender Angehöriger?

Wir helfen Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch wenn
– es durch die Pflege zu familiären Konflikten kommt,
– die Beziehung zum gepflegten Angehörigen angespannt ist,
– alles ausweglos scheint,
– Sie sich ausgebrannt fühlen,
– Entscheidungen zu treffen sind,
– Sie Trauerbegleitung in Anspruch nehmen möchten,
– Sie sich nach der Pflege neu orientieren müssen.

Unsere Beratungen sind kostenlos. Freiwillige Spenden erbeten.

Wir bitten Sie um telefonische Terminvereinbarung mit einem unserer Berater.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine Beratung zu Hause möglich.

Nähere Informationen unter: www.pflegende-angehoerige.or.at

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Bleiben Sie mit Ihren Sorgen nicht alleine…

plants-1282997_1920Ein chinesischer Bauer hatte seine Reispflänzchen zur rechten Zeit in den Boden eingebracht und versäumte keinen Morgen, zum Feld zu gehen und nach dem Gedeihen der noch zarten Halme zu schauen. Die Voraussetzungen waren gut: er hatte gedüngt, fleißig gewässert und auch die Pflanzen sicher und fest im Boden eingedrückt. Die Sonne schien, und die Luft war lau und mild.

Zwei Wochen gingen ins Land, der Bauer wurde ungeduldig. Die Pflanzen schienen ihm nur wenig größer geworden zu sein. Er suchte ein Mittel, den Trieb zu beschleunigen. Da kam ihm eine Idee: Täglich zog er ein bisschen an den Halmen. Als er aber am siebten Tag aufs Feld kam, was musste er sehen? Die Pflänzchen lagen welk und entwurzelt im Wasser und er musste mit seiner Arbeit von vorne beginnen.

Ein Ihnen nahe stehender Mensch ist erkrankt oder alt und pflegebedürftig. Für Sie ist es eine Selbstverständlichkeit, ihm zu helfen. Seien es die eigenen Kinder, der langjährige Lebenspartner, mit dem Sie vielleicht gemeinsam Kinder groß gezogen haben, Ihre Geschwister, ein Eltern- oder Geschwisterteil, Großmutter oder Großvater – Sie verbindet wahrscheinlich ein tiefes Verantwortungsgefühl füreinander und eine gemeinsame Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen.

Gleichzeitig tragen Sie die Verantwortung für Ihr eigenes Leben. Sie stehen vielleicht mitten in der Ausbildung, im Beruf, haben Kinder, die Sie brauchen, sind vielleicht selbst bereits nicht mehr so fit, etc. Nicht nur für die pflegebedürftige Person verändert sich das Leben, es stellt auch Ihr Leben und die Lebenspläne der ganzen Familie auf den Kopf. Alles muss überdacht und anders organisiert werden. Viele Kompromisse müssen für eine unabsehbare Zeit eingegangen werden. Pflegende Angehörige müssen täglich, oft über einen langen Zeitraum, sowohl körperlich als auch seelisch enormen Belastungen standhalten.

Schnell kann sich der/die Pflegende dabei selbst in einer Situation wiederfinden, in der die Herausforderung zur Überforderung wird. Der Übergang ist meist fließend und vollzieht sich oft unbemerkt. Sie selbst werden zum „Reispflänzchen“ an dem stetig gezogen wird oder vielleicht ziehen Sie auch selbst permanent an sich, bis es eines Tages einmal zu viel ist.

Bleiben Sie mit Ihren Sorgen und Belastungen nicht alleine. Mein Name ist Ute Winkler und ich leite Caritas Servicestelle für pflegende Angehörige in Rohrbach. In einem persönlichen und vertraulichen Beratungsgesprächen haben Sie die Möglichkeit, neue Sichtweisen und Handlungsräume zu entwickeln und eigene Grenzen zu erkennen.

Die psychosoziale Beratung an der Servicestelle für pflegende und betreuende Angehörige ist kostenlos und vertraulich. Sie können mich Mo – Fr von 08.00 bis 12.00 Uhr unter der Tel. 0676/8776 2443 erreichen.

Unter www.pflegende-angehoerige.or.at finden Sie Kontaktdaten meiner KollegInnen an allen weiteren Standorten der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in Oberösterreich.

Vom Auf und Ab in unserem Leben

„Schon an der Größe eines Augenblicks lässt sich die Größe eines Lebens ermessen: die Höhe einer Bergkette wird ja auch nicht nach der Höhe irgendeiner Talsohle angegeben, sondern ausschließlich nach der Höhe des höchsten Berggipfels. So entscheiden auch im Leben über dessen Sinnhaftigkeit die Gipfelpunkte, und ein einziger Augenblick kann rückwirkend dem ganzen Leben Sinn geben.“
(Viktor E. Frankl)

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Mein Name ist Petra Radinger. Ich arbeite in der Servicestelle für pflegende Angehörige in Steyr in beratender Tätigkeit.

Oft verwende ich in der Beratung  die Metaphern  von Tälern und Gipfelpunkte.  Sie beschreiben in anschaulicher Weise das Auf und Ab in unserem Leben.

Steinige Wege werden  im Leben durchschritten. Oft sind sie mit Anstrengung, Mutlosigkeit,  Schmerz und Leid verbunden.  Bei der Beratung von pflegenden Angehörigen durchwandere ich gemeinsam mit Menschen  Täler und Schluchten des Lebens.  Manchmal  macht es den Anschein,  es gäbe keinen Ausweg mehr.  Man ist sozusagen an einer Sackgasse angelangt, wobei vor lauter Gebüsch und Gestrüpp  kein Pfad mehr nach vorne oder  zurück erkennbar ist…

Und doch eröffnen sich immer wieder  neue Wege. Einen neuen Weg für sich zu entdecken, sich  zu entscheiden und  zu beschreiten  erfordert  Mut. Mut den Pfad anders als gewohnt  zu gehen. Hat man sich für einen für sich sinnvollen, neuen Weg entschieden, einem  Weg “wozu“  wird die Sicht klarer… der Weg zum Gipfel  wird erkennbar.  Vertrauen und Hoffnung  lassen  Menschen den beschwerlichen  Anstieg bis zum Gipfel  überwinden.  Hat man den Aufstieg zum  Gipfel des Berges geschafft,  wird einem vergegenwärtigt  “wofür“ man die Strapazen des Aufstiegs auf sich genommen hat…

Ein einziger Augenblick kann rückwirkend dem ganzen Leben Sinn geben.

Ich würde mich freuen, ein Stück Ihres  Weges  gemeinsam mit Ihnen zu  gehen  und Sie beim Aufstieg zum Gipfel zu ermuntern und  zu unterstützen. Ich werde mich über jeden Gipfelpunkt den Sie erreicht haben freuen!

Die psychosoziale Beratung an der Servicestelle für pflegende und betreuende Angehörige ist kostenlos und vertraulich. Sie können mich jeden Dienstag und Mittwoch unter der Tel. 0676/8776 2442 erreichen.

Unter www.pflegende-angehoerige.or.at finden Sie Kontaktdaten meiner KollegInnen an allen weiteren Standorten der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in Oberösterreich.

Beratung für pflegende und betreuende Angehörige

Sie sind betreuender oder pflegender Angehöriger?

Wir helfen Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch wenn
– es durch die Pflege zu familiären Konflikten kommt,
– die Beziehung zum gepflegten Angehörigen angespannt ist,
– alles ausweglos scheint,
– Sie sich ausgebrannt fühlen.

Unsere Beratungen sind kostenlos. Freiwillige Spenden erbeten.
Wir bitten Sie um telefonische Terminvereinbarung mit einem unserer Berater.

Nähere Informationen unter: www.pflegende-angehoerige.or.at

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Besuchen Sie uns auf der Messe integra!

Wann: 27.-29. April 2016
Wo: Messegelände Wels, Halle 20 | Sektor C | Stand 390

Besuchen Sie uns auf der Messe integra – Österreichs Leitmesse für Pflege, Therapie, Betreuung und Rehabilitation und nutzen Sie unser kostenloses Beratungsangebot!

Sie finden uns auf dem Stand „Angehörige pflegen“ – in Kooperation mit der Pflegewerkstatt der Elisabethinen.

Nähere Informationen finden Sie hier: www.integra.at/angehoerige-pflegen

Wir freuen uns auf Sie!

Psychosoziale Beratung für pflegende Angehörige

Sie sind betreuender oder pflegender Angehöriger?

Wir helfen Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch wenn
– es durch die Pflege zu familiären Konflikten kommt,
– die Beziehung zum gepflegten Angehörigen angespannt ist,
– alles ausweglos scheint,
– Sie sich ausgebrannt fühlen.

Unsere Beratungen sind kostenlos. Freiwillige Spenden erbeten.

Wir bitten Sie um telefonische Terminvereinbarung mit einem unserer Berater:

  • LINZ: Mag.(FH) Julia Wiesenhofer, Tel. 0676 8776 2447
  • GRIESKIRCHEN: Mag. Martin Eilmannsberger, Tel. 0676 8776 2441
  • ROHRBACH: Christine Gumpenberger, Tel. 0676 8776 2443
  • STEYR: DGKS Petra Radinger, Tel. 0676 8776 2442
  • VÖCKLABRUCK: Helene Kreiner-Hofinger, Tel. 0676 8776 2448

Nähere Informationen unter: www.pflegende-angehoerige.or.at

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Aus den Beratungen: Innere Motive für die Pflege

Beratung_MartinWenn man pflegende Angehörige nach den Motiven für die Betreuung fragt, haben sie sehr unterschiedliche Antworten: „Es ist ja eine Verpflichtung für die Mutter zu sorgen!“, „Wir haben es im Rahmen der Partnerschaft einander versprochen!“, „Es steht im Übergabevertrag!“, „Er tut mir so leid, ich kann gar nicht anders!“, „Ich gebe etwas zurück, was ich erhalten habe!“, Ich bekomme dafür das Pflegegeld und bin versichert!“, „Weil ich sie liebe!“, usw.

Manchmal liegen die Motive gar nicht so klar auf dem Tisch, sondern sind überlagert oder versteckt. Wie wichtig es sein kann, genauer auf die inneren Motive, auf das was einem zuinnerst wirklich bewegt und antreibt, zu schauen, zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Beratung:

Eine Frau klagt, dass die Betreuung der Schwiegermutter sie zunehmend belastet und auslaugt. Sie erzählt, dass sie sich sehr um sie bemüht (sie widmet ihr viel Zeit und Aufmerksamkeit), aber kaum Anerkennung dafür erhält. Als sie sich dann deswegen einmal bei der Schwiegermutter beschwert, erhält sie eine Antwort, die sie sehr kränkt:
„Die Betreuung steht ja im Übergabevertrag!“

Die Frau hätte gerne Anerkennung und Wertschätzung für ihren Einsatz, was aber die Schwiegermutter aus irgendeinem Grund nicht geben kann (Stolz, Scham, innere Abwehr auf Hilfe angewiesen zu sein, …). Bei genauerem Hinsehen, auch auf die Lebensgeschichte der Frau, stellt sich heraus, dass sich da etwas wiederholt, was sie von ihrer eigenen Mutterbeziehung her kennt: Sie musste als Kind immer um die Anerkennung der Mutter ringen. Ein Lob kam der Mutter nicht über die Lippen. Als sie erkennt, dass die alte Sehnsucht nach der Anerkennung durch die eigene Mutter hinter ihrem besonderen Bemühen um die Schwiegermutter steht, kann sie sich zurücknehmen und das Betreuungsverhältnis mehr als das sehen, was es ist: ein Deal in einem Übergabevertrag.

Das Beispiel zeigt deutlich, wie wichtig die Klärung der inneren Motivation für den Energiehaushalt in einer Betreuungsbeziehung ist. Das Gespräch darüber und das Offenlegen der Motive könnte Betreuende wie Betreuten sehr weiterbringen.

Text: Martin Eilmannsberger
Psychosoziale Beratung an der Servicestelle für pflegende Angehörige

Unterstützung und Beratung finden betreuende und pflegende Angehörige