Buchtipp: Tipps und Grenzen für Beschäftigung und Training mit Menschen mit Demenz – ein Ratgeber für Angehörige.

Viele Angehörige betreuen zu Hause einen Menschen mit Demenz. Dabei möchte man Betroffene bestmöglich fördern.

Doch wie gelingt das und welche Möglichkeiten gibt es?

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Der Ratgeber der MAS Alzheimerhilfe ist ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle, die sich mit Beschäftigungs- und Trainingsmöglichkeiten mit Menschen mit Demenz auseinandersetzen möchten.

Ein theoretischer Input zum Krankheitsbild zu Beginn des Buches liefert eine wertvolle Grundlage, um Betroffene besser verstehen und ein Beschäftigungsprogramm bestmöglich gestalten zu können. Ziel der Beschäftigung ist die Förderung der noch bestehenden Fähigkeiten der Betroffenen und somit die Steigerung des Selbstwertgefühls. Das gezielte Üben fördert zudem die Selbstständigkeit und Zufriedenheit der Betroffenen. Der Ratgeber enthält hierzu einen sehr umfassenden und anschaulich gestalteten Übungsteil. Angefangen von Wortspielen, Sprichwörtern, Suchbildern bis hin zum Liedertitel raten – es finden sich zahlreiche Anregungen für die Beschäftigung zu Hause für jedes Stadium der Demenz.

Neben den Möglichkeiten zur Förderung und Beschäftigung von Betroffenen zeigt der Ratgeber jedoch auch sehr realitätsnah auf, wo die Grenzen des Trainings liegen. Denn nicht immer gelingt das Training zu Hause und so ist diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet.

„Motivieren. Aktivieren. Stärken. Tipps und Grenzen für Beschäftigung und stadiengerechtes Training mit Menschen mit Demenz“ ist ein sehr gelungener Ratgeber mit hohem Praxisbezug, der auf alle wichtigen Aspekte des Trainings und der Beschäftigung mit Menschen mit Demenz eingeht.

Erhältlich ist der Ratgeber im Facultas-Verlag: https://www.facultas.at/list/9783708916040

BuchTIPP: “ Denk auch an Dich! Wie pflegende Angehörige den Alltag gelassen meistern.“

Karin Schels (2015): Denk auch an Dich! Wie pflegende Angehörige den Alltag gelassen meistern. Reinhardt- Verlag 

Gerade in der Pflege und Betreuung eines geliebten Menschen ist es wichtig, auch mit sich selbst achtsam und fürsorglich umzugehen. Die eigene Wertschätzung, das Erkennen der eigenen Grenzen und das Annehmen-Können von Unterstützungsangeboten entlastet nicht nur pflegende Angehörige sondern alle Beteiligten.

Dieses Buch zeigt ratsame Wege auf, wie es pflegenden Angehörigen gelingen kann, auch im „Pflege-Alltag“ sorgsam mit sich selbst umzugehen, ohne das eigene Leben aufzugeben. Fragen zur Selbstreflexion und zahlreiche praktische Anregungen und Tipps machen dieses Buch zu einem praktischen Nachschlagewerk und Wegweiser im Alltag: Wer unterstützt mich in meiner Aufgabe? Welche Auszeiten gönne ich mir? Welche Wünsche habe ich eigentlich?

Die Autorin fasst zusammen: „Wer die Pflege und Betreuung gut organisiert hat und dabei auf sich selbst achtet, kann in der Pflege und Betreuung eines Angehörigen Dankbarkeit und Lebensfreude empfinden.“

denk auch an dichEin sehr empfehlenswertes praxisnahes Buch, das verständlich und gut strukturiert geschrieben ist. Anzumerken ist, dass es sich um ein in Deutschland herausgegebenes Buch handelt und daher einzelne Informationen nicht für Österreich gültig sind. Der überwiegende Teil befasst sich jedoch ganz allgemein mit der Situation pflegender Angehöriger, ein  Hauptaugenmerk des Buches liegt dabei auf praktischen Tipps und Anregungen für den Alltag.

 

Erhältlich ist das Buch „Denk auch an Dich“  über den  Reinhardt-Verlag: http://www.reinhardt-verlag.de/de/titel/52190/Denk_auch_an_Dich_/