Alltagstipps im Umgang mit Demenz für viele konkrete Situationen des täglichen Lebens

alter Mensch mit Ball

Es gibt so viele verschiedene und oft neue Situationen mit denen Sie als pflegender Angehöriger täglich konfrontiert sind. Es wurden auf der Homepage https://www.caritas-pflege.at/ratgeber/demenz/alltagstipps/ viele alltägliche Situationen und Tipps von Fachpersonen gesammelt, auf die Sie zurückgreifen können.

Sie können auf der Homepage folgenden Kategorien auswählen:

Möglicherweise kennen Sie die eine oder andere Situation und bekommen gleich einen Tipp von einer Fachperson, der ihnen beim nächsten Mal behilflich sein kann. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Situationen zum Positiven verändern können.

 

 

 

Reise in die Vergangenheit

Morgen Nachmittag gibt es einen Ausflug zur Waldkapelle „Maria Rast“ für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

WaldkapelleEine Demenzerkrankung stellt Betroffene, aber auch pflegende Angehörige vor große Herausforderungen. Denn neben den altersbedingten, körperlichen Beschwerden kommt es bei Menschen mit Demenz zum allmählichen Abbau der geistigen Fähigkeiten. Am Beginn der Erkrankung ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen; an Erlebnisse in der Vergangenheit können sich die Betroffenen meist aber noch gut erinnern.
Dieser Ausflug zur Waldkapelle Maria Rast und die anschließende Einkehr im alten, für das Mühlviertel typischen Hof „Zur Rastbank“ soll Erinnerungen an vergangene Zeiten wachrufen, oder einfach nur Abwechslung zum Pflegealltag bieten.

Frei nach dem Motto „gemeinsam eine schöne Zeit erleben“ freuen wir uns auf Ihre Teilnahme!

Wann: Donnerstag, 28. Juni 2018, 14:30 bis ca. 17:00 Uhr
Wo: Waldkapelle Maria Rast, Brennten, 4191 Vorderweißenbach

Die Teilnahme ist kostenlos.
Speisen und Getränke im Hof „Zur Rastbank“ sind selbst zu bezahlen.
Anmeldung erforderlich!

Information und Anmeldung:

Caritas-Servicestelle Pflegende Angehörige
Gerberweg 6, 4150 Rohrbach-Berg
Mag.a Ute Maria Winkler
Tel.: 0676 / 87 76 24 43
ute.maria.winkler(at)caritas-linz.at
www.pflegende-angehoerige.or.at

Demenzfreundliche Region Rohrbach
Gerlinde Arnreiter, MSc
Sozial- und Demenzberatungsstelle des
Sozialhilfeverbandes Rohrbach
Am Teich 1, 4150 Rohrbach-Berg
gerlinde.arnreiter(at)ooe.gv.at
Tel.: 0660 / 34 09 527
www.demenzfreundliches-rohrbach.at

„Das langsame Vergessen“: Erfahrungen Angehöriger von Menschen mit Demenz

In unserer neuen Reihe stehen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen im Fokus.

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Foto:Pawloff

Betreuende und pflegende Angehörige erzählen ihre Erfahrungen, Beobachtungen und Empfindungen im Alltag mit Menschen mit Demenz, verbundene Herausforderungen aber auch Freuden im Umgang werden beleuchtet.

Den Beginn macht B.V., der über einige Jahre seine Schwiegermutter (mit)- betreute, anfangs im Familienverband, später im Pflegeheim als diese immer mehr „ins Vergessen ging“.

„Bei einem Seminar über Demenz hat eine sehr erfahrene Altenpflegerin der Gruppe erklärt: „Alles, was ein Mensch in seiner Demenz tut, sagt oder fühlt, hat seine Ursache. Auch wenn wir es nicht verstehen, hat es seinen Sinn aus seinem gelebten Leben heraus. Wir müssen es auch nicht verstehen, sondern ganz einfach seiner Erlebniswelt mit Respekt begegnen und versuchen ihren Gründen nach zu spüren.“

Als meine Schwiegermutter immer weiter ins Vergessen ging, war sie manchmal aufgeregt und sehr schwer zu beruhigen. Mein Schwiegervater hatte angerufen: „ Die Mutter ist nicht zu bändigen.“ Um ihm ein wenig Freiraum zu verschaffen, haben wir sie zu uns geholt. Wir wussten, dass sie gern singt und haben sie gefragt, ob sie wohl mit uns Volkslieder singen möchte. Sie nahm dieses Angebot sofort an und wurde mit der Zeit beim Singen immer ruhiger.

Wir haben sie dann gefragt, warum sie so gern singt. Sie erzählte uns dann, dass sie immer daheim mit ihrer Mutter gesungen hat, wenn sie beide allein ohne den Rest der Familie Hausarbeiten erledigten. Sie sagte uns: „Das war immer so herrlich. Ich habe dann die zweite Stimme gesungen und wir waren ganz fröhlich zusammen. Das war richtig schön.“

Offensichtlich war das ihr Gefühl von Geborgenheit und zu Hause. Es waren wohl nicht ihr Elternhaus oder das Haus und später die Wohnung, wo sie mit ihrer eigenen Familie gelebt hat, sondern eher dieses Gefühl von Geborgen sein, Zuwendung und Schutz.“

Es war uns jetzt auch klar, was sie damit meinte, wenn sie „nach Hause“ wollte.

Einen herzlichen Dank an B.V., ehrenamtlicher Blogschreiber für diesen Beitrag!

Sie möchten sich Unterstützung im Umgang mit Ihrem Angehörigen, der an Demenz leidet holen?

Beachten Sie unsere Veranstaltungen zum Thema Demenz (Veranstaltungen) oder unsere Treffpunkte für pflegende Angehörige (Treffpunkte)

In Linz in der Elisabeth-Stub’n gibt es bspw. einen Treffpunkt, der speziell für Angehörige, die Menschen mit Demenz betreuen oder pflegen gedacht ist (jeden 1. Donnerstag im Monat von 16.00-18.00).