Wege, um die eigenen Energiequellen zu aktivieren

Wenn wir den ganzen Tag über gefordert werden, fühlen wir uns oft abgeschlagen und übermüdet. Wir verlieren die Konzentraten und Kraft für notwendige Aktivitäten und Aufgaben.

Einfache Übungen helfen, die Energiereserven sehr schnell und effektiv freizusetzen. Richten Sie sich am besten täglich kleine Rituale ein.

Folgend wertvolle Anregungen für Übungen, die Kraft verleihen:

fit in sekunden(Die Quelle dieser Übungen ist uns leider nicht bekannt)

Herzlichen Dank an Annemarie Aichinger, Ehrenamtliche Mitarbeiterin für diese Anregungen!

Vortrag „Burn-Out, Erschöpfung, Depression“

1939742_513182805452954_1662707199661352465_o„Burn-Out, Erschöpfung, Depression“
Wie kann ich mich davor schützen?

Ein Abend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Mag man es nun „Burn-Out“, „Erschöpfung“ oder „depressive Verstimmung“ nennen: Menschen, die sich mehr oder weniger regelmäßig um Angehörige kümmern, sie betreuen und pflegen, kennen das Gefühl nur zu gut, manchmal müde und ausgelaugt zu sein, keine Lust mehr zu haben oder sogar ungewohnt verärgert bis aggressiv auf Anforderungen zu reagieren.

Doch woher kommen diese Gefühle? Wie damit umgehen, was dagegen tun?
Gemeinsam mit der Referentin werden an diesem Abend durch einen kurzen Vortrag und mit viel Zeit für Gespräche Antworten gesucht.

Referentin: Dr.in Dorothea Gallistl-Niel, Arbeitsmedizinerin
Termin: Montag, 2. Juni 2014, 20:00 Uhr
Ort: Mehrzweckraum des Feuerwehrhauses
4782 St. Florian/Inn Nr. 70

Eintritt frei, freiwillige Spenden erbeten!

Information:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Hubert-Leeb-Straße 1, 4710 Grieskirchen

Tel. 0676 / 8776 2441
martin.eilmannsberger@caritas-linz.at

Wir freuen uns auf Sie!

„Manchmal fühle ich mich wie in einem Hamsterrad!“

DSC_0166 (2)So brachte es vor kurzem Frau F., die ihren demenzbetroffenen Partner betreut, in einem Beratungsgespräch auf den Punkt.

„Gestern habe ich Stunden damit verbracht mit ihm irgendetwas zu suchen: die Schlüssel, die Brille, die Fernbedienung…  Der ganze Tagesablauf wird von der Krankheit bestimmt, es ist nichts mehr planbar, ich bin nur mehr am reagieren und komme zu gar nichts, schon gar nicht zu dem, was mir persönlich wichtig wäre.“

Viele pflegende Angehörige formulieren dieses Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit und die daraus entstehende Unzufriedenheit und Aggression. Das Gefühl, nicht mehr über sein eigenes Leben bestimmen zu können und diese Ungewissheit, was die nächste Stunde, die nächsten Tage bringen, kostet sehr viel Kraft.

Frau F. wird ihrem Mann auf sein drängendes Bitten das nächste Mal antworten. „Ich bin gerade so beschäftigt, ich helfe dir, wenn ich hier fertig bin. Du kannst ja mal suchen.“  Sie kann Strategien entwickeln, um nicht zum Spielball seiner spontanen Bedürfnisse und seiner Vergesslichkeit zu werden. Kommunikationsansätze, wie sie etwa P.A.U.L.A. (Kursreihe zum Thema Demenz, Infos unter www.pflegende-angehoerige.or.at) vermittelt, können hier sehr hilfreich sein.

Grundsätzlich gilt: nicht alle geäußerten Bedürfnisse können erfüllt werden, überzogene Erwartungen dürfen nicht erfüllt werden – da braucht es auch das klare „Nein“.
Für pflegende Angehörige ist es wichtig, eine passive, reagierende Haltung zu verändern und das Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Es ist gefährlich zu denken: Was an Zeit und Energie von der Betreuung und Pflege übrig bleibt, gehört mir und meinen Interessen und Bedürfnissen.
Zuerst muss festgelegt sein: Was brauche ich unbedingt, dass es mir gut geht: Ausgleich und Bewegung, Kontakte mit Freunden, Auszeiten und Ruhezeiten oder Hobbies.
Wer diese Anregungen beachtet, läuft weniger Gefahr Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit ausgeliefert zu sein.

Text: Mag. Martin Eilmannsberger
(Berater der Servicestelle Pflegende Angehörige, Theologe und Sozialarbeiter)