Heilkräuter 1×1 – Das Mutterkraut

mutterkrautDas Mutterkraut wurde im Altertum sowie auch im Mittelalter viel in der Frauenheilkunde verwendet. Es wird deshalb auch „Frauenminze“ genannt. Heutzutage ist seine Heilkraft nahezu unbekannt und es ist aus unseren Gärten größtenteils verschwunden. Bevorzugt wächst es während der Sommermonate an Wegrändern.

 

Heilwirkung:

  • anregend
  • beruhigend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend

Es hilft bei einem unregelmäßigem Menstruationszyklus und lindert Menstruationsbeschwerden. In den Wechseljahren wirkt es ausgleichend auf den Hormonmangel und reduziert so die Wechseljahrsbeschwerden. Bei wiederkehrenden Migräne-Attacken kann es heilend wirken, wenn man es vorgebeugend und regelmässig einnimt. Außerdem ist es ein gutes Heilkraut gegen Fieber, Erkältungen, Rheuma, Asthma, Husten sowie Depressionen und Blähungen.

Nun gibt es bereits wissenschaftliche Beweise, dass Mutterkraut gegen Kopfschmerzen und Fieber hilft. (Artikel „Mutterkraut lindert Migräneattacken“ (derStandard, 21.01.2016): derstandard.at/2000029494156/Mutterkraut-kann-Migraeneattacken-vorbeugen

Anwendung:
Anwendung finden die frischen Blätter zum Beispiel zur Vorbeugung bei Migräne. Dafür vier Wochen lang täglich ein frisches Mutterkrautblatt auf einem Butterbrot essen.

Zur Teezubereitung können Sie frische oder getrocknete Blätter verwenden. Dazu benötigen Sie 1 Teelöffel Mutterkraut-Blätter. Diese mit 1 heißen Tasse Wasser aufgießen und bedeckt 5-10 Minuten ziehen lasssen. Davon täglich ca. 3 Tassen trinken.

Mutterkraut gibt es auch als Tinktur zu kaufen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Der Frauenmantel

frauenmantel„Unkraut nennt man die Pflanzen,
deren Vorzüge noch nicht erkannt wurden.“

– Ralph Waldo Emerson

Der Frauenmantel findet vor allem für seine schönen Blätter Bewunderung. Die samtigen Blätter erinnern an die Falten eines Damenumhangs. Der botanische Name Alchemilla leitet sich vom Begriff Alchemie ab und soll darauf zurückgehen, dass im Mittelalter die Alchemisten Tau von den Blättern gesammelten haben. Sie glaubten daraus Gold herstellen zu können.

Der Frauenmantel hat sich in der Volksheilkunde vorwiegend in der Frauenheilkunde bewährt. Zudem gibt es kaum einen Bereich des Körpers, für den er nicht seine wohltuende Wirkung verbreitet. Bereits im Mittelalter hat Hildegrad von Bingen den Frauenmantel in ihren Kräuterbüchern empfohlen.

Die Schulmedizin vermutet lediglich bei bei Magen- und Darmbeschwerden eine Heilwirkung.

Heilwirkung
Der Frauenmantel wirkt laut Volksheilkunde adstringierend (zusammenziehend), beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, wundheilend, milchfördernd und tonisierend.

Er weist Pflanzenhormone auf, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Dadurch kann der Frauenmantel prämenstruelle Störungen und Wechseljahrsbeschwerden ausgleichen. Zudem wirkt das Frauenmantelkraut entkrampfend, was sehr günstig für die Gebärmutter ist.

Anwendung
Als Tee getrunken lindert er Frauenbeschwerden wie Periodenkrämpfe, Prämenstruelles Syndrom oder Beschwerden der Wechseljahre.

Zubereitung eines Tees:
2 TL Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.Davon täglich 2 Tassen zwischen den Mahlzeiten trinken.

Die Blätter des Frauenmantels können auch für die Herstellung Gurgellösungen, Kaltaufgüssen oder als Badezusatz gegen Weissfluss genutzt werden.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.