Heilkräuter 1×1 – Der Frauenmantel

frauenmantel„Unkraut nennt man die Pflanzen,
deren Vorzüge noch nicht erkannt wurden.“

– Ralph Waldo Emerson

Der Frauenmantel findet vor allem für seine schönen Blätter Bewunderung. Die samtigen Blätter erinnern an die Falten eines Damenumhangs. Der botanische Name Alchemilla leitet sich vom Begriff Alchemie ab und soll darauf zurückgehen, dass im Mittelalter die Alchemisten Tau von den Blättern gesammelten haben. Sie glaubten daraus Gold herstellen zu können.

Der Frauenmantel hat sich in der Volksheilkunde vorwiegend in der Frauenheilkunde bewährt. Zudem gibt es kaum einen Bereich des Körpers, für den er nicht seine wohltuende Wirkung verbreitet. Bereits im Mittelalter hat Hildegrad von Bingen den Frauenmantel in ihren Kräuterbüchern empfohlen.

Die Schulmedizin vermutet lediglich bei bei Magen- und Darmbeschwerden eine Heilwirkung.

Heilwirkung
Der Frauenmantel wirkt laut Volksheilkunde adstringierend (zusammenziehend), beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, wundheilend, milchfördernd und tonisierend.

Er weist Pflanzenhormone auf, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Dadurch kann der Frauenmantel prämenstruelle Störungen und Wechseljahrsbeschwerden ausgleichen. Zudem wirkt das Frauenmantelkraut entkrampfend, was sehr günstig für die Gebärmutter ist.

Anwendung
Als Tee getrunken lindert er Frauenbeschwerden wie Periodenkrämpfe, Prämenstruelles Syndrom oder Beschwerden der Wechseljahre.

Zubereitung eines Tees:
2 TL Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.Davon täglich 2 Tassen zwischen den Mahlzeiten trinken.

Die Blätter des Frauenmantels können auch für die Herstellung Gurgellösungen, Kaltaufgüssen oder als Badezusatz gegen Weissfluss genutzt werden.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Die Schafgarbe

SchafgarbePfarrer Kneipp sagte: „Viel Unheil blieb den Frauen erspart, würden sie zur Schafgarbe greifen.“

Die Schafgarbe ist auch bekannt als Augenbraue der Venus (Supercilium Veneris), Bauchwehkraut, Bereitgestelltes Wundkraut, Herrgotts Rückenkraut, Frauendank, Mutterkraut, Blutstillkraut, Heil der Welt, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut oder Margaretenkraut.

Sie wirkt heilend auf die Atemwege, sowie auf den gesamten Verdauungstrakt. Sie hilft unter anderem bei Entzündungen, verbessert und reinigt das Blut und fördert den Kreislauf – so stärkt sie das venöse System und schützt vor Krampfadern. Die Schafgarbe fördert die Durchblutung – besonders der Unterleibsorgane – was sie zu einer der wertvollsten Frauenheilkräuter gemacht hat.

Die Wirkung der Schafgarbe ist heute wissenschaftlich anerkannt:

  • stärkend (tonisierend)
  • blähungslösend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • wundheilungsfördernd
  • appetitfördernd
  • galleflussfördernd

Anwendung
Als Tee getrunken, reguliert die Schafgarbe den Zyklus und tut dem Verdauungstrakt gut. Er hilft bei starken Blutungen oder Bauchkrämpfen.  Die frischen Triebe und Blätter können außerdem als Beigabe zu Salaten verwendet werden.

Äußerlich angewendet wird die Schafgarbe als Badezusatz oder in Form von Umschlägen. Diese helfen bei Regelschmerzen, Bauchkrämpfen, Wunden und Verletzungen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.