Heilkräuter 1×1 – Die Minze

Sprichminzet man von der Minze, so ist meistens die Acker-Minze gemeint. In der Medizin finden vorwiegend die Acker-Minze und die Pfefferminze Verwendung.

Erwähnt wurde die Minze erstmals bei den Griechen, wobei sie in Asien vermutlich schon lange zuvor eingesetzt wurde.

Heilwirkung

Die Wirkung der Minze beruht hauptsächlich auf ihrem hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Der größte Anteil, ca. 50-80 % besteht aus Menthol, wobei unterschiedliche Minzsorten unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweisen.

Minze wirkt antibakteriell, krampflösend, schmerzstillend und kühlend sowie blähungslindernd und gallenflussfördernd. Sie kann helfen bei

  • Blähungen
  • Magen-Darm- und Gallenblasenbeschwerden
  • Katarrhen der oberen Atemwege
  • Muskel- und Nervenschmerzen
  • Kopfschmerzen

Zudem fördert ihr Duft das Denken und erfrischt den Geist 🙂

Anwendung

Minze sowie das Minz-Öl können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Minz-Tee: Pro Tasse ungefähr 3-5 Minzblätter mit nicht mehr siedenden Wasser übergießen und die Mischung mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nach Vorliebe mit Honig, Zucker oder auch Anis süßen.

Das ätherische Öl der Minze erhalten Sie in der Apotheke und Drogerie.

Als ätherisches Öl kann man die Pfefferminze bei Erkältungen inhalieren oder einreiben. Sie befreit die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Ätherisches Minzöl ist ideal in der Duftlampe überall dort, wo eine klare und frische Atmosphäre erwünscht ist.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Die Gundelrebe

„Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten.”
~ Gärtner Pötschke

P1000887Als Heilmittel kennt man die Gundelrebe – auch Gundermann genannt – schon seit dem
12. Jahrhundert.

Den Kelten und Germanen war sie heilig. So sollen unter ihren Blättern Haus – und Hofgeister leben, die auf das Wohl der Menschen schauen.
Zerreibt man ein Blatt der Pflanze zwischen den Fingern, so entsteht ein herber bis würziger Duft. Die Gundelrebe enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl und viel Vitamin C.

Bekannte Wirkungsweisen

  • Entzündungshemmend
  • Schmerzlindernd
  • Zusammenziehend
  • Schleimlösend
  • Blase und Niere anregend
  • stoffwechselfördernd

Die Gundelrebe hilft bei allen langwierigen, hartnäckigen und zehrenden Krankheiten, vor allem, wenn Eiter im Spiel ist. Ihre Heilkräfte kann sie bei chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Schnupfen, und Schleimhautentzündungen enfalten.

Erleichterung bringt sie auch bei Durchfällen und bei Magenkatarrhen, zudem wirkt
sie appetitsteigernd. Sie stärkt nicht nur Herz und Kreislauf, sondern dient auch als allgemeines Kräftigungsmittel. Nach altem Brauch war die Gundelrebe der Hauptbestandteil einer kräftigen Kräutersuppe am Gründonnerstag.

Die Gerbstoffe in der Gundelrebe binden Schwermetalle und Pestizide und leitet sie aus. Deshalb zu empfehlen: Gundelreben-Tee trinken!

Anwendung als Heilpflanze  

Gundelreben-Tee
1- 2 gehäufte Teelöffel frische oder getrocknete Gundelreben-Blätter mit Wasser für
1 Tasse übergießen. 5 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen – fertig!

Mit einer Mischung aus Gundelrebe, Schafgarbe, Huflattich und Ehrenpreis können Sie einen wohltuenden Brusttee zubereiten.

Äußerlich eingesetzt wird Gundermann als Gurgelmittel oder als Badzusatz, der bei Hautkrankheiten helfen kann.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.