Frohe Feiertage!

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Leben heißt lernen,
dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind,
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heißt lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern im Stande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen,
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Lebens darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.
(Verfasser unbekannt)

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen feierliche Weihnachten
und einen guten Übergang ins neue Jahr!

Ihr Team der
Servicestelle für pflegende Angehörige

Ausgleich von Geben und Nehmen: Danken

DSCN0458Im letzten Beitrag war vom fehlenden Danke die Rede, das oft den Grund in der Beziehungsgeschichte der betroffenen Menschen hat. Wenn es möglich ist, stellt das Danken aber tatsächlich auch eine Möglichkeit des Ausgleichs beim Nehmen und Geben dar.

Ein Text von Bert Hellinger formuliert das in sehr treffender Weise: „Mit dem Danken drücke ich mich nicht vor dem Geben. Doch es ist manchmal die dem Nehmen einzig angemessene Antwort. Zum Beispiel für einen Behinderten, oder für einen Kranken, oder für einen Sterbenden und, manchmal, auch für einen Liebenden.

Hier kommt neben dem Bedürfnis nach Ausgleich auch jene elementare Liebe mit ins Spiel, welche die Mitglieder eines sozialen Systems anzieht und zusammenhält, ähnlich wie die Schwerkraft die Körper im All. Diese Liebe begleitet das Nehmen und Geben und geht ihm voraus. Beim Nehmen zeigt sie sich als Dank.

Wer dankt, erkennt an: „Du gibst mir unabhängig davon, ob ich es je vergelten kann, und ich nehme es von dir als ein Geschenk.“ Und wer den Dank annimmt, sagt: Deine Liebe und die Anerkennung meiner Gabe sind mir mehr wert als alles, was du sonst noch für mich tun magst.“
Im Danken bestätigen wir uns daher nicht nur mit dem, was wir einander geben, sondern auch mit dem, was wir füreinander sind.“ (Bert Hellinger, Die Mitte fühlt sich leicht an.)

Ausgleich von Geben und Nehmen

P1000329„Meine Mutter bedankt sich nie für das, was ich für sie tue! Dabei investiere ich soviel Energie und verbringe oft Stunden bei ihr, sie jammert immer so alleine zu sein. Es kommt von ihr nichts zurück, alles ist selbstverständlich und nie ist es genug. Das kränkt mich zunehmend mehr!“ erzählt ein Dame in der Beratung.

Ein genauerer Blick auf die Beziehungsgeschichte der beiden Frauen zeigt, dass die Tochter immer unter mangelnder Anerkennung durch die Mutter gelitten hat: „Ich konnte es nie richtig machen, ich war nie schön  oder intelligent genug, habe den falschen Beruf und dann den falschen Partner gewählt, mein Bruder dagegen war für sie immer alles!“

Ein Thema, das in den Beratungen immer wieder auftaucht: Über die Pflege und Betreuung wird noch einmal versucht, von den Eltern das Ersehnte zu bekommen: Liebe, Anerkennung – aber gerade an dem Punkt ist es dann für die Eltern noch schwieriger, das Versäumte zurückzugeben – sie sind beschäftigt mit Gebrechen, Schmerzen und dem Thema des Trauerns um das Leben.

Bei genauerem Hinsehen auf die Lebensgeschichte der Mutter, wird sichtbar, dass die Mutter das gleiche Schicksal hatte: Sie wurde als Kind früh von der Mutter weggegeben und kinderlosen Verwandten überlassen – eine Kränkung, die die Mutter Zeit ihres Lebens beschäftigte. Die Mutter konnte der Tochter nicht geben, was sie nicht erhalten hatte.
Diese Erkennntnis war der Beginn eines veränderten Zugehens der Tochter auf die Mutter. Sie lernte anders mit den Erwartungen der Mutter umzugehen, nahm sich auch zeitlich in der Betreuung zurück – ohne die Mutter im Stich zu lassen.

Auch in einer Pflegebeziehung braucht es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen. Auf die Dauer darf das Gefühl zu kurz zu kommen nicht da sein. Für die Dame war es wichtig, das Gefühl der Kränkung wahr- und ernstzunehmen und genauer hinzusehen. Kränkungen dieser Art machen sonst auf die Dauer wirklich krank.

Text: Mag. Martin Eilmannsberger
Psychosoziale Beratung für pflegende Angehörige

Zeit für das WESENtliche

DSCF6350Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit,
die uns Christen vorbereiten soll,
auf das Osterfest, uns aufruft,
den Blick „himmelwärts“ zu richten.
Der Aschermittwoch ist auch Erinnerung daran,
dass unser Leben Grenzen hat und befristet ist.
Die Fastenzeit lädt uns ein, das Wesentliche,
nämlich die Anwesenheit Gottes
in uns, wieder neu aufzuspüren
und uns darüber zu freuen,
dass wir durch die Liebe Gottes
die innere Zufriedenheit finden können.
– Annemarie Aichinger, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Servicestelle Pflegende Angehörige

Jeden Tag Weihnachten feiern

IMG_4999Jeder Tag ist Weihnachten auf der Erde,
jedes Mal, wenn einer dem anderen
seine Liebe schenkt, wenn Herzen
Glück empfinden, ist Weihnachten,
dann steigt Gott wieder vom Himmel
herab und bringt das Licht.
– Mutter Teresa

Wir wünschen Ihnen
WUNDERbare WeihNACHTsfeiertage
und ein gesegnetes neues Jahr!

Ihr Team der
Servicestelle für pflegende Angehörige