Von der Sachwalterschaft zum neuen Erwachsenenschutzgesetzt

law-4292803_1920Vor knapp einem Jahr trat das 2. Erwachsenenschutzgesetz in Österreich in Kraft (1.7.2018). Dieses stellt betroffenen Menschen in den Mittelpunkt, um Autonomie, Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit möglichst lange und umfassend zu erhalten.

Als pflegende/r Angehörige/r können Sie von dem neuen Gesetzt betroffen sein, wenn ihr Angehöriger, den sie betreuen, z.b. demenziell erkrankt ist und immer mehr Hilfe bei z.b medizinischen oder finanziellen Belangen benötigt oder z.b. die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist und ihr Angehöriger in kein Pflegeheim möchte.

Bei einer Demenzerkrankung ist es anzuraten, wenn möglich, rasch einen Vertreter zu bestimmen, da der Betroffene noch selbst mitentscheiden kann, von wem und wie er gerne vertreten werden möchte. Dies kann Klarheit und Sicherheit für beide Seiten bringen.

Auch ohne Vorerkrankungen ist es für uns alle sinnvoll und empfohlen eine Vorsorgevollmacht zu erstellen und einen Vertreter zu bestimmen. Falls der Fall eintritt und ich nicht mehr selbst handeln kann, habe ich im vorhinein festgelegt, wem ich vertraue und wer mich vertreten soll. Es ist auch möglich für unterschiedliche Bereiche (Gesundheit, Finanzen,…) verschiedene Personen auszuwählen.

Das Gesetzt ist auf folgenden 4 Säulen aufgebaut:

  • 1. Vorsorgevollmacht (bereits bestehende Alternative)
  • 2.  gewählte Erwachsenenvertretung (neu)
  • 3. gesetzliche Erwachsenenvertretung (ausgebaut)
  • 4. gerichtliche Erwachsenenvertretung (bisherige Sachwalterschaft)

Beim Vertretungsnetzwerk (gibt es in ganz Österreich) können Sie sich ganz konkret für ihren Fall beraten lassen. Rufen Sie an und fragen Sie nach: 01/330 46 00.

Hier finden Sie alle Infos zum Vertretungsnetzwerk und eine umfassende Broschüre zum neuen Gesetzt. Es gibt auch eine leicht verständliche „leichter-lesen Version“:

 

 

 

 

Sie sind pflegender Angehöriger und haben sich im rechtlichen Dschungel verlaufen?

forest-682003_1920

Eine betreuende und pflegende Angehörige erzählt von ihrer Erfahrung mit einer Beantragung einer Sachwalterschaft vor Gericht.

Heute war sehr spannend, um 9:15 war Gerichtstermin für die Besachwaltung. Offenbar hatte nicht nur ich etwas Bauchweh, wir waren schon fertig zum Gehen, da musste Walter noch einmal umgezogen werden. Vor Gericht war alles in 15 Min. abgehandelt. Eine junge Richterin sprudelte den Pflichttext herunter, fragte den Walter, ob er einverstanden sei, dass ich seine Sachen verwalte. Er war es, und das war es. Diese Endgültigkeit hat mich sehr betroffen und traurig gemacht. Anschließend habe ich ihn ins Tageszentrum gebracht. Das Personal dort ist so was von kompetent und gut geschult. Gespräche mit ihnen tun immer gut.

Sie kennen das sicher auch, dass neben dem Alltag der zu bewältigen ist, noch rechtliche und finanzielle  Fragen und Hürden hinzukommen, die belasten.

Der Vortrag „Rechtliche Hilfestellung für pflegende Angehörige“ soll ihnen auf dem Pfad des rechtlichen Dschungels helfen.

  • Wer soll einmal Entscheidungen für mich treffen, wenn ich es aufgrund einer Erkrankung nicht mehr kann?
  • Was muss ich beim Aufsetzen eines Testaments beachten?
  • Darf ich medizinische Entscheidungen für meine/n Angehörige/n treffen?
  • Darf ich Anschaffungen anstelle von ihm/ihr tätigen?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, um Beruf und Pflege zu vereinbaren – oder um vorübergehend aus meinem Beruf auszusteigen?

Spätestens bei Eintritt von Pflegesituationen werden wir unweigerlich mit solchen und ähnlichen Fragen konfrontiert. In diesem Vortrag informiert Juristin Mag.a Angela Senzenberger über Möglichkeiten für Vertretungsbefugnis, Vorsorgevollmacht, Sachwalterschaft, Testament, Pflegekarenz, Pflegeteilzeit sowie Familienhospizkarenz.

 

Termine zum Vortrag:

26.2. 2018 19:15, Altenheim Hartkirchen

15.3. 2018, 17:00 Pfarrzentrum St. Michael, Kirchenplatz 1, 4690 Schwanenstadt

 

Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58
Tel.: 067687762440
pflegende.angehörige@caritas-linz.at
http://www.pflegende-angehoerige.or.at

 

Sachwalterschaft neu: mehr Recht auf Selbstbestimmung

Seit 2003 hat sich die Anzahl der besachwalteten Menschen verdoppelt. Künftig soll es eine auf die individuellen Bedürfnise zugeschnittene Erwachsenenvertretung für Personen, die Unterstützung brauchen, geben.

„Wer jemanden zur Seite gestellt braucht, soll künftig möglichst weitgehend selbst entscheiden, wer diese Aufgabe bekommt. Volle Besachwalterung soll deutlich seltener erfolgen.“ (derStandard.at vom 02.09.2016)

Das Erwachsenenschutzgesetzes soll im Dezember beschlossen werden und Mitte 2018 in Kraft treten.

Hier können Sie den gesamten Artikel auf derStandard.at nachlesen: derstandard.at/2000043775434/Gesetz-zum-Erwachsenenschutz-Brinek-fordert-Begleitmassnahmen

„Recht haben – Recht bekommen – Recht behalten“

DSC_0233Ein Informationsabend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Wenn die Betreuung und/oder Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind alle Beteiligten mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert.

  • Welche persönlichen oder technischen Entlastungshilfen gibt es? Wo bekomme ich sie und wie finanziere ich diese?
  • Ist eine Wohnraumadaptierung nötig bzw. möglich und wie kann ich sie finanzieren?
  • Ist ein Heimplatz erforderlich? Was ist dabei zu beachten?
  • Wie kann ich Mobile Dienste organisieren und wie finanzieren?
  • Wie organisiere ich eine 24-Stunden-Betreuung und was ist dabei zu berücksichtigen?

Zudem können Fragen in Bezug auf Pflegegeld, Erbrecht bzw. Vertretung / Sachwalterschaft auftauchen. Finanzielle und rechtliche Aspekte sind ein wichtiges Fundament, damit Pflege und Betreuung für alle gut gelingen kann.

Mag.a Christine Brunhuber gibt einen Überblick über diese Grundlagen und steht darüber hinaus auch für die Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Referentin: Mag.a Christine Brunhuber, Linz

Donnerstag, 21. November 2013
18.00 Uhr
Betreubares Wohnen 2
Kirchengasse 4, 4221 Steyregg (OÖ)

Freiwillige Spenden erbeten.

Veranstalter:
Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in
Kooperation mit der Stadtgemeinde Steyregg

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel. 0676 / 87 76 24 40
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at
www.facebook.com/pflegendeangehoerige

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

ERINNERUNG: Infoabend rund um die Themen finanzielle und rechtliche Aspekte in der Pflege

Ein Informationsabend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Wenn die Betreuung und/oder Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind alle Beteiligten mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert.

  • Welche persönlichen oder technischen Entlastungshilfen gibt es? Wo bekomme ich sie und wie finanziere ich diese?
  • Ist eine Wohnraumadaptierung nötig bzw. möglich und wie kann ich sie finanzieren?
  • Ist ein Heimplatz erforderlich? Was ist dabei zu beachten?
  • Wie kann ich Mobile Dienste organisieren und wie finanzieren?
  • Wie organisiere ich eine 24-Stunden-Betreuung und was ist dabei zu berücksichtigen?

Zudem können Fragen in Bezug auf Pflegegeld, Erbrecht bzw. Vertretung / Sachwalterschaft auftauchen. Finanzielle und rechtliche Aspekte sind ein wichtiges Fundament, damit Pflege und Betreuung für alle gut gelingen kann.

Mag.a Christine Brunhuber gibt einen Überblick über diese Grundlagen und steht darüber hinaus auch für die Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Referentin: Mag.a Christine Brunhuber, Linz

Dienstag, 25. Juni 2013
18.00 Uhr
Pfarrheim Garsten, Kleiner Saal
Am Platzl 2, 4451 Garsten (OÖ)

Freiwillige Spenden erbeten.

Veranstalter:
Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in Kooperation mit der Pfarre und RegionalCaritas

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 44
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

VERANSTALTUNGSTIPP: „Recht haben, Recht bekommen, Recht behalten“

DSC_0233Ein Informationsabend für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte

Wenn die Betreuung und/oder Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind alle Beteiligten mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert.

  • Welche persönlichen oder technischen Entlastungshilfen gibt es? Wo bekomme ich sie und wie finanziere ich diese?
  • Ist eine Wohnraumadaptierung nötig bzw. möglich und wie kann ich sie finanzieren?
  • Ist ein Heimplatz erforderlich? Was ist dabei zu beachten?
  • Wie kann ich Mobile Dienste organisieren und wie finanzieren?
  • Wie organisiere ich eine 24-Stunden-Betreuung und was ist dabei zu berücksichtigen?

Zudem können Fragen in Bezug auf Pflegegeld, Erbrecht bzw. Vertretung / Sachwalterschaft auftauchen. Finanzielle und rechtliche Aspekte sind ein wichtiges Fundament, damit Pflege und Betreuung für alle gut gelingen kann.

Mag.a Christine Brunhuber gibt einen Überblick über diese Grundlagen und steht darüber hinaus auch für die Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Referentin: Mag.a Christine Brunhuber, Linz

Dienstag, 25. Juni 2013
18.00 Uhr
Pfarrheim Garsten, Kleiner Saal
Am Platzl 2, 4451 Garsten (OÖ)

Freiwillige Spenden erbeten.

Veranstalter:
Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige in Kooperation mit der Pfarre und RegionalCaritas

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 44
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!