Heilkräuter 1×1 – Der Waldklee

„Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügeln sind Apotheken.“
– Paracelsus
 
Der Waldklee oder auch Sauerklee genannt wächst vorzugsweise in Laub- Laubmisch- und Nadelwäldern. Wichtige Inhaltsstoffe dieser Pflanze wie Oxalsäure, Kaliumhydrogenoxalat, Vitamin C, Schleimstoffe und fette Öle in den Samen wirken heilend.
In der Naturheilkunde werden die frisch gesammelten Blätter verwendet. Diese Pflanze eignet sich nicht zum Trocknen.
 
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Bekannte Wirkungsweisen
  • blutreinigend
  • fiebersenkend
  • harntreibend
  • appetitanregend und magenstärkend
  • gegen Würmer
  • bei Halsentzündungen
  • bei Frühjahrsmüdigkeit
  • gegen Skorbug

Anwendung

Der Waldklee kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Waldklee-Tee hilft bei leichten Leber- und Verdauungsstörungen und beseitigt Sodbrennen. Seine Wirkung ist erfrischend, blutreinigend, fiebersenkend und harntreibend.

Zubereitung Waldklee-Tee: 1 handvoll frisches Kraut, 1 Liter heißes Wasser.
Klee übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Abseihen und abkühlen lassen.
Nach Geschmack mit Zitrone oder Honig verfeinern.

Der Waldklee schmeckt säuerlich und eignet sich bestens zur Herstellung von fruchtig erfrischenden Limonaden. Auch in der Küche kann der Waldklee verwendet werden, so verfeinert er Suppen und Salate.

Die Homöopathie verordnet eine Waldklee-Essenz in der entsprechenden Verdünnung bei Rheuma, Gicht und Nervenreißen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Der Rotklee

P1000862Der Wiesenklee ist uns allen als Glückssymbol bekannt. In der Heilkunde findet der Klee immer mehr Bedeutung, vor allem der Rotklee, denn er enthält Isoflavone, die in den Wechseljahren gegen den Östrogenmangel helfen.

Der rote Wiesenklee wächst vor allem in nährstoffreichen Wiesen und an Weg- und Feldrändern. Die beste Sammelzeit für Blätter und Blüten ist Mai bis September.

Wirkungsweise

  • Blutreinigend
  • Erweichend
  • Fiebersenkend
  • Hormonell ausgleichend

Heilzwecke

  • Östrogenmangel
  • Hitzewallungen
  • Rheuma und Gicht
  • gegen Verstopfung
  • Appetitlosigkeit
  • Leberschwäche
  • Rekonvaleszenz

Anwendung

Die wichtigste Anwendung des Rotklees ist wohl als Tee zum hormonellen Ausgleich in den Wechseljahren. Außerdem fördert er die Lebertätigkeit, die Verdauung und die Gallensaftproduktion.

Ansonsten können Teeumschläge aus Rot- und Weissklee gegen rheumatische Schmerzen und Milchdrüsen-Entzündung helfen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Die Schafgarbe

SchafgarbePfarrer Kneipp sagte: „Viel Unheil blieb den Frauen erspart, würden sie zur Schafgarbe greifen.“

Die Schafgarbe ist auch bekannt als Augenbraue der Venus (Supercilium Veneris), Bauchwehkraut, Bereitgestelltes Wundkraut, Herrgotts Rückenkraut, Frauendank, Mutterkraut, Blutstillkraut, Heil der Welt, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut oder Margaretenkraut.

Sie wirkt heilend auf die Atemwege, sowie auf den gesamten Verdauungstrakt. Sie hilft unter anderem bei Entzündungen, verbessert und reinigt das Blut und fördert den Kreislauf – so stärkt sie das venöse System und schützt vor Krampfadern. Die Schafgarbe fördert die Durchblutung – besonders der Unterleibsorgane – was sie zu einer der wertvollsten Frauenheilkräuter gemacht hat.

Die Wirkung der Schafgarbe ist heute wissenschaftlich anerkannt:

  • stärkend (tonisierend)
  • blähungslösend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • wundheilungsfördernd
  • appetitfördernd
  • galleflussfördernd

Anwendung
Als Tee getrunken, reguliert die Schafgarbe den Zyklus und tut dem Verdauungstrakt gut. Er hilft bei starken Blutungen oder Bauchkrämpfen.  Die frischen Triebe und Blätter können außerdem als Beigabe zu Salaten verwendet werden.

Äußerlich angewendet wird die Schafgarbe als Badezusatz oder in Form von Umschlägen. Diese helfen bei Regelschmerzen, Bauchkrämpfen, Wunden und Verletzungen.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Heilkräuter 1×1 – Der Giersch

Giersch 2014-04Der Giersch zählt zu den
ältesten und meistverwendeten Wildgemüsearten.

Der Giersch, auch bekannt als Erdholler, Geißfuß, Gichtkraut, Zipperleinkraut, ist an seinen dreikantigen Blattstielen und seinem typischen petersilähnlichen Geruch und Geschmack zu erkennen.

Den meisten Gartenbesitzern gilt der Giersch als lästiges Unkraut, das man schwer wieder los wird. Dabei war Giersch früher in der Volksheilkunde sehr geschätzt um Gicht und Rheuma zu behandeln. Der Giersch hat Heilkräfte und wirkt appetitanregend, blutstillend, entgiftend und harntreibend. Giersch enthält sehr viel Vitamin C, Carotin, Eisen und wurde schon von der Äbtissin Hildegard von Bingen seiner Lebenskraft schenkenden Eigenschaften wegen gelobt.

Der Giersch wächst bevorzugt in Auwäldern, Hecken und in Gärten. Die jungen Blätter schmecken gut in Suppen, Aufstrichen, Saucen, Salaten, Strudel, Kräutersalz oder verfeinern Petersilienkartoffel.

Anwendungen
Giersch-Tee
Giersch-Tee wird als hilfreich beschrieben bei Gicht, Rheuma, Husten und Lungenkatarrh.

2-3 TL frische Gierschblätter oder
1 TL getrockneter Giersch
250 ml Wasser
Blätter mit heißem Wasser übergießen und 5-10 Minuten ziehen lassen.
Täglich 3 Tassen trinken.

Giersch eignet sich gut auch als Badezusatz. Ein Giersch-Bad sowie Giersch-Umschläge wirken schmerzstillend bei Gicht, Rheuma und Ischias.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

UNSER GENUSS-TIPP für den November

APFELPUNSCH

Zutaten

1 l Weißwein
½ l Apfelsaft
8 cl Calvados
1 Stange Zimt
Saft von ½ Zitrone
2 mittelgroße Äpfel, in kleine Stücke geschnitten

Zubereitung
Die Apfelstücke mit Apfel- und Zitronensaft vermischen, die Zimtstange zugeben und das ganze einige Minuten erhitzen, bis die Apfelstücke weich sind.

Die Zimtstange entfernen und Weißwein und Calvados zugeben. Alles einmal noch mal aufwärmen.

Tipp: Für den alkoholfreien Apfelpunsch (Kinderpunsch) einfach den Calvados weglassen und den Wein durch dieselbe Menge Apfeltee ersetzen.

UNSER ERWÄRMENDER GENUSS-TIPP für den September

KÜRBIS-TEE mit Ingwer

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 6 EL frische Kürbiskerne
  • 2 Stk. Ingwer (daumengroß)

 

Zubereitung

Wasser mit frischen Kürbiskernen und dem gehackten Ingwer kalt aufsetzen. Langsam erwärmen und einmal aufkochen, danach 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen.  Ein wirklich leckeres Herbst- und Wintergetränk!

IHR GESUNDHEITS-PLUS:  Der Tee empfiehlt sich bei allen Beschwerden der Harnwege, auch bei Blasenschwäche. Darüber hinaus stärkt er gleichzeitig Herz und Kreislauf.