Veranstaltungen für betreuende und pflegende Angehörige MAI und JUNI 2017

Wissen, Information und Austausch kann im Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag helfen. Deswegen bietet die Servicestelle für Pflegende Angehörige im MAI und JUNI 2017 Veranstaltungen in ganz Oberösterreich zu verschiedenen Themen an. Vielleicht ist etwas für Sie dabei?

Vortrag „Recht haben, Recht bekommen, Recht behalten“
23.05.2017, Helfenberg

An diesem Abend informiert Juristin Mag.a Angela Senzenberger kostenfrei über Möglichkeiten für Vertretungsbefugnis, Vorsorgevollmacht, Sachwalterschaft, Testament, Pflegekarenz, Pflegeteilzeit sowie Familienhospizkarenz.

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
12.06.- 03.07.2017, Linz
Für Angehörige von Menschen mit Demenz.
Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

Zeit zwischen den Kurstreffen bietet die Möglichkeit, Gelerntes und Erfahrenes zu erproben.

–>nähere Informationen zur Veranstaltung

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Beachten Sie auch einen Rückblick auf unseren Auftritt auf der „Messe 50+“in Ried. Zum Nachlesen:  –> Rückblick Messe 50+

DSC_1477Weitere Informationen zu Vorträgen, Seminaren und Treffpunkten im Frühjahr 2017 finden Sie hier:

Veranstaltungen Frühjahr 2017

Die MitarbeiterInnen der Servicestelle Pflegende Angehörige freuen sich auf Sie!

Wenn zu Betreuende keine Hilfe zulassen wollen- Erfahrungsberichte und Motiv

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Im Gespräch mit Angehörigen, als auch mit den zu Pflegenden mache ich immer wieder die Erfahrung, dass es sehr schwer fällt Hilfe anzunehmen bzw. zuzulassen.

Die zu Pflegenden sind der Meinung, dass es (noch) nicht notwendig ist:“ Ich mache mir ja das meiste noch selber. Dann habe ich ja die Kinder, ich habe auch so viel für sie getan, die können sich schon kümmern um mich.“

Sie möchten oft die Realität nicht sehen, dass beispielsweise dringend Hilfe notwendig wäre, ob es um das Einnehmen der Medikamente geht, das Einkaufen oder die Wohnung in Ordnung zu halten. Manchmal vereinsamen die Menschen gar, wenn sie die Wohnung nicht mehr verlassen können, aber keine Hilfe annehmen wollen. Erschwert wird die Situation meist dann, wenn jemand dementiell erkrankt ist, weil da die Einsicht in eigene Defizite krankheitsbedingt oft ganz fehlen kann.

Aber auch jene, die vom  Partner gepflegt werden fällt es schwer fremde Hilfe anzunehmen, eine Aussage:“ Du schaffst das schon, ich will nicht, dass wer kommt, ich will niemand Fremden in der Wohnung haben.“

 Partner und Kinder übernehmen die Betreuung und Pflege oftmals ganz allein, sind aber damit überfordert.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Betreuung und Pflege dann gut geht, wenn sie auf möglichst breiten Beinen steht, wenn von mehreren Seiten Hilfe kommt, und zwar möglichst bald- nicht erst dann, wenn es nicht mehr geht!

Einen herzlichen Dank an Annemarie Aichinger, ehrenamtliche Mitarbeiterin für diesen Beitrag!

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Mag. Martin Eilmannsberger, Berater an der Servicestelle für pflegende Angehörige ergänzt um seine Erfahrungen zu diesem Thema, die sich aus seinen Beratungsgesprächen ergeben:

„Die Pflege meiner Mutter ist in den letzten Wochen ziemlich intensiv geworden, mein Vater hat bislang alles ganz gut im Griff gehabt, aber jetzt merke ich, dass er ziemlich überfordert ist. Die Wohnung ist nicht mehr so sauber, die Schmutzwäsche häuft sich bisweilen und die Unterstützung bei der Körperpflege der Mutter fällt ihm zusehends schwerer. Ich habe den Eindruck, dass er körperlich ziemlich nachlässt.  Wenn ich ihm dann vorschlage, er soll sich doch Mobile Hilfen ins Haus holen, oder ich ihm anbiete, dass ich seine Wäsche übernehme, blockt er ab. Und meint, dass er es schon schaffe. Wir haben dann immer wieder Streit deswegen und einmal hat er sogar gemeint: Du musst ja nicht kommen, du kritisierst mich ja nur!“ so klagte eine Frau kürzlich in der Beratung.

Die Tochter möchte ihren Vater unterstützen, er will unter allen Umständen alleine zurechtkommen und empfindet das Angebot der Tochter als Einmischung, Kontrolle oder Bevormundung – Kränkungen auf beiden Seiten sind die Folge.

Um Hilfe und Unterstützung annehmen zu können brauchen Betroffene oft Zeit und einen Weg des Trauerns um verlorene Fähigkeiten, körperliche Fitness – eine ausgiebige innere Auseinandersetzung mit der veränderten Situation. Sie brauchen da auch die Erfahrung der eigenen Grenze oder das Erlebnis von kleineren und größeren Zusammenbrüchen. Natürlich ist es für eine Tochter nicht leicht die mit sich und der Situation kämpfenden Eltern zu sehen – das macht auch traurig und manchmal hilflos.
Für die Tochter ist es aber  wichtig, Geduld zu haben, abzuwarten, den Vater seinen Weg gehen zu lassen und ihm Zeit zu geben mit dem nötigen Respektabstand: „Du sagt es, wenn du mich und meine Unterstützung brauchst!“

Veranstaltungen für pflegende Angehörige im März 2017

Wissen, Information und Austausch kann im Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag helfen. Deswegen bietet die Servicestelle für Pflegende Angehörige im MÄRZ 2017 Veranstaltungen in ganz Oberösterreich zu verschiedenen Themen an. Vielleicht ist etwas für Sie dabei?

P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
20.03. – 03.04.2017, Grieskirchen
Für Angehörige von Menschen mit Demenz.
Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

Zeit zwischen den Kurstreffen bietet die Möglichkeit, Gelerntes und Erfahrenes zu erproben.
-> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Impulstag „Angehörige pflegen und gesund bleiben“
21.03.2017, Stift Schlägl
Ein Tag für mich!
Die Pflege von Angehörigen kann für Körper, Geist und Seele eine große Belastung darstellen.
Dieser Tag soll zum einen Wege zur Erhaltung der eigenen Gesundheit zeigen, zum anderen
Entspannung und Humor nicht zu kurz kommen lassen.
Referent: Dr. Bernhard Lang
-> Nähere Information zur Veranstaltung
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Abendvortrag „Erinnern und Vergessen: Zwei Seiten einer Medaille“
27.03.2017, Attnang -Puchheim
Für betreuende und pflegende Angehörige sowie für Interessierte
Erinnerungen gehören zu unserem Leben, es ist wichtig für die Indentität und gibt unserem Leben Kontinuität. Der Verlust der Erinnerung, wie beim Krankheitsbild der Demenz kann Angst machen. Margit Hauft versucht an diesem Abend einen etwas „anderen“ Blick aufs Vergessen zu werfen.

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

DSC_1477Weitere Informationen zu Vorträgen, Seminaren und Treffpunkten im Frühjahr 2017 finden Sie hier:

Veranstaltungen Frühjahr 2017

Die MitarbeiterInnen der Servicestelle Pflegende Angehörige freuen sich auf Sie!

NEUE Termine für P.A.U.L.A.zum Thema DEMENZ in Attnang-Puchheim, Linz und Rohrbach


 

hände_stockSie bemerken an einem Familienmitglied: Er/Sie kommt mit dem Alltag nicht mehr zurecht, es werden alltägliche Dinge vergessen. Vielleicht gibt es zudem Schuldzuweisungen.
Als Angehörige/r stehen Sie vor dem Konflikt, ob Sie auf diese Schwächen hinweisen oder ob Sie es besser bleiben lassen sollen.

Sie merken: Mein Vater, meine Mutter, mein/e PartnerIn etc. kapselt sich ab, ist unzugänglich. Was kann der/m Betroffenen zugetraut werden und ab wann sollte Hilfe beginnen?
Oder: Es ist eine Demenz diagnostiziert: Die Kommunikation mit Vater, Mutter, PartnerIn gestaltet sich zusehends schwieriger, immer öfter kommt es zu Konflikten.
Es fällt schwer, im Verhalten des/r Erkrankten die Person zu erkennen, die man von früher kennt.

P.A.U.L.A. bietet 3 Kurstreffen im Abstand von jeweils ca. zwei Wochen mit jeweils 2 ½ Stunden.
Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

  • vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
  • zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
  • geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

Die Zeit zwischen den Kurstreffen bietet die Möglichkeit, Gelerntes und Erfahrenes zu erproben. Die Erfahrungen werden beim folgenden Treffen besprochen, Inhalte können vertieft und Fragen neu gestellt werden.

ATTNANG-PUCHHEIM

Termine:
Montag, 03. April 2017, 15:00- 17:30 Uhr
Montag, 24. April 2017, 15:00 – 17:30 Uhr
Montag, 08. Mai 2017,   15:00 – 17:30 Uhr

Kursort: Bildungszentrum Maximilianhaus
Gmundnerstraße 1b, 4800 Attnang-Puchheim

LINZ

Termine:
Mittwoch, 20. April 2017, 15.00 – 17.30 Uhr
Mittwoch, 04. Mai 2017, 15.00 – 17.30 Uhr
Mittwoch, 18. Mai 2017, 15.00 – 17.30 Uhr

Kursort: Seniorenwohnhaus Karl Borromäus / Großer Saal
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz

ROHRBACH-BERG

Termine (Achtung: 2 Treffen zu jeweils 5 Stunden):
Samstag, 08. Juli 2017, 08.30 – 13.00 Uhr
Samstag, 02. September 2017, 08.30 – 13.00 Uhr

Kursort: Caritas Kompetenzzentrum,
Gerberweg 6, 4150 Rohrbach – Berg

Die Kursgebühr beträgt € 45,-

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz

Tel.: 0676/8776 2440
pflegende.angehoerige(at)caritas-linz.at

Das Projekt P.A.U.L.A. wird mit Unterstützung des Sozialressorts des Landes OÖ durchgeführt.

Ihr Anliegen ist uns wichtig!

Sie sind betreuender oder pflegender Angehöriger?

Wir helfen Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch wenn
– es durch die Pflege zu familiären Konflikten kommt,
– die Beziehung zum gepflegten Angehörigen angespannt ist,
– alles ausweglos scheint,
– Sie sich ausgebrannt fühlen,
– Entscheidungen zu treffen sind,
– Sie Trauerbegleitung in Anspruch nehmen möchten,
– Sie sich nach der Pflege neu orientieren müssen.

Unsere Beratungen sind kostenlos. Freiwillige Spenden erbeten.

Wir bitten Sie um telefonische Terminvereinbarung mit einem unserer Berater.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine Beratung zu Hause möglich.

Nähere Informationen unter: www.pflegende-angehoerige.or.at

Karte für BLOG

„Meine Oma hat Demenz“ – eine Enkelin erzählt…

hands-1209337_1920Hallo, mein Name ist Jasmin.

Wir haben vor ca. drei Jahren die Diagnose Demenz bei meiner Oma erhalten. Ich arbeite selber in dem Beruf Fachsozialbetreuerin Altenarbeit und für mich war und ist es nur ganz schwer zu akzeptieren, dass meine geliebte Großmutter nie wieder so sein wird wie sie einmal war.

Seit der Diagnose hat sich der geistige Zustand meiner Oma ziemlich verschlechtert, wir haben seit ungefähr einem halben Jahr eine 24-Stunden Betreuung, weil wir unbedingt Unterstützung brauchten. Mittlerweile geht es Oma schon ganz schlecht. Obwohl wir die Pflegerinnen haben, sind wir fast jeden Tag bei ihr und versuchen sie ein bisschen aufzuheitern. Sie genießt es sichtlich, wenn ich und meine Mutter bei ihr sind. Ich könnte noch so viel erzählen und berichten aber dann würde ich bis morgen früh sitzen. Ich kann nur sagen, dass ich enormen Respekt vor pflegenden Angehörigen habe, da ich jetzt beide Seiten kenne und es nicht einfach ist, seine Eltern oder Großeltern zu pflegen.

Nehmt euch trotzdem viel Zeit für euch selber und unternehmt was mit Freunden, weil ihr genau so wichtig seid wie eure Eltern oder Großeltern.

Alles Gute und viel Glück, Jasmin

Wir sagen ein ein herzliches DANKESCHÖN an Jasmin für diesen Beitrag!

P.A.U.L.A. Kursreihe zum Thema Demenz in Linz

Wann: 02.11.16 / 16.11.16 / 30.11.16 jeweils von 15:00 – 17.30 Uhr
Wo: Seniorenwohnhaus Karl Borromäus, Linz (OÖ)


 hände_stockSie bemerken an einem Familienmitglied: Er/Sie kommt mit dem Alltag nicht mehr zurecht. Es werden Namen, Vereinbarungen, alltägliche Dinge vergessen. Vielleicht gibt es zudem Schuldzuweisungen.

Als Angehörige/r stehen Sie vor dem Konflikt, ob Sie auf diese Schwächen hinweisen oder ob Sie es besser bleiben lassen sollen.

Sie merken: Mein Vater, meine Mutter, mein/e PartnerIn etc. kapselt sich ab, ist unzugänglich. Was kann der/m Betroffenen zugetraut werden und ab wann sollte Hilfe beginnen?
Oder: Es ist eine Demenz diagnostiziert: Die Kommunikation mit Vater, Mutter, PartnerIn gestaltet sich zusehends schwieriger, immer öfter kommt es zu Konflikten.
Es fällt schwer, im Verhalten des/r Erkrankten die Person zu erkennen, die man von früher kennt.

P.A.U.L.A. bietet 3 Kurstreffen im Abstand von jeweils ca. zwei Wochen mit jeweils 2 ½ Stunden.
Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

  • vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
  • zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
  • geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

Die Zeit zwischen den Kurstreffen bietet die Möglichkeit, Gelerntes und Erfahrenes zu erproben. Die Erfahrungen werden beim folgenden Treffen besprochen, Inhalte können vertieft und Fragen neu gestellt werden.

Termine:
02. November 2016, 15:00 – 17:30 Uhr
16. November 2016, 15:00 – 17:30 Uhr
30. November 2016, 15:00 – 17:30 Uhr

Kursort:
Seniorenwohnhaus Karl Borromäus/Großer Saal
Bethlehemstraße 56-58
4020 Linz

Die Kursgebühr beträgt € 45,-

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58
4020 Linz

Tel.: 0676/8776 2440 oder 2447
julia.wiesenhofer(at)caritas-linz.at

Das Projekt P.A.U.L.A. wird mit Unterstützung des Sozialressorts des Landes OÖ durchgeführt.