Unsere Veranstaltungen April/ Mai 2019

Wissen, Information und Austausch können den Alltag erleichtern und Sicherheit im Umgang mit der Situation geben. Wir organisieren regelmäßig Vorträge, Seminare und Erholungstage in Oberösterreich, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten!
___________________________________________________________________________

Einladung „Ein Koffer voll Möglichkeiten“
26.04.2019 14:00 Uhr, Rohrbach
Ein Workshop für Angehörige von Menschen mit Demenz.
In diesem Workshop erfahren Sie zum einen grundlegende Informationen zur Krankheit. Zum anderen werden verschiedene Übungen vorgestellt, um den Alltag mit an Demenz erkrankten Angehörigen etwas abwechslungsreicher zu gestalten:

· Bewegungstraining
· Beschäftigung im Alltag
· Gedächtnistraining 


-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

___________________________________________________________________________

Erholungstage für Pflegende und Gepflegte
13.05. – 17.05.2019, Vöcklabruck

Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Was Sie bei den Erholungstagen erwartet:

l Zeit für sich haben
l
Neue Kraft schöpfen
l
Entspannung von Körper, Geist und Seele
l
Ausflüge und Natur genießen
l
Zeit für Gespräche
l Austausch und neue Impulse
l
Lebenslust spüren
l
Sich verwöhnen lassen
l bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Unterkunft: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

Es gibt nur noch Restplätze für Schnellentschlossene.

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

___________________________________________________________________________

P.A.U.L.A.- Kursreihe zum Thema Demenz
15.05.19 und 05.06.19 in Linz

Für Angehörige von Menschen mit Demenz. 

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung

___________________________________________________________________________

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Bei Fragen erreichen Sie uns unter 0676/8776 – 2440.
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Mit herzlichen Grüßen,
Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

Caritas_EW1

„Was sagen pflegende Angehörige zu unseren P.A.U.L.A. Kursen?“

PAULA Bild


Welche Erfahrung aus dem Kurs nehme ich mit, die für mich wichtig sind?

  • Ich kann mit dem Thema Demenz viel leichter umgehen und der Alltag ist für alle Angehörigen lustiger und einfacher geworden
  • Ich versuche nicht alles persönlich nehmen.
  • Ich nehme für mich die vielen, vielen Beispiele, Anregungen und Hilfestellungen mit.

Was ich sonst noch sagen möchte…

  • Wenn ich (hoffentlich nicht) einmal dement werde, hoffe ich in solche kompetenten Hände wie hier zu kommen.
  • Danke, es war eine sehr interessante Zeit.
  • Der Kurs wurde sehr attraktiv und informativ abgehalten. Auf alle Fragen der Teilnehmer wurde super eingegangen.

In den P.A.U.L.A. Kursen vermitteln erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

  •  Hintergrundinformation zu Demenz
  •  zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
  • geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

Und hier finde Sie unsere nächsten Kurstermine:

PAULA Kurs Bad Hall im März
PAULA Kurs Linz im Mai

 

Alltagstipps im Umgang mit Demenz für viele konkrete Situationen des täglichen Lebens

alter Mensch mit Ball

Es gibt so viele verschiedene und oft neue Situationen mit denen Sie als pflegender Angehöriger täglich konfrontiert sind. Es wurden auf der Homepage https://www.caritas-pflege.at/ratgeber/demenz/alltagstipps/ viele alltägliche Situationen und Tipps von Fachpersonen gesammelt, auf die Sie zurückgreifen können.

Sie können auf der Homepage folgenden Kategorien auswählen:

Möglicherweise kennen Sie die eine oder andere Situation und bekommen gleich einen Tipp von einer Fachperson, der ihnen beim nächsten Mal behilflich sein kann. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Situationen zum Positiven verändern können.

 

 

 

Selbstbestimmung aus der Sicht einer Demenzbetroffenen

Helga Rohra bekam mit 54 Jahren die Diagnose Lewy- Body- Demenz und setzt sich seit 10 Jahren für die Anliegen von Demenzbetroffenen ein.

Im Interview spricht sie darüber wie sich ihr Leben seit ihrer Diagnose verändert hat und beschreibt ihren persönlichen weg.

Helga Rohra sprach im September auf einer Demenz Fachtagung in Linz und es war ein sehr lebendiger und bewegender Vortrag. Sie verlor ein paar mal den Faden, wo ihr das Publikum weiterhalf. Sie plädiert für so viel Selbstbestimmung wie möglich. Und es ist ihr sehr wichtig den Mensch als Mensch und nicht als Demenzkranken wahrzunehmen.

Der Demenzbetroffene ist ein Mensch mit einer Diagnose, er ist jedoch nicht nur die Diagnose.

Es kann Angehörigen und Betroffenen sehr helfen, zu sehen wie eine Frau, wie Helga Rohra in der Öffentlichkeit spricht und sich zum Beispiel dafür einsetzt, dass bei den Planungen in der Politik und Maßnahmen die gesetzt werden sollen, die Betroffenen mit eingebunden und gehört werden sollten.

Für eine PAULA Kurs (Kurs für Angehörige von Personen, die von Demenz betroffen sind) Teilnehmerin veränderten die Interviews von Helga Rohra die Beziehung zu ihrem Ehemann. Das Ehepaar hat sich gemeinsam Interviews angesehen und seither kann ihr Ehemann mit seiner Frau das erste Mal über die Erkrankung sprechen. Das Aussprechen ist für beide eine große Erleichterung. Laut einer Aussage der Angehörigen fühlt sich ihr Mann nicht mehr so beschämt, da auch eine intelligente Frau wie Helga Rohra an Demenz erkrankt ist.

Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht ihnen viel Kraft auf ihrem Weg.

Herbst_Weg

 

 

 

 

 

Tipp! Kostenfreier Vortrag zum Thema Demenz in Mauthausen

Vortrag „Im Haus der Demenz“

Die Caritas-Servicestelle für Pflegende Angehörige lädt unter dem Titel „Im Haus der Demenz“ zu einem Vortrag über Validation ein.

Die Methode lässt uns das Verhalten alter, desorientierter Menschen besser verstehen und zeigt Wege auf, das Zusammenleben konfliktfreier zu gestalten.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Oktober, 19 Uhr, im Pfarrhof Mauthausen, Pfarrplatz 2, statt.

Sonnenblume_DRUCK

Referentin: Hildegard Nachum, Koordinatorin für Validation, Samariterbund Linz

Wo? Pfarrhof Mauthausen – Pfarrplatz 2, 4310 Mauthausen
Wann? Dienstag, 23. Oktober 2018, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Information:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 40
pflegende.angehoerige(at)caritas-linz.at
www.pflegende-angehoerige.or.at
www.facebook.com/pflegendeangehoerige

Der Vortrag wird in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG), der Pfarre Mauthausen und der RegionalCaritas angeboten.

Tagebucheintrag: Meine singende Mutter

Danke für diesen berührenden Erfahrungsbericht eines anonymen Schreibers mit seiner Mutter, die er inbrünstig singend im Pflegeheim vorfand.

Senirenehepaar

Weil mein Bruder unsere Mutter auf Grund ihrer starken Demenz nicht mehr daheim betreuen konnte, gab es keine andere Möglichkeit mehr als das Pflegeheim.

Wir wollten Ihr Gutes tun und haben die Zahlungen für ein Einbettzimmer unterstützt, weil wir dachten, dass sie sich das verdient hatte. Die Pflegedienstleitung meinte nach einer gewissen Zeit allerdings, dass unser Mutter eine äußerst sozial orientierte Frau sei und wegen der Ansprache ein Doppelzimmer für sie besser sei. Da Fachfrauen das besser beurteilen können als wir, haben wir natürlich zugestimmt und unsere Meinung revidiert.

 Als ich sie dann einmal so gegen 14.00 Uhr besuchte, lag sie nach dem Mittagschlaf noch im Bett. Der Mittagschlaf war ihr immer heilig, auch als wir noch Kinder waren. Gemeinsam mit ihrer Zimmerkollegin sang sie mit lauter Stimme und großer Inbrunst: „Großer Gott wir loben Dich!“ Zunächst war ich erschrocken, verunsichert und fühlte mich nicht ganz wohl. Als ich die beiden Damen so anschaute, wurde mir klar, dass sie mit voller Überzeugung ein Loblied sangen. Wem ging es nun schlecht? Meiner Mutter oder mir? Sicher nicht meiner Mutter, sonst würde sie nicht so inbrünstig singen. Sie ließ sich auch nicht durch mich unterbrechen.

Ich setzte mich einfach zu ihr und sang mit. Ich weiß nun nicht, ob das richtig war oder nicht, aber ihre Augen waren sehr wach und sie schien glücklich. Natürlich erkannte sie mich nicht, aber ich schien auch nicht zu stören.

 singende Engel

Was ist ihre Geschichte? Schreiben Sie ein Mail an johanna.messmer@caritas-linz.at und wenn Sie wünschen, veröffentlichen wir Ihre ganz persönliche Geschichte in einem der nächsten Blogbeiträge anonym.