BuchTIPP: Das Geschichten-Coaching Buch

Kinderlachen

„Du brauchst fünfundsechzig Muskeln, um ein ernstes Gesicht zu machen- für ein Lächeln nur zehn! Warum willst du dich also überanstrengen?
(ayurvedische Weisheit)

 

„Stell dir vor, wie du dich findest…“, ist ein Geschichten-Coaching Buch für Ihre persönliche Entwicklung. Es ist ein wunderschön illustriertes Buch mit vielen Geschichten und dazu passenden Fragen, die mich schon einige male Mitten ins Herz getroffen haben.

Wie kann ich neue Lösungen, neue Wege durch Geschichten finden? Das Buch zeigt auf wie wir die Geschichten als Selbstcoaching-Instrument verwenden können. Auch für Gruppen lässt es sich sehr gut einsetzten. Ich kann darin schmökern oder gezielt nach meinen Themen suchen. Die schönen Bilder und Coaching- Fragen zum Text, machen es leicht noch tiefer einzutauchen, neue Sichtweisen und Lösungen für eigene Probleme zu entwickeln.

Stell dir vor

Es gibt Geschichten zu folgenden Themen:

  • Ziel- und Selbstmanagment
  • Werte
  • Einstellungen
  • Bewusstsein
  • Miteinander
  • und Humorvolles (sehr zu empfehlen, wenn Sie einmal wirklich lachen möchten)

 

„Stell dir vor, wie du dich findest.“ ist hier  erhältlich.

Impressum: http://www.menschinbewegung.at, Pukersdorf, 2010
Autoren: Alex Holzer, Karin Holzer, Harald Firlinger, Christoph Estermann (2010).

Erfolgreiche Messebesuche der Servicestelle Pflegende Angehörige

Messe 50 + Blog

Die Caritas-Servicestelle Pflegende Angehörige präsentierte im April ihr Angebot auf der Messe 50plus in Ried und auf der INTEGRA in Wels

Über zahlreiche MessebesucherInnen freuten sich die MitarbeiterInnen der Caritas-Servicestelle Pflegende Angehörige. Von 14.-15. April 2018 präsentierte die Servicestelle ihr Angebot im Rahmen des Soziallandes OÖ (Abteilung Soziales und Sozialressort des Landes OÖ) auf der Messe 50+ in Ried. Von 25.-27. April 2018 standen die MitarbeiterInnen der Servicestelle Pflegende Angehörige den BesucherInnen der Welser Messe INTEGRA für Informationen und Beratungen zur Verfügung.

„Es gab sehr viele, spezielle Anfragen von pflegenden und betreuenden Angehörige aus den verschiedensten Regionen Oberösterreichs“, erzählt Caritas-Mitarbeiterin Ute Maria Winkler. „Was uns besonders freut ist, dass sich vermehrt Menschen informiert haben, die eine Pflege- oder Betreuungssituation in den nächsten Jahren auf sich zukommen sehen. Wir unterstützen diesen präventiven Zugang sehr, denn wer sich rechtzeitig mit dem Thema Pflege und Betreuung auseinandersetzt und Informationen einholt, fördert das Gelingen von Pflege und Betreuung zu Hause“.

Brauchen Sie Erholung?

Im Pflegealltag kommen viele pflegenden Angehörigen an ihre Belastungsgrenzen. Die Servicestelle bietet jetzt im Frühling die Möglichkeit die eigenen Energiespeicher unter Gleichgesinnten wieder aufzufüllen.

Es gibt noch Restplätze für die Erholungstage in Vöcklabruck, vielleicht fühlen sie sich angesprochen und möchten die Chance nützen, etwas für sich selbst zu tun.

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Wann: 14.05.18 – 18.05.18

Wo: Seminarhaus St. Klara, Franziskanerinnen Vöcklabruck

Pflegende und Pflegebedürftige können in Vöcklabruck gemeinsam Urlaub machen. Sie sind eingeladen, gemeinsam oder auch alleine, einige Tage mit uns im Seminarhaus St. Klara zu verbringen.

Unser Angebot an diesen Tagen:

  • Zeit für sich haben
  • neue Kraft schöpfen
  • Entspannung von Körper, Geist und Seele
  • Zeit für Gespräche
  • Lebenslust spüren
  • sich verwöhnen lassen
  • Ausflüge und Natur genießen
  • Austausch und neue Impulse
  • bei Bedarf Unterstützung bei der Pflege und Betreuung des/der Angehörigen

Kontakt und nähere Infos finden sie hier.

 

Pflegeheim – Was spricht dafür?

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Grundsätzlich ist die Entscheidung für einen Heimplatz meistens keine leichtfertige, außer der zu Betreuende entscheidet selbst. Aus Erfahrung weiß man, dass das nur selten passiert. Klar ist, die meisten möchte so lange als möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. So lange es verantwortbar ist, sollte das auch geschehen. Meist ist dann eine Erkrankung oder ein Unfall der entscheidende Auslöser für die große Frage: Pflegeheim oder eine andere Form der rund um Betreuung.

Für pflegende Angehörige geht es auch um Verantwortung. Sie müssen sich fragen: „Will ich die Pflege übernehmen? Kann ich das aus physischen und psychischen Gründen und hab ich die Zeit und die Ressourcen ??“ Nicht jeder kann und will Pflege übernehmen, daraus kann niemandem ein Vorwurf gemacht werden.

Die Vorteile einer Pflege im Heim liegen klar auf der Hand Betreuung rund um die Uhr, Verpflegung, Gefahren sind verringert, Gemeinschaft wer will.

Fallbeispiel
Hr. A. 70 Jahre alt, lebt seit dem Tod der Mutter alleine in seinem alten Haus. Eigeninitiative war noch nie seine Stärke, außerdem fehlte das Kurzzeitgedächtnis immer mehr und der Alkohol tat das übrige dazu. Drei seiner Schwestern übernahmen die Betreuung und Organisation seines Lebens. Hr. A. lehnte anfangs eine Betreuungshilfe ab. Das ging nicht lange gut. Das Rote Kreuz wurde für die Körperpflege und Essen auf Räder organisiert. Da seine Geschwister im Umkreis von 10 km wohnten, waren die Nachbarn sehr wichtig. Immer wieder hat Hr. A. alle gegen einander ausgespielt, das war keine schöne Zeit. 10 Jahre ging das ganz gut. Nach einer schweren Erkrankung von Hr. A. war an alleine wohnen nicht mehr zu denken. Auch Hr. A. äußerte Bedenken und Ängste gegenüber den Geschwistern und Ärzten. Noch im Krankenhaus wurde mit dem Einverständnis von Hr. A. ein Heimantrag gestellt. Hr. A. lebt nun seit einem Jahr in einem Pflegeheim ganz in der Nähe seiner Geschwister .Nach anfänglichen Problemen ist es jetzt sein zu Hause. Für alle Beteiligten ist jetzt Ruhe eingekehrt-und das ist gut so.

Wir sind nicht nur Verantwortlich für das, was man tut ,sondern auch für das was man nicht tut. – wahrscheinlich Molière (1622- 1673)

Ein großes Dankeschön an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Hedwig Koller für diesen bereichernden Blogbeitrag.

Was denken sie persönlich über die Pflege und Betreuung im Heim, kommentieren sie und lassen sie andere an ihren Gedanken teilhaben?

Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege: Teil 2 achtsames Denken

Im zweiten Teil unserer Reihe „Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege“ steht das achtsame Denken im Mittelpunkt.

dandelion-2997724_1920Täglich kreuzen 40- 60 tausend Gedanken unseren Geist!

Gehirnforscher fanden heraus, dass wir nur
3% aufbauende Gedanken haben
25% destruktive, negative Gedanken
72% unbedeutende Gedanken haben.

Das bedeutet konkret pro Minute
43 unbedeutende Gedanken,
15 negative Gedanken und
2 positive Gedanken.

Achtsames Denken! Leichter gesagt als getan. Aber wir können lernen, die Verantwortung über unsere Gedanken zu übernehmen.

Wir machen die Erfahrung, dass unsere Gedanken von einer Sache zur nächsten springen, manchmal drehen sie sich auch nur um eine Sache –sie drehen sich im Kreis. Es ist als hätten unsere Gedanken ein Eigenleben. Manche lassen uns nicht mehr los, wenn Dinge geschehen, die uns sehr nahe gehen. Wir sind nicht mehr Herr im eigenen Haus! Sollten wir doch meinen, wir bestimmen was wir denken! Wenn es unangenehme Wahrnehmungen, Erinnerungen od. Zukunftsvorstellungen sind die sich ständig wiederholen – zerrt das an den Nerven, es macht uns fertig.

Was können wir tun um aus diesem Gedankenkarussel auszusteigen?

  • Man kann das Gehirn gezielt auf positive Ansätze trainieren.
  • Menschen meiden die bewusst nur von Negativem reden (Erdbeben, Krankheiten…)
  • Bewahren sie sich ihr Kindsein, Lachen und Blödeln, probieren sie mutig Neues aus.
  • Bei wiederkehrenden dunklen Gedanken und Ängsten kann man sich eine “Stopptafel“ vorstellen
  • an etwas Erfreuliches denken wie z.b. ein schöner Ausflug, Reise, positive Bilder herholen, meine Katze streicheln, …

Auch die Selbstliebe ist ein wunderbares Instrument um unsere Gedanken positiv zu beeinflussen.

  • Selbstliebe ist wichtig, denn wer sich selbst mag, geht auch positiv auf andere zu und erhält selbiges zurück.
  • Betrachten sie jeden Tag drei Minuten lang ihr Spiegelbild und lächeln sie (sagt dem Gehirn es geht mir gut).
  • Lächeln vor dem Einschlafen.
  • In die Natur gehen.
  • Gehen sie lächelnd spazieren oder einkaufen und strahlen dabei alle Menschen um sich an.
  • Musik hören – Lieblingsmusik! (Singen od. summen – kann uns in eine andere Stimmung bringen.)

Ein großes Danke an unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Annemarie Aichinger für diesen Beitrag und allen neugierigen pflegenden Angehörigen spannende Erfahrungen beim Blödeln und Kindsein, vielleicht ja auch mit ihrem Angehörigen gemeinsam.

 

Das langsame Vergessen: Erfahrungen Angehöriger von Menschen mit Demenz

In unserer Reihe „Das langsame Vergessen“ erzählten betreuende und pflegende Angehörige von ihren Erfahrungen mit an Demenz erkrankten Angehörigen.

Zum Abschluss der Serie hat unsere ehrenamtliche Blogschreiberin Annemarie Aichinger Tipps im Umgang mit dementen Menschen zusammengetragen. Diese praktischen Anregungen können Ihnen den Alltag mit ihrem Angehörigen erleichtern.

Fußspuren im Sand

Jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll, gleichgültig wie verwirrt er ist.
Oft können wir das Verhalten unseres Angehörigen nicht erklären und verstehen. Doch für jedes Verhalten gibt es einen Grund, den wir jedoch oft nicht wissen. Wir können versuchen, in den Schuhen des andern zu gehen, und dadurch ein Gefühl des Angenommenseins zu erzeugen. Alte verwirrte Menschen fühlen sich angenommen, wenn wir sie verstehen. Wenn wir dort hingehen wo sie gerade sind.

Doch wie komme ich dort hin?

  • einfache Sätze verwenden
  • den gehörten Satz wiederholen und umformulieren
      • Ich bin bestohlen worden. – Die Kette ist verschwunden.
  • auf das Gesagte eingehen
      • Das war eine besonders schöne Kette, von wem haben Sie die bekommen?
      • Ich möchte nach Hause! – Wer ist denn zu Hause? Wer wartet? Wie war ihre Mutter?
  • gemeinsam Lösungen suchen
      • Was können wir da tun?
  • Gefühle bestätigen
      • Kann mir vorstellen, dass sie sich darüber ärgern.
  • Fragen so stellen, dass sie die Antwort pflücken können
      • Waren sie kurz od. lange im KH?
  • frühe Erinnerungen ansprechen
      • Wie war das früher? War das immer so? Was haben sie da gemacht?
      •  Familiengeschichte
  • immer wieder ihren Selbstwert hervorheben – ist lebensnotwendig
    Jeder Mensch hat etwas Gutes, etwas worauf er stolz sein kann.
  • miteinander beten, singen, vorsingen, Gedichte von früher vorlesen
  • einfach nur da sein – die Hand halten – streicheln.
    In einem späteren Stadium kann Berührung sehr wichtig sein.
  • verwenden sie Fragen nach- wer, wen, was, wo, woher, wohin, wie oft, wann, seit wann, bis wann, wie sehr, mit wem, für wen?
  • aber nie nach, warum- weshalb – wieso?

Demente Menschen haben die Fähigkeit zur Einsicht oft nicht mehr, wie Kleinkinder. Sie sagen intuitiv die Wahrheit, wobei sehr vieles über die Gefühlsebene läuft und dabei treffen sie auch immer wieder ins Schwarze. Da das meiste über das Fühlen läuft, merken sie sehr schnell, wenn es jemand nicht ehrlich mit ihnen meint, was sehr verletzend sein kann.

Wir sehnen uns nicht nach bestimmten (Orten) Plätzen zurück sondern nach Gefühlen die sie in uns auslösen. (Sigmund Graff)

Fußabdruck bunt

Danke an Annemarie Aichinger für die vielen Tipps und Anregungen um das Zusammenleben zu erleichtern und zu bereichern. 

Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege: Teil 1 Selbstmitgefühl

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Im ersten Teil unserer Reihe „Ein achtsamer Weg zu mir selbst – trotz Betreuung und Pflege“ steht das Selbstmitgefühl im Mittelpunkt.

Liebevolle Gedanken und Handlungen sich selbst gegenüber, werden von vielen pflegenden Angehörigen, hinten angestellt. Es geht ja darum, dass es meinem Angehörigen gut geht und dafür gebe ich alles. Wenn der Fokus fast ausschließlich bei anderen liegt, bleibst du selbst auf der Strecke und es kann schneller zu Überlastungen, Missstimmungen und längerfristigen Daueranspannungen im Alltag kommen.

Ein achtsamer Umgang mit sich selber kann mithelfen eine positive Veränderung für sich selbst und die ganze Situation zu erreichen. Heute schauen wir uns an, wie das Selbstmitgefühl unterstützt werden kann.

Was ist Selbstmitgefühl eigentlich? Brauche ich das? Und wie kann mir Selbstmitgefühl helfen?

Folgender Artikel aus „Welt der Frau“ beschreibt alltagstaugliche Übungen für mehr Selbstmitgefühl.

Artikel Welt der Frau Bild
Auszug aus „Das Engagement des Herzens“, Welt der Frau 06/2017,
Text: Christa Spannbauer, Foto: Tom Zilker
www.welt-der-frauen.at