„Verwurzelt im Glauben – gehalten im Leben“

Baum Wurzeln

Von der Dichterin Hilde Domin stammt das Wort:
„Man muss weggehen können und doch feststehen können wie ein Baum!“
Verwurzelt leben und dennoch beweglich bleiben verleiht unserem Leben Halt.

An diesem Nachmittag werden wir uns mit den Wurzeln des persönlichen Lebens und Glaubens beschäftigen, denn erst was Wurzel gefunden hat, kann Frucht tragen.

Wann: Mittwoch, 20. März 2019, 14:00 – 17:00 Uhr
Wo: Pfarrheim Rohrbach
Pfarrgasse 8, 4150 Rohrbach – Berg

Referent: Mag. Maximilian Pühringer, Pfarrer in Oberkappel

Um Anmeldung wird gebeten.
Eintritt frei; freiwillige Spenden erbeten.

Information und Anmeldung:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Gerberweg 6, 4150 Rohrbach-Berg
Tel.: 0676 / 87 76 24 43
ute-marie.winkler(at)caritas-linz.at
www.pflegende-angehoerige.or.at
www.facebook.com/pflegendeangehoerige

https://www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/service-fuer-pflegende-angehoerige/veranstaltungen/veranstaltungen-detailansicht/news/82113-einladung-zum-vortrag-verwurzelt-im-glauben-gehalten-im-leben/

Wie kann ich mir als pflegender Angehöriger wertvolle kurze Momente, die nur mir gehören, erschaffen?

 

Wenn die Tage länger werden, wachsen auch die Kräfte, sie zu füllen.

Waltraud Puzicha Quelle: Puzicha, Kurz belichtet, Klappe 1, 1997

 

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  • Wie kann ich meine Kräfte, meine Energietanks auffüllen?
  • Kann mir das immer länger werdende Tageslicht dabei helfen?
  • Und wie fühl es sich für mich an, wenn mir wieder mehr Licht zur Verfügung steht?
    Vielleicht nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, lesen sich die die Fragen selbst vor, schließen die Augen und atmen tief durch. Warten sie 1 -2 Minuten und nehmen wahr, was aufgetaucht ist. Es ist völlig egal ob Sie es positiv oder negativ bewerten. Nehmen Sie die Gefühle und Gedanken für diesen Augenblick genau so an, wie sie sind.

    Diese kurze, kleine Übung können Sie mehrmals durchführen, es kann gut sein, dass jedes Mal verschiedenste Gefühle und Gedanken hochkommen. Kurz für 2 Minuten auszusteigen und zu mir zukommen, kann manchmal so einiges bewirken. Versuchen Sie es.

    Ich wünsche Ihnen jeden Tag einige Augenblicke die ganz alleine Ihnen gehören, wodurch Sie neue Kraft für ihre wertvolle Arbeit schöpfen können.

Selbstbestimmung aus der Sicht einer Demenzbetroffenen

Helga Rohra bekam mit 54 Jahren die Diagnose Lewy- Body- Demenz und setzt sich seit 10 Jahren für die Anliegen von Demenzbetroffenen ein.

Im Interview spricht sie darüber wie sich ihr Leben seit ihrer Diagnose verändert hat und beschreibt ihren persönlichen weg.

Helga Rohra sprach im September auf einer Demenz Fachtagung in Linz und es war ein sehr lebendiger und bewegender Vortrag. Sie verlor ein paar mal den Faden, wo ihr das Publikum weiterhalf. Sie plädiert für so viel Selbstbestimmung wie möglich. Und es ist ihr sehr wichtig den Mensch als Mensch und nicht als Demenzkranken wahrzunehmen.

Der Demenzbetroffene ist ein Mensch mit einer Diagnose, er ist jedoch nicht nur die Diagnose.

Es kann Angehörigen und Betroffenen sehr helfen, zu sehen wie eine Frau, wie Helga Rohra in der Öffentlichkeit spricht und sich zum Beispiel dafür einsetzt, dass bei den Planungen in der Politik und Maßnahmen die gesetzt werden sollen, die Betroffenen mit eingebunden und gehört werden sollten.

Für eine PAULA Kurs (Kurs für Angehörige von Personen, die von Demenz betroffen sind) Teilnehmerin veränderten die Interviews von Helga Rohra die Beziehung zu ihrem Ehemann. Das Ehepaar hat sich gemeinsam Interviews angesehen und seither kann ihr Ehemann mit seiner Frau das erste Mal über die Erkrankung sprechen. Das Aussprechen ist für beide eine große Erleichterung. Laut einer Aussage der Angehörigen fühlt sich ihr Mann nicht mehr so beschämt, da auch eine intelligente Frau wie Helga Rohra an Demenz erkrankt ist.

Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht ihnen viel Kraft auf ihrem Weg.

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Tipp! Kostenfreier Vortrag zum Thema Demenz in Mauthausen

Vortrag „Im Haus der Demenz“

Die Caritas-Servicestelle für Pflegende Angehörige lädt unter dem Titel „Im Haus der Demenz“ zu einem Vortrag über Validation ein.

Die Methode lässt uns das Verhalten alter, desorientierter Menschen besser verstehen und zeigt Wege auf, das Zusammenleben konfliktfreier zu gestalten.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Oktober, 19 Uhr, im Pfarrhof Mauthausen, Pfarrplatz 2, statt.

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Referentin: Hildegard Nachum, Koordinatorin für Validation, Samariterbund Linz

Wo? Pfarrhof Mauthausen – Pfarrplatz 2, 4310 Mauthausen
Wann? Dienstag, 23. Oktober 2018, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Information:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 40
pflegende.angehoerige(at)caritas-linz.at
www.pflegende-angehoerige.or.at
www.facebook.com/pflegendeangehoerige

Der Vortrag wird in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG), der Pfarre Mauthausen und der RegionalCaritas angeboten.

Hospiz – Wie kann ich damit umgehen, wenn kranke und alte Menschen nichts von einer Begleitung Ihrer letzten Lebensphase wissen wollen??

hospice-1821429_1920Du möchtest nein sagen,

wenn der Mensch dich verlassen muss,

dem dein ganzes Herz gehört.

Nein, bitte nicht. Du möchtest sagen,

bleib doch, ich liebe dich.

Er aber braucht dein ja, um gehen zu können,

um in die Geborgenheit zu finden,

nach der seine Seele sich sehnt.

IRMGARD ERATH

hospice händeWie können pflegende Angehörige damit umgehen, wenn Kranke und Alte
Menschen nichts von einer Begleitung Ihrer letzten Lebensphase wissen
wollen??

Natürlich kann man nicht mit der Tür ins Haus fallen – wie man so schön
sagt – aber pflegende Angehörige dürfen oder sollen auch Ihre Wünsche
offenlegen, auch wenn es um die Begleitung der letzten Lebensphase geht.
Wenn der letzte Gang nicht angesprochen wird, bleiben sehr viele
wichtige Dinge im Raum stehen, der pflegende Angehörige bleibt dann meist
alleine mit seinen vielen unbeantworteten Fragen zurück. Deshalb darf er
sich nicht scheuen, zumindest für sich selbst Hilfe zu holen. Kranke und
alte Menschen kann man nicht zwingen solch Hilfe anzunehmen.

Beispiel: Hr.G. ein starker, lebensbejahender Mann. Mit 63J. Diagnose
Krebs. Für ihn war ganz klar kämpfen um die Gesundheit wieder
herzustellen. Etwas anderes kam nicht in Frage und die Familie durfte auch
nicht daran zweifeln. Gesprochen wurde nicht viel, aber der Kampf gegen
die Krankheit ging zu Lasten aller. Nach drei Jahren ständiger Sorgen und
Ängste der Angehörigen und schlimmen Zeiten für Hr.G.,war der letzte Weg
spürbar. In Panik ließ er seine Familie, Freunde und Bekannte holen. Hr.G.
wollte das tun, was er schon immer tun wollte, sich verabschieden und danke
sagen. Seine Familie blieb traurig zurück.

Auch wenn man das Wort ,,TOD “ nicht ausspricht – er hat unmittelbar
mit dem Leben zu tun und lässt sich von niemandem abschütteln. Darum ist
es umso wichtiger, sich immer wieder damit auseinanderzusetzten und auch
darüber zu sprechen. Ängste, Sorgen und Wünsche sollen von beiden Seiten angesprochen werden. Hilfe von außen wie Hospizbewegung oder Palliativcare kann sehr hilfreich sein, auch für die pflegenden Angehörigen.

HOSPIZ heißt Herberge -bedingungslose Gastfreundschaft in schwierigen
Lebensumständen. Orte der Labung, der Pflege, der Begegnung, des Durchganges, der Ankunft und der Abreise. Das Ziel ist bestmögliche Lebensqualität für beide Seiten .

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Hospizbewegung OÖ
4020 Linz Steingasse 25
0699 17347024
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Vielen herzlichen Dank an unsere Blogschreiberin Hedwig K. für diesen nachdenklich machenden Blogbeitrag  zum Thema Tod und Sterben.

 

 

Wo bekomme ich als pflegender Angehöriger Hilfe? – Wir haben ein offenes Ohr für Sie.

hand-1925875_1920 Angehörige zu pflegen bedeutet oft rund um die Uhr da sein zu müssen und nicht weg zu können. Dabei kommt man oft selbst zu kurz und verliert vielfach auch soziale Kontakte nach draußen.

Sie finden hier alle Beraterinnen der Servicestelle pflegende Angehörige, die Ihnen gerne in einem vertraulichen Beratungsgespräch helfen nach neuen Betrachtungsweisen und Auswegen zu suchen.
In diesem Interview spricht Martin Eilmannsberger über die psychosoziale Beratung.

Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
0676 87762440

 

 

Filmtipp zum Thema Sterben

Kerze_TrauerDiese berührende Dokumentation bietet für Angehörige eine Hilfestellung zum Thema Sterben und Sterbebegleitung. Das Filmprojekt des Sozialhilfeverbandes Schärding unterstützt sensibel und informativ Menschen auf ihrem Weg des Loslassens.
Der Film beinhaltet ganz intime Erfahrungsberichte und behandelt Fragen wie „Wann beginnt ein Sterbeprozess?“.

Sie werden hier zum Film „Wenn die Zeit zu Ende geht … und noch Leben bleibt“ weitergeleitet.

Die Servicestelle wünscht Ihnen viel Kraft auf ihrem Weg.