Mund-Nasen-Schutzmaske selber nähen

Masken_Corona_pixabay

 

 

 

 

 

Foto: pixabay

 

Da derzeit die Verfügbarkeit der Mund-Nasen-Schutzmasken sehr gering ist, gibt es schon viele Menschen, die sich ihre Masken selbst nähen. Auf der Homepage von ÖZIV https://www.zivilschutz-ooe.at/corona/ werden laufend Ideen und Anleitungen zur Verfügung gestellt und auch die Goldhauben https://www.ooe-goldhauben.at/ haben eine Anleitung gepostet.

Unter dem folgenden Beitrag auf ORF wird auch über die Sicherheit dieser Masken geschrieben. https://orf.at/corona/stories/3160118/

 

Ausnahmezustand

Blumen_Kreiner-Hofinger

Der Glaube gibt uns die Kraft,

tapfer zu tragen, was wir nicht

ändern können,

Enttäuschungen und Sorgen

gelassen auf uns zu nehmen,

ohne je die Hoffnung zu

verlieren.

MARTIN LUTHER KING

 

 

Foto: Kreiner-Hofinger

Die letzten Sonntage waren Sonntage wie schon lange nicht mehr. Kein Messbesuch, kein Familientreffen mit großem Aufkochen, einfach nur Ruhe. Ungewöhnlich, aber ertragbar. Mein Mann und ich fallen in die Kategorie der Risikogruppe, also heißt es zu Hause bleiben. Am meisten fehlt uns der direkte Kontakt zu unseren Kindern und den drei kleinen Enkelkindern, die keine Ahnung haben was da passiert.

Die regelmäßigen Besuche bei meinem Bruder im Pflegeheim fallen auch schon seit längerem aus. Die strengen Besuchsverbote sind vollkommen richtig und wichtig, aber es fehlt einfach was, im geregelten Wochenalltag. Laut Telefon nimmt mein Bruder die Situation mit Gelassenheit, das beruhigt einigermaßen. Ich habe nach außen nur Kontakte über Telefon und andere Medien, zu Nachbarn über den Gartenzaun und spazieren gehe ich alleine.

Was macht dieses Virus grad mit uns?? Wie geht es all den Menschen da draußen die auf fremde Hilfe angewiesen sind?? Hoffentlich gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, die trotz aller Widrigkeiten bereit sind zu helfen.

Liebe Pflegende Angehörige, wahrscheinlich würdet ihr gerade in dieser schwierigen Zeit noch mehr Unterstützung brauchen, nehmt alles was ihr kriegen könnt an. Auch wenn es nur das Bedürfnis nach einem Gespräch ist, es gibt auch telefonisch die Möglichkeit Sorgen und Ängste zu teilen. Lasst euch nicht von der Angst leiten, Vorsicht—Hausverstand und ein bisschen Gottvertrauen sind jetzt gefragt. Ich wünsche allen Pflegenden Angehörigen Kraft und Stärke, um diese Krise gut durchzustehen.

Wir danken Hedwig für diesen Beitrag, eine unserer ehrenamtlichen BLOG – Schreiberinnen.

Pflegende Angehörige brauchen Unterstützung!

Fotokollage Homeoffice_Caritas

Foto: Caritas – Servicestelle Pflegende Angehörige

Im Homeoffice zu arbeiten und die ruhige Zeit für sich nutzen – das versuchen nun viele Menschen in der aktuellen Situation. Während viele die gewonnenen Zeitfenster für längst aufgeschobene Arbeiten oder zur Entschleunigung nutzen, sieht die Situation für betreuende und pflegende Angehörige völlig anders aus. Denn Homeoffice in der Pflege funktioniert leider nicht und viele betreuende und pflegende Angehörige sind geforderter denn je. Was sich nun in vollster Deutlichkeit zeigt: Pflegende Angehörige sind Systemerhalter Nummer 1 und sie verdienen jene fehlende Wertschätzung und Unterstützung, die seit Jahren gefordert wird, mehr denn je.

Der Verzicht auf soziale Kontakte ist für viele pflegende Angehörige Usus

Die derzeit geltenden Regeln zur Einschränkung des sozialen Lebens bedeuten für viele und vor allem jahrelang pflegende Angehörige keine große Umstellung, denn sie sind es gewohnt, eigene Bedürfnisse einzuschränken und soziale Kontakte auf ein Minimum zurückfahren zu müssen. Nun trifft es aber auch Angehörige, die bislang noch wenig in die Betreuung und Pflege eingebunden waren oder in einer anderen Form und Intensität, da der mobile Dienst oder die 24-Stunden-Betreuerin hier unterstützt haben. Was aber nun in vielen Familien passiert ist, dass diese Unterstützungsangebote wegfallen und die Verantwortung wieder bei den Familien liegt. Dass das zu Überforderung, Stress und massiven Ängsten führen kann, ist mehr als verständlich.

Pflege passiert nun vielerorts in Eigenregie

Die geltenden Ausgangsbeschränkungen und die Angst vor einer Infektion haben auch zur Folge, dass das Unterstützernetz auch innerhalb der Familien dünner wird. Hat vor der Krise vielleicht noch der Nachbar mitgeholfen, oder hat die Schwester in der Betreuung unterstützt und Fahrten zum Arzt oder Frisör übernommen, fallen auch diese Hilfsdienste weg. Man versucht das Infektionsrisiko so gering als möglich zu halten und das hat einen großen Preis: die Betreuung und Pflege lastet oft zur Gänze auf einer Person.

Die Angst vor einer Ansteckung ist groß

Viele Angehörige sind auch verunsichert, da sich die Empfehlungen der Bundesregierung – man solle den Kontakt mit Risikopatienten weitestgehend vermeiden – mit der aktuellen Realität widerspricht. Denn gerade jetzt, wo externe Unterstützungsangebote wegfallen oder reduziert werden, muss das gesamte soziale Netz für die Betreuung und Pflege aktiviert werden. Die große Angst, man könne als Angehörige/r potentieller TrägerIn sein und Angehörige gefährden, ist aber da. Man ist hin und hergerissen wie man sich nun richtig verhalten soll. Doch eine 100%ige Sicherheit dazu gibt es nicht. Sich an allgemeine Hygienemaßnahmen zu halten ist hier oft die einzige Möglichkeit.

Was ist, wenn ich es nicht (mehr) schaffe?

Manche Angehörige fragen sich vielleicht, wie lange sie die Pflege ohne professionelle Hilfe noch aufrechterhalten können oder überhaupt leisten können. Andere wiederum machen sich Sorgen darüber, wer die Betreuung und Pflege zu Hause übernimmt, sollten sie selber erkranken. Viele haben Angst, etwas falsch zu machen. Auch nehmen Konflikte zu, da nicht nur Angehörigen, sondern auch pflegebedürftigen Menschen die Decke auf den Kopf zu fallen droht.

Wichtig ist es, hier mit seinen Sorgen und Ängsten nicht alleine zu bleiben und in den Austausch zu gehen. Sprechen Sie mit uns!

In einem kostenlosen telefonischen Gespräch können Sie uns Ihre Ängste und Sorgen mitteilen. Wir können zwar die Situation nicht ändern, aber ein Gespräch und jemanden zu haben der zuhört, kann die Situation entschärfen – das zeigt unsere jahrelange Erfahrung.

Die kostenlose Online-Beratung der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige bietet die Möglichkeit, sich Stress und Sorgen von der Seele zu schreiben.

Die Caritas-MitarbeiterInnen sind in ganz Oberösterreich für Sie da!

Am Standort Freistadt: Nadine Tscholl-Jagersberger: Mo-Do 8-12 Uhr, Tel.: 0676 / 8776 2438

An den Standorten Grieskirchen und Linz: Martin Eilmannsberger: Mo-Fr 8-12 Uhr, Tel.: 0676 / 8776 2441

An den Standorten Ried und Braunau: Christine Wally-Biebl: Mo-Fr 9-12 Uhr, Tel.: 0676 / 8776 2439

Am Standort Rohrbach: Ute Maria Winkler: Mo-Fr 8-12 Uhr, Tel.: 0676 / 8776 2443

Am Standort Steyr: Sabine Eiblwimmer: Mo: 8-13:30 Uhr, Di-Do: 8-13 Uhr, Tel.: 0676 / 8776 2442

An den Standorten Vöcklabruck und Linz: Helene Kreiner-Hofinger: Mo-Fr 8-12 Uhr, Tel.: 0676 / 8776 2448

verfasst von Stefanie Weigerstorfer BA, Leitung der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige

Himmel und Hölle

(aus „Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten“)

Eine fromme Frau bittet Gott, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen. Gott erlaubt es ihr und führt sie in einen großen Raum. In seiner Mitte steht auf dem Feuer ein Topf mit einem köstlichen Gericht. Rundherum sitzen Leute mit langen Löffeln, alle stochern in dem Topf, aber sie sehen blass aus, mager und elend. So sehr sie sich auch bemühen, die Stiele der Löffel sind zu lang. Sie können das herrliche Essen nicht in den Mund bringen.

„Was für ein seltsamer Ort“, sagt die Frau. „Das“, antwortet Gott, „ist die Hölle“.

Sie gehen in einen zweiten Raum, der genauso aussieht wie der erste. Auch hier brennt ein Feuer, und darüber kocht ein köstliches Essen. Leute sitzen rundherum, auch sie haben Löffel mit langen Stielen, aber sie sind alle gut genährt, lachen und scherzen. Einer gibt dem anderen mit seinem langen Löffel zu essen.

„Und dies“, sagt Gott, „ist der Himmel“.

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Wir haben es selber in der Hand, wie wir die Krise meistern.

Im Moment leisten viele Menschen, außergewöhnliches in ihrem beruflichen Umfeld.

Aber auch viele Freiwilligeninitiativen haben sich bereits gegründet, hier ist das Engagement ebenso überwältigend groß.

Foto: pixabay

All diesen Menschen gebührt Hochachtung und ein großes Dankeschön, denn so wird dazu beigetragen, dass wir niemanden zurück lassen, wir aufeinander schauen und achten. Wenn alle Menschen zusammenhalten, können wir die Krise überstehen und da und dort auch ein Stück Begegnung erfahren, die uns in einem tieferen Sinne nähren und satt machen wird.

verfasst von Helene Kreiner-Hofinger, Psychosoziale Beratung der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige.

  • „Bleib daheim – Freiwillige gehen für dich“: Diese digitale Helpgroup für ältere Menschen und Menschen in Quarantäne des Unabhängigen LandesFreiwilligenzentrums (ULF) bringt Hilfeleistende und Hilfesuchende zusammen. Nähere Informationen sowie das Anmeldeformular für Hilfesuchende finden Sie hier – bitte den Punkt „Du möchtest Unterstützung in Anspruch nehmen“ anclicken.
  • Einen Überblick über bereits bestehende Initiativen in ganz OÖ aufgelistet nach Bezirken finden Sie hier .
  • Eine Übersicht über private Initiativen im Raum Linz finden Sie hier.
  • Zusätzlich entstehen in vielen Gemeinden koordinierte Hilfsaktionen. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem Gemeindeamt.

Was geht noch, in Zeiten wie diesen? Unser Appell an betreuende und pflegende Angehörige: Bleiben Sie mit Ihrer Situation nicht alleine!

Foto Helene Home Office

Foto: Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige

„Es hilft alles nichts, da muss ich jetzt durch!“

Tapfere Worte einer pflegenden Angehörigen. Denen ich leider zustimmen muss, obwohl ich um die Belastungen meiner Klientin weiß und es mir sonst immer ein Anliegen ist nach Entlastungsangeboten zu suchen, an einer Veränderung der überfordernden Situation zu arbeiten oder zu ermutigen auch auf sich selber zu achten und gut für sich zu sorgen.

Covid 19 packt hier noch eine Portion Belastung drauf und alle Ziele, wie Schritte in Richtung Erleichterung und Selbstsorge nach Jahren aufopfernder Pflege, sind vorerst und auf unbestimmte Zeit verschoben. Das ist nicht nur für Frau M. entmutigend, nein auch ich nehme ein bedrückendes Gefühl wahr, angesichts der Ohnmacht und gleichzeitigem heraus-gefordert sein meiner Klientin.

„Und was kann ich jetzt für sie tun?“

Im Laufe des Telefonates, das aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen die einzige Möglichkeit ist Kontakt zu halten, schildert mir Frau M. wie sie im Kleinen versucht für sich zu sein und etwas Abstand zu bekommen z.B. indem sie eine Tasse Kaffee auf der Terrasse trinkt und diese 10 Minuten genießt und ganz bewusst als Zeit für sich wahrnimmt. Sie schildert was sie im Moment am meisten belastet, spricht auch von Sorgen und Ängsten und ich höre zu, verstehe sie und zeige Mitgefühl. Das löst keine Probleme und bringt auch keine durchgehende Nachtruhe. Aber das Gefühl in Krisen nicht alleine zu sein hilft einerseits sie besser zu bewältigen und sie auch weniger belastend zu erleben. Frau M. und ich haben daher vereinbart, dass wir einmal in der Woche telefonieren, denn da sein geht auch am Telefon.

„Wie geht es Ihnen, mit dieser momentanen Situation?“

Vielleicht stoßen Sie durch die unerwartet heftigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Ihrer Pflegesituation zunehmend an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit. Oder die Einschränkung von sozialen Kontakte und einiger professioneller Hilfsangebote (z. Bsp.: Schließung von Tageszentren) lassen Sie mitunter verzweifeln. Unter Umständen sind Sie verunsichert und besorgt, weil nicht klar ist wann wir wieder zur Normalität übergehen können?

Wir können keine Wunder wirken und wissen auch nicht wann dieser Spuk ein Ende hat. Aber wir nehmen uns gerne Zeit für Sie und Ihre ganz persönliche Geschichte in diesen ungewöhnlichen Zeiten.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns ein Mail – das geht und wir sind gerne für Sie da!

https://www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/service-fuer-pflegende-angehoerige/beratungsangebote/

Verfasst von Helene Kreiner-Hofinger, Mitarbeiterin der Caritas Servicestelle Pflegende Angehörige und zuständig für die Bezirke Linz, Linz-Land, Vöcklabruck und Gmunden

Telefonische Beratung

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Foto: pixabay

Aufgrund der Schutzmaßnahmen wegen des Corona-Virus sind alle Veranstaltungen bis Anfang April abgesagt!

Die Servicestellen Pflegende Angehörige sind ab Montag, 16.3. nur mehr telefonisch erreichbar.

Da diese Zeit besonders auch für pflegende und betreuende Angehörige eine große Herausforderung darstellt und ein Beratungsgespräch hier unterstützen kann, bieten wir unsere psychosozialen Beratungen auch telefonisch und online an.

Die Telefonnummer sind:

Servicestelle Pflegende Angehörige Linz: 0676 /8776 2441 oder 0676 / 8776 2448

Servicestelle Pflegende Angehörige Braunau und Ried i.I.: 0676 / 8776 2439

Servicestelle Pflegende Angehörige Freistadt und Hagenberg: 0676 / 8776 2438

Servicestelle Pflegende Angehörige Grieskirchen: 0676 / 8776 2441

Servicestelle Pflegende Angehörige Rohrbach: 0676 / 8776 2443

Servicestelle Pflegende Angehörige Steyr: 0676 / 8776 2442

Servicestelle Pflegende Angehörige Vöcklabruck: 0676 / 8776 2448

Online-Beratung: https://www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/service-fuer-pflegende-angehoerige/beratungsangebote/online-beratung/

 

Erholungstage Schlierbach 2020

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Fotos: Mayr

Wer pflegebedürftige Angehörige versorgt, leistet wertvolle, gleichzeitig aber auch kräftezehrende Arbeit. Tag und Nacht stehen Angehörige ihren pflegebedürftigen Menschen zur Seite. Oftmals fehlt den pflegenden Angehörigen die nötige Zeit und Selbstsorge, um sich um die eigenen Anliegen, Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle zu kümmern. Selten fragt wer, wie es ihnen in der Betreuungssituation geht.

Umso größer ist die Freude auf bevorstehende Urlaube oder Erholungstage. Es erfordert Mut, Kraft und Selbstbewusstsein, um sich aus dieser Situation hinaus zu wagen. Manches Mal bedarf es auch eines Anstoßes durch die Familie oder durch Freunde, um sich zu erlauben ein paar Tage Auszeit zu nehmen. Um vom Pflegealltag weg zu gehen, ist vorab noch eine sorgfältige Planung nötig, um den Pflegebedürftigen zurückzulassen und gut versorgt zu wissen.

So schaffte es eine Gruppe pflegender Angehöriger in den Semesterferien bei den Caritas Erholungstagen in Schlierbach dabei zu sein. Wir haben die pflegenden Angehörigen begleitet und versucht mit den Teilnehmerinnen richtig durchzuatmen, bereichernde Gespräche zu führen, die Natur zu erwandern, neue Energien zu tanken, zu lachen, zu genießen und durch vielfältige andere Anregungen wieder Kraft zu schöpfen und positive Gedanken zu formulieren.
Es ist uns gut gelungen und wir wünschen den Teilnehmerinnen, dass sie den Herausforderungen zu Hause wieder mit neuer Kraft und Energie entgegentreten können.