Pflegegeld-Antrag – Wie gehe ich Schritt für Schritt vor?

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Sie stehen vor einem Berg mit vielen Fragezeichen? Wenn eine Pflegesituation eintritt, sind Sie plötzlich mit vielen Fragen konfrontiert. Ein wichtiger  Teil davon ist das Pflegegeld als finanzielle Unterstützung:

  • Wer kann eigentlich einen Pflegegeldantrag stellen und 
  • wo stelle ich einen Antrag?
  • Was mache ich, wenn ich mit der Einstufung nicht zufrieden bin?

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier:

https://www.pflegeinfo-ooe.at/news/pflegegeld-beantragen-wie-geht-das

 

BuchTipp: Warum wir unseren Eltern nichts schulden

Warum wir unseren Eltern nichts schulden

Heute möchte ich Ihnen keinen Erfahrungsbericht oder Ratgeber vorstellen, sondern eine philosophische Untersuchung, die dazu anregt seine eigenen Handlungen und Vorurteile zu hinterfragen und zum selbstständigen Denken auffordert.

Für viele pflegenden Angehörigen, die ihre Eltern pflegen oder kurz davor stehen,  steht die Schuldfrage im Raum. Was muss ich alles machen? Wie weit darf ich mich abgrenzen von meinen Eltern? Ich bin ja dankbar für sehr vieles, möchte jedoch mein Leben weiter leben. Muss ich mich um meine Eltern kümmern, weil ich ihr Kind bin?

Im Buch „Warum wir unseren Eltern nichts schulen“ diskutiert die Moralphilosophin Barbara Bleisch klar und gut begründet  von verschiedenen Gesichtspunkten die Eltern- Kind Beziehung im Bezug auf Schuld und Dankbarkeit. Sie vertritt die These, dass Kinder keine filalen Pflichten gegenüber ihren Eltern haben. Barbara Bleisch meint damit, dass  wir unseren Eltern nichts Besonderes schulden, nur weil sie unsere Eltern sind. Sie zeigt auf transparente Weise, dass es eine Elternpflicht zur Versorgung der Kinder gibt, jedoch nicht umgekehrt. Alleine die Qualität der Eltern- Kind Beziehung ist wichtig, ob und wie Kinder sich um ihre Eltern kümmern wollen.

Durch die vielen Fragen, die einem persönlich gestellt werden. Ist es hilfreich das Buch öfters wegzulegen und erst dann, wenn man die Fragen verdaut hat, weiterzulesen. Ich kann das Buch allen empfehlen, die selbst von Schuldgefühlen geplagt sind, mit Menschen arbeiten, die in einem solchen Dilemma stecken und jedem der sich für dieses Thema interessiert und seine eigene Beziehung zu den Eltern reflektieren möchte.

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Alltagstipps im Umgang mit Demenz für viele konkrete Situationen des täglichen Lebens

alter Mensch mit Ball

Es gibt so viele verschiedene und oft neue Situationen mit denen Sie als pflegender Angehöriger täglich konfrontiert sind. Es wurden auf der Homepage https://www.caritas-pflege.at/ratgeber/demenz/alltagstipps/ viele alltägliche Situationen und Tipps von Fachpersonen gesammelt, auf die Sie zurückgreifen können.

Sie können auf der Homepage folgenden Kategorien auswählen:

Möglicherweise kennen Sie die eine oder andere Situation und bekommen gleich einen Tipp von einer Fachperson, der ihnen beim nächsten Mal behilflich sein kann. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Situationen zum Positiven verändern können.

 

 

 

Selbstbestimmung aus der Sicht einer Demenzbetroffenen

Helga Rohra bekam mit 54 Jahren die Diagnose Lewy- Body- Demenz und setzt sich seit 10 Jahren für die Anliegen von Demenzbetroffenen ein.

Im Interview spricht sie darüber wie sich ihr Leben seit ihrer Diagnose verändert hat und beschreibt ihren persönlichen weg.

Helga Rohra sprach im September auf einer Demenz Fachtagung in Linz und es war ein sehr lebendiger und bewegender Vortrag. Sie verlor ein paar mal den Faden, wo ihr das Publikum weiterhalf. Sie plädiert für so viel Selbstbestimmung wie möglich. Und es ist ihr sehr wichtig den Mensch als Mensch und nicht als Demenzkranken wahrzunehmen.

Der Demenzbetroffene ist ein Mensch mit einer Diagnose, er ist jedoch nicht nur die Diagnose.

Es kann Angehörigen und Betroffenen sehr helfen, zu sehen wie eine Frau, wie Helga Rohra in der Öffentlichkeit spricht und sich zum Beispiel dafür einsetzt, dass bei den Planungen in der Politik und Maßnahmen die gesetzt werden sollen, die Betroffenen mit eingebunden und gehört werden sollten.

Für eine PAULA Kurs (Kurs für Angehörige von Personen, die von Demenz betroffen sind) Teilnehmerin veränderten die Interviews von Helga Rohra die Beziehung zu ihrem Ehemann. Das Ehepaar hat sich gemeinsam Interviews angesehen und seither kann ihr Ehemann mit seiner Frau das erste Mal über die Erkrankung sprechen. Das Aussprechen ist für beide eine große Erleichterung. Laut einer Aussage der Angehörigen fühlt sich ihr Mann nicht mehr so beschämt, da auch eine intelligente Frau wie Helga Rohra an Demenz erkrankt ist.

Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige wünscht ihnen viel Kraft auf ihrem Weg.

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Tipp! Kostenfreier Vortrag zum Thema Demenz in Mauthausen

Vortrag „Im Haus der Demenz“

Die Caritas-Servicestelle für Pflegende Angehörige lädt unter dem Titel „Im Haus der Demenz“ zu einem Vortrag über Validation ein.

Die Methode lässt uns das Verhalten alter, desorientierter Menschen besser verstehen und zeigt Wege auf, das Zusammenleben konfliktfreier zu gestalten.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Oktober, 19 Uhr, im Pfarrhof Mauthausen, Pfarrplatz 2, statt.

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Referentin: Hildegard Nachum, Koordinatorin für Validation, Samariterbund Linz

Wo? Pfarrhof Mauthausen – Pfarrplatz 2, 4310 Mauthausen
Wann? Dienstag, 23. Oktober 2018, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Information:
Caritas für Betreuung und Pflege
Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
Tel.: 0676 / 87 76 24 40
pflegende.angehoerige(at)caritas-linz.at
www.pflegende-angehoerige.or.at
www.facebook.com/pflegendeangehoerige

Der Vortrag wird in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG), der Pfarre Mauthausen und der RegionalCaritas angeboten.

Hospiz – Wie kann ich damit umgehen, wenn kranke und alte Menschen nichts von einer Begleitung Ihrer letzten Lebensphase wissen wollen??

hospice-1821429_1920Du möchtest nein sagen,

wenn der Mensch dich verlassen muss,

dem dein ganzes Herz gehört.

Nein, bitte nicht. Du möchtest sagen,

bleib doch, ich liebe dich.

Er aber braucht dein ja, um gehen zu können,

um in die Geborgenheit zu finden,

nach der seine Seele sich sehnt.

IRMGARD ERATH

hospice händeWie können pflegende Angehörige damit umgehen, wenn Kranke und Alte
Menschen nichts von einer Begleitung Ihrer letzten Lebensphase wissen
wollen??

Natürlich kann man nicht mit der Tür ins Haus fallen – wie man so schön
sagt – aber pflegende Angehörige dürfen oder sollen auch Ihre Wünsche
offenlegen, auch wenn es um die Begleitung der letzten Lebensphase geht.
Wenn der letzte Gang nicht angesprochen wird, bleiben sehr viele
wichtige Dinge im Raum stehen, der pflegende Angehörige bleibt dann meist
alleine mit seinen vielen unbeantworteten Fragen zurück. Deshalb darf er
sich nicht scheuen, zumindest für sich selbst Hilfe zu holen. Kranke und
alte Menschen kann man nicht zwingen solch Hilfe anzunehmen.

Beispiel: Hr.G. ein starker, lebensbejahender Mann. Mit 63J. Diagnose
Krebs. Für ihn war ganz klar kämpfen um die Gesundheit wieder
herzustellen. Etwas anderes kam nicht in Frage und die Familie durfte auch
nicht daran zweifeln. Gesprochen wurde nicht viel, aber der Kampf gegen
die Krankheit ging zu Lasten aller. Nach drei Jahren ständiger Sorgen und
Ängste der Angehörigen und schlimmen Zeiten für Hr.G.,war der letzte Weg
spürbar. In Panik ließ er seine Familie, Freunde und Bekannte holen. Hr.G.
wollte das tun, was er schon immer tun wollte, sich verabschieden und danke
sagen. Seine Familie blieb traurig zurück.

Auch wenn man das Wort ,,TOD “ nicht ausspricht – er hat unmittelbar
mit dem Leben zu tun und lässt sich von niemandem abschütteln. Darum ist
es umso wichtiger, sich immer wieder damit auseinanderzusetzten und auch
darüber zu sprechen. Ängste, Sorgen und Wünsche sollen von beiden Seiten angesprochen werden. Hilfe von außen wie Hospizbewegung oder Palliativcare kann sehr hilfreich sein, auch für die pflegenden Angehörigen.

HOSPIZ heißt Herberge -bedingungslose Gastfreundschaft in schwierigen
Lebensumständen. Orte der Labung, der Pflege, der Begegnung, des Durchganges, der Ankunft und der Abreise. Das Ziel ist bestmögliche Lebensqualität für beide Seiten .

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Hospizbewegung OÖ
4020 Linz Steingasse 25
0699 17347024
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Vielen herzlichen Dank an unsere Blogschreiberin Hedwig K. für diesen nachdenklich machenden Blogbeitrag  zum Thema Tod und Sterben.

 

 

Wo bekomme ich als pflegender Angehöriger Hilfe? – Wir haben ein offenes Ohr für Sie.

hand-1925875_1920 Angehörige zu pflegen bedeutet oft rund um die Uhr da sein zu müssen und nicht weg zu können. Dabei kommt man oft selbst zu kurz und verliert vielfach auch soziale Kontakte nach draußen.

Sie finden hier alle Beraterinnen der Servicestelle pflegende Angehörige, die Ihnen gerne in einem vertraulichen Beratungsgespräch helfen nach neuen Betrachtungsweisen und Auswegen zu suchen.
In diesem Interview spricht Martin Eilmannsberger über die psychosoziale Beratung.

Servicestelle Pflegende Angehörige
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
0676 87762440