Erholung in Windischgarsten für Pflegende Angehörige 2018

Grat vor Hofalm 1

In Windischgarsten haben 14 pflegende Angehörige Auszeit und Erholung bei herrlichem Wetter in der wunderschönen herbstlich gefärbten Umgebung genossen.

Bei vielen Wanderungen auf die Höss, das Rohrauerhaus, die Hofalm, zum Schiederweiher und Pießling Ursprung sowie rund um den Gleinkersee konnten nicht nur viele berührende Gespräche geführt werden, sondern hatte auch vieles andere Platz und Raum: Humor und Lachen, Durchatmen, sich aufrichten und die Seele baumeln lassen, das AHA Erlebnis über erreichte Wanderzeile, Genießen und Zuhören.

In den sonnigen, warmen Tagen haben die TeilnehmerInnen der Erholungstage ihre Trauer, Erschöpfung, Sorge, Müdigkeit und viele Emotionen ablegen können und wieder Kraft und Energie getankt um sich den täglichen Anforderungen der Pflege zu Hause stellen zu können.

Zitate von TN der Erholungstage

„Die Erholungstage waren liebevolle, sinndurchflutete, erlebnisreiche und zauberhafte Wandertage. Ich nehme mir die Kraft, die Wunder der Natur und die heilsame Wirkung von Menschen mit, die einander liebevoll und respektvoll begegnen. Ich habe jede Minute genossen.“

„Die Erholungstage waren einfach super. Menschen mit Gefühl und Herz, Feingespür und Nächstenliebe geben Kraft zum Weiterpflegen. Ich nehme mir mit, dass ich Hilfe annehmen und Schwäche zeigen darf und dass ich auf mich selber achte.“

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Tagebucheintrag: Meine singende Mutter

Danke für diesen berührenden Erfahrungsbericht eines anonymen Schreibers mit seiner Mutter, die er inbrünstig singend im Pflegeheim vorfand.

Senirenehepaar

Weil mein Bruder unsere Mutter auf Grund ihrer starken Demenz nicht mehr daheim betreuen konnte, gab es keine andere Möglichkeit mehr als das Pflegeheim.

Wir wollten Ihr Gutes tun und haben die Zahlungen für ein Einbettzimmer unterstützt, weil wir dachten, dass sie sich das verdient hatte. Die Pflegedienstleitung meinte nach einer gewissen Zeit allerdings, dass unser Mutter eine äußerst sozial orientierte Frau sei und wegen der Ansprache ein Doppelzimmer für sie besser sei. Da Fachfrauen das besser beurteilen können als wir, haben wir natürlich zugestimmt und unsere Meinung revidiert.

 Als ich sie dann einmal so gegen 14.00 Uhr besuchte, lag sie nach dem Mittagschlaf noch im Bett. Der Mittagschlaf war ihr immer heilig, auch als wir noch Kinder waren. Gemeinsam mit ihrer Zimmerkollegin sang sie mit lauter Stimme und großer Inbrunst: „Großer Gott wir loben Dich!“ Zunächst war ich erschrocken, verunsichert und fühlte mich nicht ganz wohl. Als ich die beiden Damen so anschaute, wurde mir klar, dass sie mit voller Überzeugung ein Loblied sangen. Wem ging es nun schlecht? Meiner Mutter oder mir? Sicher nicht meiner Mutter, sonst würde sie nicht so inbrünstig singen. Sie ließ sich auch nicht durch mich unterbrechen.

Ich setzte mich einfach zu ihr und sang mit. Ich weiß nun nicht, ob das richtig war oder nicht, aber ihre Augen waren sehr wach und sie schien glücklich. Natürlich erkannte sie mich nicht, aber ich schien auch nicht zu stören.

 singende Engel

Was ist ihre Geschichte? Schreiben Sie ein Mail an johanna.messmer@caritas-linz.at und wenn Sie wünschen, veröffentlichen wir Ihre ganz persönliche Geschichte in einem der nächsten Blogbeiträge anonym.

Essen und Trinken – Praxistipps für den Pflegealltag

Ernährung spielt für die Gesundheit eine wesentliche Rolle. Appetit, Geschmack und Essensmenge verändern sich mehrmals im Laufe unseres Lebens. Wenn ich viel körperlich aktiv bin, habe ich mehr Hunger, als wenn ich den ganzen Tag sitze oder liege. Des weiteren wird  im fortgeschrittenen Alter oft der süße Geschmack vor dem Sauren bevorzugt und viele haben ein reduziertes Durstgefühl.

dessert-3490886_1920Um Angehörige in der Pflege und Betreuung zu unterstützen, hat das ZQP* einen Ratgeber zum Thema Essen und Trinken veröffentlicht. Der Ratgeber bietet Antworten auf Fragen, wie zum Beispiel, wie ändern sich Essen und Trinken im Alter und bei Pflegebedürftigkeit? Oder auch wann ist es Zeit ärztlichen Rat hinzuzuziehen.

Hier kommen Sie zum Ratgeber und finden auch noch viele andere nützlich Informationen rund um den Pflegealltag.

Information bringt oft ein Stück Erleichterung in den Alltag.

Veranstaltungen für pflegende Angehörige September/ Oktober

UNSERE VERANSTALTUNGEN FÜR DEN HERBST/ WINTER 2018

Wissen, Information und Austausch können den Alltag erleichtern und Sicherheit im Umgang mit der Situation geben. Wir organisieren regelmäßig Vorträge, Seminare und Erholungstage in Oberösterreich, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten!

Herbst Sonnenuntergang__________________________________________________________________________

P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
12.09, 19.09 und 03.10 2018, Linz

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz- Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
24.09, 22.10 und 08.10. 2018, Vöcklabruck

Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz- Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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Workshop: Trau dich trauern! Auf den Wegen des Abschieds
01.10.2018,Haag am Hausruck

Trauer ist keine Krankheit. Wir dürfen sie zulassen, sonst kann die Trauer krank machen. Sie braucht Ausdruck, Vertrauen und Verständnis.
Der Workshop bietet Anregungen zum Themenfeld Abschied-Loslassen-Trauern und
ermutigt, sich eigenen Verlusterfahrungen zu stellen sowie als Begleitende wachsam zu bleiben.

Anmeldung erforderlich, freiwillige Spende erbeten

–> nähere Informationen zur Veranstaltung
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Erholungstage für Pflegende und Gepflegte
08.10. – 12.10.2018, Windischgarsten

Abstand vom Alltag gibt neue Kraft!

Was Sie bei den Erholungstagen erwartet:

  • Zeit für sich haben
  • Neue Kraft schöpfen
  • Entspannung von Körper, Geist und Seele
  • Ausflüge und Natur genießen
  • Zeit für Gespräche
  • Austausch und neue Impulse
  • Lebenslust spüren
  • Sich verwöhnen lassen

Unterkunft: Hotel Huttersberg, Edlbach 11 bei Windischgarsten

-> Nähere Informationen zur Veranstaltung
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Vortrag: „Humor in der Pflege oder: Lächeln und was die CliniClowns sonst noch machen“
08.10.2018 20.00 Altenfelden
Eine Veranstaltung im Rahmen der Jubiläumsfeier: „20 Jahre Treffpunkt für pflegendeAngehörige in Altenfelden“

Lachen ist die beste Medizin. Und tatsächlich kann Humor helfen, die Seele positiv zu
stimmen.
Als Clown und als Leiter der CliniClowns erlebt Referent Uwe Marschner immer wieder schwierige Situationen, wo einem nicht zum Lachen ist. Und wo große Emotionen viel Platz brauchen. Der erlebnisorientierte Vortrag gibt einen Einblick in das Tun und Wirken der Clowns sowie in Möglichkeiten und Grenzen von Humor.

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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Einladung zum Workshop: Genusstraining.
20.10.2018 Pfarrheim Helfenberg

An diesem Nachmittag erfahren Sie, wie Sie Ihren Kopf frei bekommen und durch richtiges Setzen von Prioritäten mit Hilfe Ihrer eigenen Ressourcen auf stressvermindernde und zugleich ermutigende Gedanken kommen.

  • Möglichkeiten gedanklicher Umstrukturierung
  • Quart-A-Notfallstrategie
  • Übungen zum Thema Genuss
  • Informationen aus der Erholungsforschung

Kontakt: Mag.a Ute Maria Winkler 0676 / 87 76 24 43
Anmeldung erforderlich, freiwillige Spende erbeten

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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P.A.U.L.A.-Kursreihe zum Thema Demenz
31.10.2018 und 14.11.2018 Steyr
Für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Erfahrene und ausgebildete Demenz-Fachkräfte

• vermitteln Hintergrundinformation zu Demenz
• zeigen Kommunikationsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen auf
• geben Anregungen für die jeweilige konkrete Situation

–> nähere Informationen zur Veranstaltung

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Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Bei Fragen erreichen Sie uns unter 0676/8776 – 2440.
Bethlehemstraße 56-58, 4020 Linz
pflegende.angehoerige@caritas-linz.at

Mit herzlichen Grüßen,
Das Team der Servicestelle Pflegende Angehörige

Tagebucheintrag: Vergessliche Urgroßmutter und Urenkelin

Vielen lieben Dank für diesen erfrischenden Erfahrungsbericht einer anonymen Schreiberin. Es ist schön zu lesen, wie sich Jung und Alt annähern und gemeinsam lachen und es völlig egal ist, dass die Uroma Sachen vergisst.

Senirenehepaar

Meine Großmutter lebt zu Hause, ist dement und körperlich eingeschränkt. Mein Großvater und eine Haushaltshilfe, die kocht und putzt, betreuen sie.

Ich besuche meine Großmutter gerne mit meiner 4 jährigen Tochter. Beim Begrüßen sagt meine Großmutter liebevoll: „Ich bin deine Urlioma, brauchst dich nicht fürchten. Komm her, ich bin deine Urli und schauen wir uns ein Buch an.“ Währenddessen flüstere ich ihr den Namen meiner Tochter zu, da sie ihn nicht mehr weiß. Und sie strahlt über das ganze Gesicht, wenn meine Tochter nach kurzem Zögern zu ihr geht und sich aufs Bett setzt. Ich genieße es den beiden beim gemeinsamen Blödeln zu zusehen. Meistens ist das Buch nicht wichtig und sie machen Fingerspiele und Singen gemeinsam. Es ist schön zu sehen, welch Freude meine Großmutter hat, wenn sie alte Kinderlieder gemeinsam mit ihrer Urenkelin singen kann. Beim Verabschieden ist sie dann jedes Mal total glücklich, wenn sie einen Kuss auf die Wange bekommt.

Noten mit Vögel

Was ist ihre Geschichte? Schreiben Sie ein Mail an johanna.messmer@caritas-linz.at und wenn Sie wünschen, veröffentlichen wir Ihre ganz persönliche Geschichte in einem der nächsten Blogbeiträge anonym.

Tagebucheintrag: Was ist Ihre Geschichte?

Schreiben Sie uns Ihre Alltagsgeschichte, ganz egal ob lustig oder schwer. Es tut gut etwas zu teilen und sich von der Seele zu schreiben. Wir schätzen es sehr, wenn wir durch das Erzählen von Erfahrungen voneinander lernen können

Senirenehepaar

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was bewegt mich zurzeit?
  • Was ist das Schönste an der Pflege?
  • Was ist das das Schwerste? 
  • Was hat sich in der Beziehung geändert?
  • Wie war es als mein/e Liebste/r ins Pflegeheim gekommen ist?
  • Wie geht es mir im Laufe eines Tages?
  • Für was bin ich besonders dankbar?
  • Welchen Ausflug haben wir gemeinsam gemacht?
  • In welchen Situationen fühle ich mich alleine und bräuchte Unterstützung?
  • Welche Hilfe von außen hat mir geholfen?
  • ……..

Schreiben Sie ein Mail an johanna.messmer@caritas-linz.at und wenn Sie wünschen, veröffentlichen wir Ihre ganz persönliche Geschichte in einem der nächsten Blogbeiträge anonym.